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Forschungspreis der Fördergesellschaft der Fachhochschule Dortmund

Seit dem Jahr 2002 wird durch die Fördergesellschaft der Fachhochschule Dortmund auf der akademischen Jahresfeier ein Forschungspreis an unsere Forscher*innen verliehen. Damit werden die besten Forschungsprojekte an unserer Hochschule gewürdigt.

Mit dem Forschungspreis werden hervorragende Forschungs- und Entwicklungsarbeiten geehrt,

  • die auf einen besonders relevanten wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn zielen,
  • einen besonderen künstlerischen Anspruch haben,
  • einen konkreten praktischen Anwendungsbezug oder eine besondere gesellschaftliche Bedeutung aufweisen,
  • die einen Beitrag zu einer nachhaltig zukunftsverträglichen Entwicklung der Technik bzw. der Gesellschaft leisten,
  • die aus mehr jähriger, kontinuierlicher Forschungsarbeit in einem speziellen Fachgebiet erwachsen oder sogar fachbereichsübergreifende Fragstellungen, Methoden und Erkenntnisse verschiedener Wissenschaftszweige aufeinander beziehen,

die an der FH Dortmund bearbeitet wurden und bei deren öffentlicher Präsentation bzw. Veröffentlichung die FH Dortmund genannt wurde. 

Preisträger*innen

2020

Ein außergewöhnliches (Hochschul-) Jahr endete mit einer ebenso außergewöhnlichen akademischen Jahresfeier: am 03. Dezember 2020 fand der Festakt erstmalig virtuell statt. Besonders war zudem, dass nicht ein Forschungsprojekt, sondern eine ganze Arbeitsgruppe mit dem Forschungspreis 2020 prämiert wurde. Herr Prof. Dr. Jörg Thiem aus dem Fachbereich Informationstechnik durfte sich mit seiner Arbeitsgruppe Robotic Vision and Control über diese Auszeichnung freuen.

In seiner Promotion hat sich Prof. Dr. Jörg Thiem damit beschäftigt, wie der Mensch die visuellen Informationen in den Augen und dem Gehirn verarbeitet. Dies liefert weltweit in dem Themenkomplex "Computer Vision" die biologische Inspiration für technische Systeme, die das Ziel verfolgen, dem Computer das Sehen beizubringen.
Mathematische Konzepte und Algorithmen in Form von Computer-Programmen, oft Künstliche Neuronale Netze, bilden die Grundlage um z.B. Objekte in der Szene zu erkennen und deren räumliche Lage zu bestimmen. 
Herr Prof. Thiem verknüpft die Bildanalyse mit Anwendungen der Medizintechnik zur Diagnose und Therapie, sowie der Robotik in all ihren Ausprägungen (Roboterarm, Drohne, Autonomes Fahren) zur Wahrnehmung der Umwelt und autonomen Navigation.
In seiner Arbeitsgruppe werden somit Forschungsprojekte in unterschiedlichen Anwendungsszenarien bearbeitet, die aber durch "Computer Vision" in hervorragender Weise verbunden sind.
Die Mitarbeiter*innen und Doktorand*innen erkennen aber die Synergien in den Bereichen Drohnen, Sprachtherapie und minimal-invasiver Chirurgie und unterstützen sich gewinnbringend in der Problemfindung.


2019

Erstmals bei den "Kostbaren Netzwerken" am 29.01.2020 hieß es "Bühne frei" für preisgekrönte Forschung. Prof. Dr. Gabriele Dennert, Fachbereich angewandte Sozialwissenschaften, und Prof. Dr. Thomas Felderhoff, Fachbereich Informationstechnik und Sprecher des Forschungsschwerpunktes BioMedizinTechnik, wurden beide mit dem Forschungspreis 2019 der Fördergesellschaft in diesem Rahmen ausgezeichnet und skizzierten die Grundzüge ihrer Forschungen.

Prof. Dr. Gabriele Dennert erhielt den Forschungspreis für Ihre Arbeiten im Forschungsprojekt "Queergesund - Gesundheit lesbischer, bisexueller und queerer Frauen", gefördert durch das BMBF. Die zentrale Frage des Forschungsvorhabens war "Wie kann die Gesundheit les-bi-queerer Frauen gefördert werden?". Nicht-hetereosexueller Frauen haben spezifische Bedarfe in der Gesundheitsversorgung und sind aufgrund von Diskriminierung häufiger von belastungsabhängigen Erkrankungen betroffen. Prof. Dr. Gabriele Dennert hat u. a. die Bedarfe zur Gesundheitsförderung von les-bi-queeren Frauen erhoben, um zukünftige Aktivitäten besser entwickeln und planen zu können.

Prof. Dr. Thomas Felderhoff erhielt den Forschungspreis u. a. für seine Arbeiten im Forschungsprojekt "MEDITHENA - Mobile Erfassung, Diagnose und interaktive Therapie von Nackenschmerzen im Alltag", gefördert durch das BMBF. Nackenschmerzen stellen ein herausforderndes medizinisches wie auch sozio-ökonomisches Problem mit vielfältigen Ursachen dar. Unter Einbeziehung von Patienten, Medizinern und Therapeuten ist ein am Körper tragbares multisensorielles System zur Langzeiterfassung von Bewegungs- und Positionsdaten entwickelt worden. Zusätzlich dient das System als technische Behandlungsassistenz, die via Smartphone/Tablet-App dem Patienten, vom Mediziner/Therapeuten individuell angepasste Therapiepläne zur Selbstdurchführung vorgibt. Interaktionen mit dem System sind über Schmerztaster, Sprachnotiz oder nutzerangepasster Informationsaufbereitung gegeben.

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