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Master Soziale Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Transformationen

Schnelle Fakten

  • Fachbereich

    Angewandte Sozialwissenschaften

  • Stand/Version

    2026

  • Regelstudienzeit (Semester)

    4

  • ECTS

    0

Studienverlaufsplan

  • Wahlpflichtmodule 1. Semester

  • Wahlpflichtmodule 2. Semester

  • Wahlpflichtmodule 3. Semester

Modulübersicht

1. Studiensemester

Demografische Entwicklung und sozialer Wandel
  • PF
  • 6 SWS
  • 9 ECTS

  • Nummer

    2

  • Sprache(n)

    de

  • Dauer (Semester)

    1

  • Kontaktzeit

    90 h

  • Selbststudium

    180 h


Lernergebnisse (learning outcomes)/Kompetenzen

Nach erfolgreicher Teilnahme an den Lehrveranstaltungen des Moduls haben die Studierenden folgende Fähigkeiten entwickelt:

Wissen und Verstehen

  • Sie kennen grundlegende Entwicklungen und Diskurse zu Bevölkerungsentwicklung und demografischem Wandel und können diese in den Kontext gesellschaftlicher Transformationen einordnen. Sie sind in der Lage, interdisziplinäre Perspektiven zur Beschreibung und Erklärung von bevölkerungsbezogenen Fragen heranzuziehen und deren Reichweite kritisch reflektieren.

Erzeugung von Wissen

  • Sie können in exemplarischen Handlungsfeldern eigenständige Ideen zur Gestaltung des demografischen Wandels und der Bevölkerungsentwicklung entwickeln und diese wissenschaftlich begründen. Sie sind in der Lage, weiterführende Forschungsfragen zu formulieren.

Kommunikation und Kooperation

  • Sie können sich mit Akteuren aus anderen Disziplinen und Handlungsfeldern über Demografie und Bevölkerungsentwicklung austauschen und sind in der Lage, unterschiedliche Sichtweisen, Interessen und Konflikte zu antizipieren und lösungsorientiert zu bearbeiten.

Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität

Sie profilieren ihre zukünftigen beruflichen und akademischen Schwerpunkte durch die Auseinandersetzung mit diesem Themenfeld und sind in der Lage, sich entsprechende Handlungsfelder und Institutionen eigenständig für berufliche Perspektiven zu erschließen.

Inhalte

Das Modul vermittelt fundierte empirische Befunde und theoretische Perspektiven zu demografischem Wandel und Bevölkerungsentwicklung und stellt diese in den Kontext gesellschaftlicher Transformationsprozesse.

  • Zentrale Bevölkerungsprozesse und Diskurse zum demografischen Wandel: Veränderungen in Generationen, Lebenslauf und Lebensphasen; Alterung der Gesellschaft, Hochaltrigkeit und Multidimensionalität des Alters; Entwicklung von Migration, Einwanderungsgesellschaft und Integration.
Gesellschaftliche Auswirkungen und demografierelevante Politikfelder: Auswirkungen auf Sozialstaat, Arbeitsmarkt und Bildungsinstitutionen; Diversifizierung von Lebenslagen und soziale Ungleichheit; Kommunale und sozialraumbezogene Gestaltungsansätze.

Lehrformen

Lehrvortrag, Diskussion, Referat, Gruppenarbeit, Einzelarbeit, Übung, Textarbeit, Recherche, Fallbeispielanalyse

Teilnahmevoraussetzungen

keine

Prüfungsformen

Die Modulprüfung wird durch eine 30min mündliche Prüfung mit Thesenpapier oder durch eine 2-stündige Klausur abgelegt. Die Prüfungsform wird durch die Lehrenden einheitlich für alle Seminare des Moduls zu Beginn der Vorlesungszeit festgelegt.

Die mündliche Prüfung umfasst einen Schwerpunktteil (75 Prozent) zu einem selbst gewählten Thema aus einem Seminar des Moduls und einen vorgegebenen seminarübergreifenden Grundlagenteil (25 Prozent).

