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Bachelorthesis Renée Einhaus

Schnelle Fakten

Über das Projekt

Analyse und Entwicklung gebäudeintegrierter Regenwassersysteme zur Versorgung verdunstungsbasierter Fassaden am Beispiel der ACAW-Referenzfassade

Die zunehmende thermische Belastung urbaner Räume stellt neue Anforderungen an klimaangepasste Gebäudehüllen. Verdunstungsbasierte Fassaden können durch die Verdunstung von Wasser zur Kühlung von Fassadenoberflächen und angrenzenden Stadträumen beitragen. Ihre Wirksamkeit setzt jedoch eine zuverlässige Wasserversorgung voraus, die insbesondere während niederschlagsfreier Hitzeperioden bislang nicht ausreichend untersucht ist. Diese Bachelorarbeit hat untersucht, welche Strategien sich für die Entwicklung gebäudeintegrierter Regenwassersysteme zur Versorgung verdunstungsbasierter Fassaden eignen.

Die Strategien wurden anhand der Anforderungen der Terrakottafassade des ACAW von 2024 und eines definierten Referenzszenarios mithilfe einer gewichteten Bewertungsmatrix verglichen. Geeignete Strategien wurden in einem morphologischen Kasten zu drei Systemvarianten kombiniert und exemplarisch in die Referenzfassade integriert. Die Ergebnisse zeigen, dass gebäudeintegrierte Regenwassersysteme Niederschlagswasser speichern und bei entsprechendem Kühlbedarf für die Fassadenbewässerung bereitstellen können. Dadurch lässt sich die Wasserversorgung zeitlich von einzelnen Niederschlagsereignissen entkoppeln. Allgemeingültige Strategien konnten jedoch nicht bestimmt werden, da ihre Eignung von den Anforderungen der jeweiligen Fassade sowie von den baulichen, klimatischen und standortbezogenen Randbedingungen abhängt. Die drei entwickelten Varianten zeigen einen Zielkonflikt hinsichtlich Einfachheit, Versorgungssicherheit, Energiebedarf und baulichem Aufwand. Insgesamt verdeutlicht die Arbeit das Potenzial gebäudeintegrierter Regenwassersysteme, um die Wasserversorgung verdunstungsbasierter Fassaden zeitlich von Niederschlagsereignissen zu entkoppeln und ihre Kühlwirkung dadurch auch während trockener Hitzeperioden nutzbar zu machen. Die entwickelten Varianten bilden konzeptionelle Lösungsansätze, deren technische Funktionsfähigkeit und langfristige Betriebssicherheit durch quantitative Berechnungen und experimentelle Untersuchungen weiter zu überprüfen sind.

1. Prüfer:

Prof. Dr. Jan Mehnert 

2. Prüferin:

Prof. Binke Lenhardt 

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