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Im Rahmen des Seminars „MATERIAL, OBJEKT & RAUM“ am Lehrgebiet Architekturgeschichte, -theorie und Denkmalpflege, das in Kooperation mit dem Seminar „Kunstgewerbeschulen“ von Prof. Christiane Salge (TU Darmstadt) stattfindet, wird die Kunsthistorikerin Prof. Dr. Sylvia Claus (btu Cottbus) am 1. Juni 2026,um 18 Uhr einen Vortrag über die Werkschule für gestaltende Arbeit in Stettin im Spannungsfeld von Kunstgewerbereform und Werkbund halten.
Prof. Dr. Sylvia Claus
Modellfall Stettin: Die Werkschule für gestaltende Arbeit zwischen Kunstgewerbereform und Werkbund
Die erst in der Weimarer Republik etablierte Stettiner Werkschule für gestaltende Arbeit ist unter den Kunstgewerbeschulen eine relativ junge Gründung. Am Rand des damaligen Deutschen Reiches gelegen, im heutigen Szczecin, avancierte die Schule binnen weniger Jahre zu einer weit beachteten Ausbildungsstätte, der alsbald ein eigener Neubau zuerkannt wurde. Der Vortrag zeigt, wie es dem Initiator der Werkschule, Walter Riezler, im Zusammenspiel mit dem unter seinem Einfluss berufenen Direktor Gregor Rosenbauer gelang, die Schule zu einer Mustereinrichtung des Deutschen Werkbundes in seiner Hochzeit zu formen und sie als solche zu propagieren. Die intellektuelle Biographie der Stettiner Werkschule lässt exemplarisch hervortreten, wie eng Werkbund und Kunstgewerbereformbewegung noch in der Weimarer Republik zusammengehörten und wie stark häufig allein dem Bauhaus zugeschriebene avantgardistische Tendenzen generell den intellektuellen Austausch von Zentrum und Peripherie prägten.
Dr. phil. Sylvia Claus ist Professorin für Kunstgeschichte am Institut für Bau- und Kunstgeschichte der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg und Mitglied des DFG-Netzwerks „Die deutschen Kunstgewerbeschulen: künstlerisch-handwerkliche Ausbildungsinstitutionen im langen 19. Jahrhundert“
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Der Vortrag findet online statt.
Wir bitten um Anmeldung zum Vortrag per Mail an emily.wiesefh-dortmundde
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!