Die Klausur umfasst einen vorgegebenen Schwerpunktteil (75 Prozent) aus einem Seminar des Moduls und einen vorgegebenen seminarübergreifenden Grundlagenteil (25 Prozent).

Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten

Bewertung der Modulprüfung mit mindestens ausreichend (4,0).

Vorliegen eines unbenoteten Thesenpapieres zum Schwerpunktteil bei mündlicher Prüfung.

Verwendbarkeit des Moduls (in anderen Studiengängen)

Master Soziale Nachhaltigkeit und demografischer Wandel

Stellenwert der Note für die Endnote

6,8%

Literatur

Hank, K., Wagner, M., & Zank, S. (Hrsg.). (2023). Alternsforschung: Handbuch für Wissenschaft und Studium (2. Auflage). Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG.

Höpflinger, F. (2023). Bevölkerungssoziologie: Eine Einführung in demographische Prozesse und bevölkerungssoziologische Ansätze (3., überarbeitete Aufl.). Weinheim: Beltz Juventa.

Röder, A., & Zifonun, D. (Hrsg.). (2024). Handbuch Migrationssoziologie. Wiesbaden: Springer Fachmedien.

Digitalisierung und gesellschaftliche Transformation
  • PF
  • 4 SWS
  • 6 ECTS

  • Nummer

    3

  • Sprache(n)

    de

  • Dauer (Semester)

    1

  • Kontaktzeit

    60 h

  • Selbststudium

    120 h


Lernergebnisse (learning outcomes)/Kompetenzen

Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen

Nach erfolgreicher Teilnahme an den Veranstaltungen des Moduls sind die Studierenden in der Lage

Wissen und Verstehen

  • digitale Grundbegriffe zu skizzieren und einzuordnen.
  • zentrale Aspekte der Entwicklung der Digitalisierung nachzuzeichnen.

Erzeugung von Wissen

  • theoretische Figuren auf digitale Phänomene anzuwenden.
  • Diskurse zum digitalen Humanismus und Digitalisierung einzuordnen und zu beurteilen.

Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität

anthropologische und gesellschaftliche Fragen, die sich durch Digitalisierung ergeben, auf ihr Professionsverständnis zu übertragen.

Inhalte

  • Geschichte der Digitalisierung
  • Digitale Grundbegriffe
  • Transformation von (pädagogischen) Ordnungen durch das Digitale
  • Soziologische und technikphilosophische Theorien der Verschränkung von Mensch und Technik
  • Geschichte des humanistischen Denkens
  • Post- und Transhumanismus

Lehrformen

Lehrvortrag, Diskussion, Referat, Gruppenarbeit, Einzelarbeit, Übung, Textarbeit

Teilnahmevoraussetzungen

keine

Prüfungsformen

Mündliche Prüfung von 30 Min Länge zu einem selbstgewählten Thema aus dem Themenspektrum.

Unbenotete Studienleistung (SL) in Form eines 20-minütigen Referats zu einem digitalen Grundbegriff.

Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten

Mit mindestens ausreichend (4,0) benotete mündliche Prüfung.

Bestandene Studienleistung (SL).

Verwendbarkeit des Moduls (in anderen Studiengängen)

MA Soziale Nachhaltigkeit und Demografischer Wandel

Stellenwert der Note für die Endnote

4,55%

Literatur

Arnol, F., Bernhard, J. C., Feige, D. M. & Schröter, C. (Hrsg.) (2024). Digitalität von A bis Z. Bielefeld: transcript.

Fuchs, C. (2024). Radikaler Digitaler Humanismus. München: UVK (utb)

Häußling, R. (2019). Techniksoziologie. 2. Auflage. Baden Baden: Nomos (utb).

Heßler, M., Liggieri, K. (2020). Technikanthropologie. Handbuch für Wissenschaft und Studium. Baden Baden: Nomos.

Loh, J. (2018). Trans- und Posthumanismus zur Einführung. Junius: Hamburg.

