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Neues Dekanat im Fachbereich Design

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FH-Rektorin Prof. Dr. Tamara Appel (Mitte) mit der neuen Dekanin des Fachbereichs Design, Prof. Dr. Pamela C. Scorzin (links), und ihrem neuen Prodekan, Prof. Andreas Pawlitzki (rechts).

Zum 1. März 2026 hat der Fachbereich Design der Fachhochschule Dortmund ein neues Dekanat erhalten. Prof. Dr. Pamela C. Scorzin M.A. wurde zur Dekanin gewählt, Prof. Andreas Pawlitzki übernimmt das Amt des Prodekans. 

Die Wahl erfolgte durch den Fachbereichsrat und wurde von der Hochschulleitung bestätigt. Zuvor hatte Prof. Dirk Gebhardt den Fachbereich sechs Jahre lang geleitet. Er wechselt nun wieder vollständig in die Lehre.

Mit Pamela C. Scorzin steht künftig eine international vernetzte Theoretikerin an der Spitze des Fachbereichs, deren Arbeit von klassischer Kunstgeschichte bis zu generativer und immersiver Technologie reicht. Aufgewachsen in Vicenza, der Stadt Andrea Palladios – dem wohl bedeutendsten Architekten der Renaissance in Oberitalien – verbindet sie ein ausgeprägtes Gespür für Proportion und Form mit einem klaren Blick auf digitale Bildwelten. In ihren Lehr- und Forschungsprojekten beschäftigt sie sich mit visueller Kultur, digitaler Ästhetik, Szenografie und Mode und begreift Design als präzise Formensprache mit gesellschaftlicher Verantwortung.​

Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Rolle Künstlicher Intelligenz in der Gestaltung. „Design beginnt dort, wo Form Verantwortung übernimmt“, betont Prof. Scorzin. Sie versteht KI in diesem Prozess als ko-kreativen Partner und kritischen Mitstreiter. „Ein Sparringspartner für eine Generation von Gestalter*innen, die sich nicht mehr zwischen Handwerk und Hochtechnologie entscheiden muss.“

Wir vermitteln nicht nur Gestaltung – wir vermitteln Haltung.

Prof. Andreas Pawlitzki

Prof. Andreas Pawlitzki bringt als Prodekan eine stark praxisorientierte Perspektive ein. Er hat Kommunikationsdesign an der Folkwang Universität der Künste studiert und war zu Beginn seiner Laufbahn viele Jahre in der werblichen Kommunikation als Creative Director tätig, zuletzt als Fotograf für internationale Markenkampagnen. Heute lehrt er Werbefotografie und verantwortet Projekte, in denen strategische Konzeption, präzise visuelle Sprache und professionelle Umsetzung eng zusammengedacht werden. 

In seiner Lehre legt Andreas Pawlitzki Wert auf konzeptionelle Stärke, handwerkliche Präzision und einen ausgeprägten Experimentierwillen. „Wir vermitteln nicht nur Gestaltung – wir vermitteln Haltung“, erklärt er. „Studierende lernen bei uns, Ideen strategisch zu entwickeln und auf professionellem Niveau umzusetzen – und das mit gesellschaftlichem Bezug.“

Profil schärfen und international sichtbar machen

Für die kommenden Jahre will das neue Dekanat das hohe Niveau in der Lehre, das unter Prof. Dirk Gebhardt und zuvor von Prof. Martin Middelhauve aufgebaut wurde, sichern und gezielt ausbauen. „Unsere Qualität erlaubt uns, selbstbewusst aufzutreten – national wie international“, sagt Prof. Pawlitzki. Dortmund sei ein starker Designstandort. Dies zeige sich auch durch die zahlreichen internationalen Wettbewerbsauszeichnungen und -Erfolge der FH-Studierenden und Absolvent*innen.

Pamela C. Scorzins Rat an alle Studierwilligen als neue Dekanin: „Studiert Design in Dortmund, denn in einer Welt, in der KI alles ‚Durchschnittliche‘ in Millisekunden generiert, ist das einzige krisensichere Handwerk die radikale Subjektivität und eigene kritische Haltung. Bei uns lernst du nicht, wie man die KI nur füttert, sondern wie man sie mit Eigenstimme provoziert und zur kreativen Höchstleistung zwingt, sodass sie freiwillig Überstunden für dich macht.“