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Angewandte Sozialwissenschaften

DAAD-Austausch in Simbabwe: Forschung, Kultur und internationale Vernetzung

Veröffentlicht

Miguel Sanchez Lopez mit weiteren Teilnehmenden des Austauschs vor einem Gebäude der Midlands State University in Simbabwe.

Beim DAAD-Austausch in Simbabwe erleben Studierende und Lehrende der FH Dortmund Forschung, Kultur und internationale Vernetzung.

Der DAAD Exchange Month an der Midlands State University (MSU) in Simbabwe im April 2026 war ein zentraler Baustein der langjährigen Kooperation zwischen der MSU, der University of Johannesburg (UJ), der University of KwaZulu-Natal (UKZN) (beide Südafrika) und der FH Dortmund.

Nach vorherigen Austauschprogrammen in Dortmund (2023), Durban (2024) und Johannesburg (2025) war es diesmal Simbabwe, das Studierende und Lehrende aus den vier Partnerhochschulen zusammenbrachte.

Lehre, Forschung und Zusammenarbeit

Das Programm war in drei Säulen gegliedert: Lehre, Forschung und internationale Zusammenarbeit. Im Mittelpunkt standen Vorlesungen zur Geschichte der Sozialen Arbeit in Simbabwe, zur Geschlechterforschung sowie Exkursionen zu politischen und kulturellen Orten wie dem Parlament von Simbabwe, den Ruinen von Great Zimbabwe oder dem Institut für weibliche Sozialarbeiterinnen in Goromonzi.

Diese Besuche ermöglichten den Teilnehmenden, lokale Forschungskontexte, politische Prozesse und traditionelle Praktiken der Sozialen Arbeit kennenzulernen – etwa durch die Arbeit in Kinderheimen wie dem Chinyaradzo Children’s Home oder dem SOS-Kinderdorf.

Zudem bot das Programm Raum für Forschungspräsentationen, individuelle Mentoring-Sitzungen mit Betreuenden wie Dr. Mildred Mushunje und Dr. Noel Garikai Muridzo sowie Feldbesuche, die den analytischen Blick der Teilnehmenden schärften.

Austausch und Reflexionen

An dem Programm nahm auch Miguel Sanchez Lopez, Lehrbeauftragter im Fachbereich Wirtschaft der FH Dortmund, teil und bereicherte den Austausch als Vertreter eines nicht-sozialwissenschaftlichen Bereichs um eine transdisziplinäre Perspektive.

Die Teilnehmenden ziehen durchweg positive Bilanzen:

  • „Die Methodiksitzungen mit Dr. Simbine vertieften mein Verständnis für afrikanisch zentrierte Forschungsansätze – besonders in Philosophie, Design und Datenerhebung.“ Nokuthuthuka Mtethwa, UJ
  • „Der Austausch stärkte meinen Glauben daran, dass Sport ein mächtiges Werkzeug in der Sozialen Arbeit sein kann.“ Miguel Sanchez Lopez, FH Dortmund
  • „Der Austausch war nicht nur lehrreich, sondern auch persönlich bereichernd: Ich reflektierte nicht nur über Simbabwe und Südafrika, sondern auch über Deutschland und meinen eigenen kulturellen Hintergrund.“ Lea Mueller, FH Dortmund

Nachhaltige Kooperationen

Ein zentrales Anliegen des DAAD-Programms ist es, aus der Partnerschaft zwischen den Hochschulen gesellschaftliche Transformation durch Forschung, Zusammenarbeit und persönliche Verbindungen entstehen zu lassen. So bot der Besuch im Forschungs- und Innovationshub der MSU Einblicke in Projekte, die Forschung in Produkte und Dienstleistungen für die Gesellschaft überführen.

Die Vizekanzlerin der MSU, Prof. Victor Ngonidzashe Muzvidziwa und der kommissarische Vizekanzler Dr. Gift Manyatera empfingen die Gruppe und unterstrichen die Bedeutung des Austauschs für die internationale Vernetzung.

Zudem hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, Abstracts für eine Fachkonferenz einzureichen – ein weiterer Schritt, um die Ergebnisse des Programms sichtbar zu machen.

Vertieftes Verständnis

Dorothée Boecker und Prof. Dr. Michael Boecker, die treibenden Kräfte der Kooperation an der FH Dortmund, werten den Austausch in Simbabwe als erneuten Beleg dafür, wie wertvoll interkulturelle Lernerfahrungen und die Zusammenarbeit über Fachgrenzen hinweg sind: Die Teilnehmenden seien mit neuen Forschungsideen, erweiterten Netzwerken und einem vertieften Verständnis für lokale und globale Herausforderungen der Sozialen Arbeit zurückgekehrt – und mit der Gewissheit, dass solche Formate auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen werden.

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