Schrape, J.-F. (2021). Digitale Transformation. Bielefeld: transcript (utb).

Bettinger, P., Farrenberg, D., Wunder, M. (Hrsg.) (2025). Posthumanismus – Pädagogische Anschlüsse und kritisches Potenzial. Weinheim: Beltz Juventa.

Forum
  • PF
  • 4 SWS
  • 6 ECTS

  • Nummer

    4

  • Sprache(n)

    de

  • Dauer (Semester)

    1

  • Kontaktzeit

    60 h

  • Selbststudium

    120 h


Lernergebnisse (learning outcomes)/Kompetenzen

Nach erfolgreicher Teilnahme sind die Studierenden in der Lage,

Wissen und Verstehen

  • den wissenschaftlichen und politischen Diskurs zur sozial-ökologischen Transformation bzw. nachhaltigen Entwicklung zu verstehen und zu weiteren gesellschaftlichen Herausforderungen in Beziehung zu setzen.

Erzeugung von Wissen

  • wissenschaftliche Diskurse zu gesellschaftlichen Transformationsprozessen zu bewerten und daraus eigenständig Projekteideen und Forschungsfragen mit Bezug zur Sozialen Nachhaltigkeit abzuleiten.
  • auf Grundlage der wesentlichen Inhalte des Projektmanagements Forschungsdesigns für theoretisch fundierte und empirisch ausgerichtete Projekte zu entwickeln und schriftlich darzustellen.

Kommunikation und Kooperation

  • die Sprache und Praktiken von anderen wissenschaftlichen Disziplinen und Praxispartnern in der Nachhaltigkeitsforschung zu verstehen und so die Grundlage für transdisziplinäre Verständigungs- und Umsetzungsprozesse anzuwenden.

Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität

die Bedeutung und den Stellenwert der Sozialwissenschaften innerhalb der transdisziplinären Nachhaltigkeitswissenschaften zu vertreten und deren Beiträge zur sozialen Dimension der Nachhaltigkeit zu benennen.

Inhalte

Wissenschaftliche und politische Diskurse zur sozial-ökologischen Transformation, einschließlich der Geschichte der nachhaltigen Entwicklung auf lokaler und globaler Ebene sowie der Fachtermini im Kontext Klimawandel, Klimaanpassungen und Nachhaltigkeitsmanagement

Vorstellung von aktuellen Forschungs- und Entwicklungsprojekten aus Wissenschaft, Verwaltung und Wirtschaft, die an der FH Dortmund oder anderen Standorten mit Bezügen zu gesellschaftlichen Transformationsprozessen durchgeführt werden

Modelle und Systematisierungen für Kompetenzen und psychische Ressourcen, die gesellschaftliche Transformationen im Kontext einer nachhaltigen Entwicklung unterstützen.

Lehrformen

Lehrvortrag, Diskussion, Textarbeit, Gruppenarbeit, Präsentationen, Protokolle, Recherchen, kritische Reflexion, Exkursionen

Teilnahmevoraussetzungen

keine

Prüfungsformen

keine

Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten

Voraussetzung für die Vergabe von Kreditpunkten ist die regelmäßige Anwesenheit und eine aktive Teilnahme. Eine Teilnahme an mind. 80 % der Präsenztermine sowie die aktive Mitarbeit im Seminar wird vorausgesetzt. Die Anwesenheit ist erforderlich, da die Lernziele (z. B. diskursive/praktische Kompetenzen) nur in synchroner Interaktion/Übungssituation erreicht werden können. Von der formulierten Anwesenheitspflicht kann in Einzelfällen abgesehen werden (z.B. im Falle von Krankheit, Betreuungs- oder Pflegeverpflichtungen, Fällen besonderer Härte). Dies ist mit der jeweiligen Seminarleitung abzusprechen. Die aktive Teilnahme (SL) ist nachzuweisen über Gruppenpräsentationen (2 – 4 Personen) von Ergebnissen aus den Lehrinhalten im Umfang von 30 Min oder alternativ durch ein Essay in Einzelarbeit mit 3-5 Seiten Umfang.

