Vom 14. bis 18. September 2026 wurde die Fachhochschule Dortmund erneut zum globalen Treffpunkt für Wissenschaft und Lehre. Zur inzwischen dritten International Summer Convention kamen 160 Gäste aus 20 Ländern zusammen.
Vor der Kulisse der historischen Kompressorenhalle der Kokerei Hansa wurden neue Netzwerke geschmiedet und Forschungspartnerschaften gefestigt. Vertreter*innen von 50 Partnerinstitutionen aus aller Welt – von Kolumbien und der Ukraine über Ghana und Indien bis nach Norwegen und Spanien – nutzten die International Summer Convention (ISC) an der FH Dortmund für den intensiven Austausch. Was vor drei Jahren mit etwa 70 Teilnehmenden begann, hat sich zu einer festen Größe an der FH Dortmund entwickelt.
Vor dem Hintergrund globaler Unsicherheiten betonte Rektorin Prof. Dr. Tamara Appel in ihren Grußworten die besondere Verantwortung der Wissenschaft: „In einer Welt, in der Grenzen wieder wichtiger zu werden scheinen und das Vertrauen schwindet, haben Hochschulen eine klare Pflicht“, unterstrich die FH-Rektorin. „Wir sind Orte, an denen Menschen zusammenkommen. Hier können wir voneinander lernen und Brücken bauen.“ Internationale Kooperationen seien dabei längst kein Luxusgut, sondern eine Notwendigkeit. „Wenn wir internationale Studierende und Forschende willkommen heißen, investieren wir auch in unsere eigene Zukunft“, so Professorin Appel.
Ein Anker für weltweite Netzwerke
Das Programm verband praktische Lehre und Forschung: Es reichte von Workshops zu Künstlicher Intelligenz in der Lehre und dem „ORCAthon 2026“ für digitale Lehrmaterialien bis hin zu Forschungs-Matchings und Laborführungen.
Für die FH Dortmund fungiert die International Summer Convention als zentrales Scharnier für langjährige Partnerschaften. „Die Grundidee war, ein zentrales Anker-Event für all unsere internationalen Projekte zu schaffen“, erklärte Prof. Dr. Stephan Weyers, Prorektor für Lehre, Studium und Internationales. Ob das europäische Projektmanagement-Netzwerk EuroPIM, die Zusammenarbeit mit ukrainischen Partnerhochschulen oder neue Erasmus+-Initiativen– die ISC führe die Fäden zusammen. „Internationalisierung geschieht bei uns nicht irgendwo am Rand“, stellte Weyers klar. „Sie ist Kern unserer Identität als Hochschule.“
Forschung braucht einen Kompass
Neben dem Ausbau von Lehre und Studiengängen stand die gesellschaftliche Wirkung angewandter Forschung im Fokus. Forschung braucht einen Kompass, betonte Prof. Dr. Michael Boecker, Prorektor für Forschung und Transfer, in seinem Impulsvortrag. Angesichts globaler Krisen müsse Forschung stets hinterfragen, wie sie das Leben der Menschen konkret verbessern könne. „Wir müssen wachsam dafür bleiben, was Menschen belastet, und uns kompromisslos für Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit einsetzen“, so der Prorektor. Wissenschaft beginne mit Neugier – und diese gelte es zu nutzen, um gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.
Was bleibt nun von fünf Tagen in Dortmund? Neben Notizen aus den Workshops und Keynotes vor allem das spürbare Erlebnis, Teil eines weltweiten Netzwerks zu sein. Die Teilnehmenden nehmen zahlreiche neue Projektideen, frische Forschungsansätze und die Vorfreude auf ein Wiedersehen im kommenden Jahr mit nach Hause.