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Fahrzeugentwicklung

Super-Auto Nuevo35: Noch mehr Schutz und Nachhaltigkeit

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Die Beteiligten des Nuevo35-Projekts im Sommersemester 2026.

Neue Komponenten für das Forschungsfahrzeug „Nuevo35“ haben mehrere studentische Teams im Sommersemester entwickelt. Die Bauteile machen den Prototyp nachhaltiger, effizienter und sicherer.

Dieses Forschungsprojekt verbindet praxisnahe Lehre mit nachhaltiger Mobilität: Der „Nuevo35“ wird seit 2020 von wechselnden Studierendenteams der FH Dortmund ständig weiterentwickelt und der Perfektion angenähert.

Das elektrisch angetriebene Fahrzeug soll einen extrem niedrigen CO₂-Abdruck von 35 Gramm pro gefahrenem Kilometer erreichen – und dabei sind Produktion, Strom, Kraftstoff und Entsorgung bereits mit eingerechnet.

Das Projekt gliedert sich in mehrere Teilprojekte, die unterschiedliche Bereiche der Fahrzeugentwicklung bearbeiten.

Powertrain

Das Team Powertrain (deutsch: Antriebsstrang) ist zuständig für alle Komponenten, die Energie erzeugen und damit das Fahrzeug antreiben. Es befasst sich dabei nicht nur mit der effizienten Nutzung elektrischer Energie für den Antrieb, sondern auch mit der Rückgewinnung von Bewegungsenergie beim Bremsen. Dem Team gelang es, die Steuergerätearchitektur, also die Gesamtheit der Hardware und Software, schlanker und sicherer zu machen.

Den im Vorsemester konstruierten One-Pedal-Drive, mit dem das Fahrzeug sowohl beschleunigt als auch gebremst wird, verlegten die Studierenden von einer Arduino-basierten Lösung auf eine leistungsfähigere ESP32-Plattform. Dafür entwickelten sie Hardware-Prototypen, bereiteten die Kommunikation der Steuergeräte vor und analysierten die CAN-Schnittstellen.

Darüber hinaus realisierten sie eine neue Lenkungsarchitektur und führte eine kinematische Analyse durch um sicherzustellen, dass das Fahrzeug in Kurven spurtreu bleibt, konstruierten Sensorhalterungen und integrierten die Sensorik für zukünftige autonome Fahrfunktionen.

Fahrzeugelektronik

Die Fahrzeugelektroniker*innen brachten die elektrische Fahrzeugarchitektur voran. Sie implementierten und testeten ein Programm zur kontrollierten Ansteuerung der Elektromotoren und integrierten einen Schutz des Stromsystems.

Außerdem systematisierten sie die Dokumentation der Fahrzeugverkabelung und erfassten bereits ein Drittel aller elektrischen Verbindungen des Fahrzeugs, was zukünftige Entwicklungen stark vereinfacht.

Versuch

Beim Team Versuch ging es im Sommersemester um die Fehlersuche zur Wiederherstellung der Fahrbereitschaft. Das Team konstruierte eine neue Firewall und verlegte die 12-Volt-Starterbatterie ins Heck des Wagens, wo sie leichter zugänglich ist und den Einbau zukünftiger Komponenten vereinfacht. 

Darüber hinaus schufen die Studierenden die Grundlagen für den Betrieb des Rollenprüfstands und bereiteten weitere Fahrversuche vor und werteten sie aus.

Einige der neuen Bauteile.

NFK-Mittelkonsole

NFK steht für Naturfaserkunststoff. Daraus entwickelt das Team NFK-Mittelkonsole eine nachhaltige Version dieses Bauteils. Die Studierenden verbesserten das im vergangenen Semester erarbeitete Konzept weiter. Ziel ist eine leichte, nachhaltige und funktionsgerechte Mittelkonsole, die dann in das Versuchsfahrzeug integriert werden kann.

Die Beteiligten

  • Team Powertrain: Teamleiter (TL) Assia Izri, Zulaika Zahir, Ahmad bin Zakaria, Samwail Akhnounh, Siham Ayad, Hasan Eid, Abdulrahman Al Sebaei, May Gad, Ilkay Gökdemir, Fatih Ovali und Ulas Akkaya.
  • Team Fahrzeugelektronik: Jessica Pilch (TL) und Angelo Sapina.
  • Team Versuch: Sönke Bengtsson (TL), Irfan Gunawan, Felix Schröder, Marouane Laaouichi, Hamza Yousafi und Magdy Ahmed.
  • Team Mittelkonsole: Christopher Berg (TL), Andre Hämmeling und Yacine Ahmad Aiad.
  • Mentoren sind Prof. Dr. Vinod Rajamani, Stephan Gotlieb und Pavan Shetty. Projektleiter ist Mohamed Guerami.