Verwendbarkeit des Moduls (in anderen Studiengängen)

MA Soziale Nachhaltigkeit und Demografischer Wandel

Stellenwert der Note für die Endnote

4,55%

Literatur

Heintel, P. & Krainz, E. (2015). Projektmanagement. Hierarchiekrise, Systemabwehr, Komplexitätsbewältigung. 6. Aufl. Wiesbaden: Gabler Springer.

Hunecke, M. (2025). Vom Wissen zum Handeln - Psychische Ressourcen für BNE und sozial-ökologische Transformationen. In A. Carrapatoso, S. Kenner C. Bergmüller, N. Inkermann V. Reinhard, (Hrsg.), Handbuch Bildung für nachhaltige Entwicklung. Frankfurt/M.: Wochenschau Verlag.

Neckel, S. (2018). Die Gesellschaft der Nachhaltigkeit. Soziologische Perspektiven. Umrisse eines Forschungsprogramms. Hamburger Institut für Sozialforschung. Hamburg: Soziopolis.

Schmohl, T. & Philipp, T. (Hrsg.) (2021). Handbuch Transdisziplinäre Didaktik. Bielefeld: transcript.

Theoretische Perspektiven auf Soziale Nachhaltigkeit
  • PF
  • 6 SWS
  • 9 ECTS

  • Nummer

    1

  • Sprache(n)

    de

  • Dauer (Semester)

    1

  • Kontaktzeit

    60 h

  • Selbststudium

    120 h


Lernergebnisse (learning outcomes)/Kompetenzen

Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen

Nach erfolgreicher Teilnahme an den Modulveranstaltungen sind die Studierenden in der Lage:

Wissen und Verstehen

  • die Krisenanfälligkeit und Veränderungen gesellschaftlicher Ordnung, wie z.B. die Krise des Sozialstaats, die zunehmende Digitalisierung, die Mediatisierung der Lebenswelt oder das Bedrohungspotential aus dem Klimawandel für Nationen, Menschheit und Individuen zu verstehen.

Erzeugung von Wissen

  • interdisziplinär unterschiedliche Perspektiven zur Diagnose gesellschaftlicher, gruppenbezogener (Milieus, Organisationen, soziale Lagen), individueller und globaler Krisenprozesse einzunehmen.
  • aus solchen Wahrnehmungen politisch-gesellschaftliche, ebenso wie personenbezogene Handlungsbedarfe abzuleiten
  • Interventions- sowie Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Kommunikation und Kooperation

  • sich in unterschiedlichen Sozialformen untereinander inhaltlich kontrovers abzustimmen und ein gemeinsames Ergebnis zu erarbeiten und zu präsentieren

Wissenschaftliches Selbstverständnis / Professionalität

auf der Basis der erarbeiteten Fach-, Methoden- und Sozialkompetenzen die Handlungsanforderungen in zukünftigen Berufsfeldern zu erfassen und adäquate Lösungen zu erarbeiten.

Inhalte

Zusammenhang zwischen Bevölkerungsstruktur und Sozialsystem; sozialpolitische Theorien und Ansätze; politische Herausforderungen und Handlungsbedarfe; Spannungsverhältnis zwischen Ökonomie und Politik; Alternativen jenseits der Wachstumsgesellschaft; ethische Fragen der Nachhaltigkeit und Gerechtigkeitstheorien; soziale Verantwortung; Partizipation als gesellschaftliche Ressource; Demokratieentwicklung; psychologische Voraussetzungen für nachhaltige Lebensstile, personen- und situationsfokussierte Strategien zur Förderung nachhaltigen Verhaltens.

Lehrformen

Lehrvortrag, Diskussion, Gruppenarbeit, Präsentation, Recherche, kritische Reflexion

Teilnahmevoraussetzungen

keine

Prüfungsformen

Modulprüfung: Schriftliche Ausarbeitung von ca. 12 Seiten Länge, in der die Studierenden zeigen, dass sie in der Lage sind, die gelernten Inhalte kritisch zu diskutieren und eigenständige Folgerungen bzw. Handlungsoptionen abzuleiten.

