Mit dem besonders kunstvoll gefrästen Modell einer Lore hat ein Team der Fertigungstechnik der FH Dortmund beim „Mind Meets Metal Award“ (Öffnet in einem neuen Tab) auf der Leitmesse AMB 2026 in Stuttgart den 2. Platz belegt.
Das Unternehmen Emuge-Franken (EF) stellte jedem teilnehmenden Team das gleiche Werkzeug- und Spanntechnikpaket zur Verfügung. Damit galt es, aus einem zehn mal zehn Zentimeter großen, massiven Metallwürfel ein Objekt zu fertigen, das in den Kriterien Ideenreichtum, Erfahrung, Kreativität und technischer Herausforderung alle anderen übertrifft.
Jury: „Jede Menge Know-how“
Das FH-Team entschied sich für ein Miniaturmodell einer Kohlelore. Daraus ergab sich die technische Höchstschwierigkeit, einen großen Teil des Materials zu zerspanen, also abzutragen. Dabei bewies das FH-Team laut Jury „jede Menge Zerspanungs-Know-how“ und überzeugte außerdem mit „filigranen Details“.
Damit landete das FH-Team knapp hinter den Erstplatzierten von der Röltgen GmbH & Co. KG, die eine „Vogeltränke der Luxusklasse“ anfertigten, und vor dem Team der Kratos Precision GmbH mit einem „markant herausgearbeiteten EF-Logo mit komplexer Kontur“.
„Werkzeuge ans Limit“
„Es ist immer schön, gechallenged zu werden“, sagt FH-Laboringenieur Robin Schuchardt im Vorstellungsvideo seines Teams. „Wir als Team wollten zeigen, was wir können. Die größte Herausforderung war das Spanvolumen. Du musst die Werkzeuge wirklich ans Limit fahren, um die Lore aus dem Block zu kriegen.“ So viel Material abzutragen, vor allem in der vorgegebenen Zeit, sei „höchst anspruchsvoll“ gewesen, bestätigt Prof. Dr. Hesterberg: „Eine herausragende Teamleistung“.
Eine Wettbewerbsteilnahme wie diese, sagt Robin Schuchardt, sei für Studierende eine nützliche Erfahrung. Indem der Award die Studierenden und die Industrie zusammenbringe, könnten die Studierenden „sich als Ingenieur, als Ingenieurin ausprobieren“.
„Riesiger Erfolg“
Prof. Hesterberg wertet die Teilnahme auch für die FH als wertvoll. „Das war ein internationaler Wettbewerb mit einer Vielzahl an Teilnehmenden. Wir haben es als einzige Hochschule aufs Podest geschafft und konnten auf der Messe vor zahlreichen Industriepartnern präsentieren. Das ist ein riesiger Erfolg.“
Zudem biete der Wettbewerb die Möglichkeit zur Selbstverortung, zur besseren Einschätzung, „wo wir als Fertigungslabor technologisch im Vergleich zu anderen Hochschulen und Industriebetrieben stehen“ – mit einem zweiten Platz nämlich sehr weit vorn. „Zum anderen bot der Wettbewerb die Möglichkeit, als Team noch enger zusammenzuarbeiten und uns weiterzuentwickeln.“
Das Team der FH Dortmund
- Die studentischen Hilfskräfte Gabriela Goncalves Rodriguez und Ruben Hesterberg haben bei der 3D-Modellierung im CAD und der CAM-Programmierung unterstützt
- Laboringenieur Robin Schuchardt hat die CAM-Programmierung und Fertigungsoptimierung ausgeführt
- Die Zerspanungsmechaniker in Ausbildung Ole Quint, Simon Hoppe, Lennart Krug und Titus Hochsprung haben je nach Lehrjahr unterschiedliche Aufgaben übernommen
- Facharbeiter Max Steinmann und Techniker Tobias Peirick haben die Auszubildenden beraten und angeleitet
- Prof. Dr. Stefan Hesterberg hat das Konzept erstellt und das Team für die Bewerbung motiviert