Wie sieht die Stadt von morgen aus? Wer baut sie, und wie begegnen wir den gewaltigen Herausforderungen des Klimawandels, des Wohnraummangels und des gesellschaftlichen Wandels? Antworten auf diese Fragen liefert seit nunmehr 20 Jahren der hochschulübergreifende Masterstudiengang „Städtebau NRW“.
Das Besondere: Hier kooperieren fünf Hochschulen, um Architekt*innen, Städteplaner*innen und Landschaftsarchitekt*innen für die komplexen Aufgaben moderner Stadtentwicklung zu qualifizieren – die Fachhochschule Dortmund, die Hochschule Bochum, die Technischen Hochschulen Ostwestfalen-Lippe und Köln sowie die Universität Siegen. Für den Fachbereich Architektur der FH Dortmund ist der Studiengang ein Aushängeschild mit starkem Praxisbezug. „Der Master bietet eine einmalige Möglichkeit, das Thema Städtebau hochschulübergreifend zu vertiefen“, betont Prof. Christian Moczala, Lehrender am Fachbereich Architektur. Gemeinsam mit Honorarprofessor Stephan Lenzen vertritt er die FH Dortmund im Masterstudiengang.
„Städtebau ist ein breit gefächertes Arbeitsfeld“, sagt Prof. Moczala. „Die Studierenden profitieren von einem starken Netzwerk und der gebündelten Kompetenz von fünf Standorten. Die Interdisziplinarität und der transdisziplinäre Ansatz, den wir in dieser Kooperation leben, sind genau die Anforderungen, die unsere Studierenden in der Praxis später brauchen.“ Gleichzeitig stärke das Modell die Position der FH Dortmund in der regionalen Stadtplanungslandschaft.
Für die Studierenden bedeutet die Kooperation zudem eine exzellente Betreuung. Etwa 20 Lehrende mit unterschiedlichen Schwerpunkten unterrichten 20 bis 25 Studierende pro Jahrgang. „Nach 20 Jahren sehen wir, wie nachhaltig dieses Modell wirkt“, sagt Prof. Moczala weiter. „Wir bilden hier keine Theoretiker aus, sondern Macher*innen, die gelernt haben, städtische Transformationsprozesse im Dialog mit der Gesellschaft zu moderieren.“
Jubiläumskonferenz „Learning from NRW“
Anlässlich des runden Geburtstags findet am 2. und 3. Juli 2026 die Konferenz zur inter- und transdisziplinären Lehre unter dem Titel „Learning from NRW“ in den Hallen Kalk-Osthof in Köln statt. Das zweitägige Programm widmet sich drängenden Zukunftsthemen wie Gemeinwohl, urbaner Praxis und Klima-Herausforderungen. Neben Impulsen von Expert*innen kommen Akteur*innen aus Lehre und Praxis zu Wort. „Die Konferenz ist kein Feiern der Vergangenheit, sondern ein bewusster Blick nach vorn“, erklärt Prof. Moczala. „Wir wollen diskutieren, wie wir die Lehre im Städtebau noch progressiver aufstellen können, um den Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte zu begegnen.“ Eine Anmeldung ist weiterhin möglich.