2 unbenotete Studienleistungen (SL) in zwei Veranstaltungen des Moduls:

semesterbegleitend ein mündlicher Diskussionsbeitrag oder Kurzreferat von bis zu 15 Min., 3-6 kurze Thesenpapiere mit jeweils drei bis fünf Thesen oder die Präsentation einer Gruppenleistung von etwa 5 Minuten pro Person.

Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten

Mit mindestens ausreichend (4,0) benotete Modulprüfung.

2 erbrachte unbenotete Studienleistungen in zwei Veranstaltungen des Moduls. Art und Umfang der unbewerteten Studienleistungen werden von der/dem jeweiligen Lehrenden in der Veranstaltungsbeschreibung bekannt gegeben.

Verwendbarkeit des Moduls (in anderen Studiengängen)

MA Soziale Nachhaltigkeit und Demografischer Wandel

Stellenwert der Note für die Endnote

6,8%

Literatur

Brand, U. & Wissen, M. (2022). Imperiale Lebensweise. Zur Ausbeutung von Mensch und Natur in Zeiten des globalen Kapitalismus. München: oekom.

Fischer, U. (2024). Soziale Nachhaltigkeit. OnCourse für die virtuelle Akademie Nachhaltigkeit der Universität Bremen. Veranstaltung ‚Der menschengemachte Klimawandel: Ursache, Effekte, Lösungswege‘. Kapitel 10 (o.S.).

Hunecke, M. (2022). Psychologie der Nachhaltigkeit. Vom Nachhaltigkeitsmarketing zur sozial-ökologischen Transformation. München: oekom.

Kluwick, U. & Zemanek, E. (Hrsg.) (2019). Nachhaltigkeit interdisziplinär. Konzepte, Diskurse, Praktiken, Wien Köln Weimar: utb

Rinderle, P. (2021). Grundlinien einer globalen Ethik. Gerechtigkeit, Politik und Kultur im 21. Jahrhundert. Berlin: Metzler, Springer Nature.

2. Studiensemester

Inter- und transdisziplinäre Wissensintegration
  • PF
  • 4 SWS
  • 6 ECTS

  • Nummer

    7

  • Sprache(n)

    de

  • Dauer (Semester)

    1

  • Kontaktzeit

    60 h

  • Selbststudium

    120 h


Lernergebnisse (learning outcomes)/Kompetenzen

Nach erfolgreicher Teilnahme an den Lehrveranstaltungen des Moduls haben die Studierenden folgende Fähigkeiten entwickelt:

Wissen und Verstehen

  • Sie können interdisziplinäre Formen des wissenschaftlichen Arbeitens verstehen und anwenden. Sie können Wissensbestände innerhalb der Sozialwissenschaften aufeinander beziehen und vernetzen.

Erzeugung von Wissen

  • Sie sind sie in der Lage, die Perspektivität der Ergebnisse aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen zu erkennen, zu bewerten und bei der Zusammenführung von Wissensbeständen zu berücksichtigen. Die Studierenden können Methoden und Verfahren praktisch anwenden, das Wissen aus unterschiedlichen akademischen Disziplinen zusammenführen.

Kommunikation und Kooperation

  • Die Studierenden können transdisziplinär arbeiten, d.h. sie können zum einen Wissensbestände aus unterschiedlichen akademischen Disziplinen aufeinander beziehen und gleichzeitig das Erfahrungswissen, die Ziele und Interessen verschiedener Akteure wie Bürger, Wirtschaftsvertreter sowie kommunaler und anderer politischer Entscheidungsträger im Prozess der Wissensgenerierung mit einbeziehen. Sie sind in der Lage die verschiedenen Sichtweisen und Anliegen zu explizieren, zu systematisieren und zu integrieren und damit für alle beteiligten Praxisakteuren nutz- und verwertbar zu machen.

Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität

Die Studierenden kennen eine andere wissenschaftliche Perspektive, Sprache und Praxis und vertiefen in diesem Kontrast damit ihr eigenes Selbstverständnis als Sozialwissenschaftler*in. Die Anwendung von Methoden der Wissensintegration erhöht die Professionalität der Studierenden bei einer Beteiligung an transdisziplinären Forschungs- und Umsetzungsprojekten zur Förderung gesellschaftlicher Transformationen.

Inhalte

Erkenntnistheoretische Grundlagen zur Genese und Bewertung wissenschaftlichen Wissens sowie die daraus resultierenden Konzeptionen zur inter- und transdisziplinären Wissensproduktion

Vermittlung von inter- und transdisziplinären Methoden der Wissensintegration zur Wissensaufbereitung und -bewertung, z.B. Szenariotechniken und die Delphi-Methode, sowie zur Vorausschau, Bewertung und Partizipation, z.B. durch Konstellationsanalysen und Bürgerkonferenzen.

Durch die Teilnahme an Lehrveranstaltungen zur interdisziplinären Reflexion sollen theoretische Perspektiven und methodische Zugänge anderer akademischer Disziplinen konkret erfahren und nachfolgend einer Reflexion zugänglich gemacht werden. Die Lehrveranstaltungen können an der FH Dortmund oder an weiteren Hochschulen der Ruhrallianz, in Fächern wie Architektur, Raumplanung, Informatik, Design oder Wirtschaftswissenschaften besucht werden, die nicht explizit den Sozial- oder Erziehungswissenschaften zuzuordnen sind. Ebenso ist eine Teilnahme an interdisziplinär angelegte Ringvorlesungen zu Themen gesellschaftlichen Transformationen, z.B. einer nachhaltigen Entwicklung, möglich.

Lehrformen

Lehrvortrag, Diskussion, Textarbeit, Gruppenarbeit, Präsentationen, Protokolle, Recherchen, kritische Reflexion

Teilnahmevoraussetzungen

keine

Prüfungsformen

Mündliche Prüfung von 30 Minuten Länge

Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten

Benotung der mündlichen Prüfung mit mindestens ausreichend (4,0).

Teilnahme an einer Lehrveranstaltung im Rahmen der „Interdisziplinären Reflexion“. Die Anwesenheit an mindestens 75 % der Sitzungen ist dabei verpflichtend (gem. §22 StgPO). Prüfungen müssen in den fachfremden Veranstaltungen der „interdisziplinären Reflexion“ nicht abgeleistet werden.

Ausnahmen

Im Fall von Krankheit oder anderen wichtigen, nachgewiesenen Gründen können Abweichungen von der Mindestpräsenz auf formlosen Antrag durch die verantwortliche Lehrperson genehmigt werden.

Rechtsfolgen

Wird die erforderliche Mindestpräsenz nicht erreicht und liegt kein anerkannter Ausnahmegrund vor, gilt die Teilnahmevoraussetzung für die Prüfungsleistung als nicht erbracht. Das Modul kann erst nach erneuter Teilnahme an der Lehrveranstaltung abgeschlossen werden.

Verwendbarkeit des Moduls (in anderen Studiengängen)

MA Soziale Nachhaltigkeit und Demografischer Wandel

Stellenwert der Note für die Endnote

4,55%

Literatur

Bergmann, M., Jahn, T., Knobloch, Krohn, W. Pohl, C & Schramm, E. (2010). Methoden transdisziplinärer Forschung – Ein Überblick mit Anwendungsbeispielen. Frankfurt a.M.: Campus.

Krohn, W., Grunwald, A. & Ukowitz, M. (2017). Transdisziplinäre Forschung revisited. Erkenntnisinteresse, Forschungsgegenstände, Wissensform und Methodologie. GAIA, 26,4, 341-347.

Niederberger, M. & Wassermann, S. (Hrsg.) (2015). Methoden der Experten- und Stakeholdereinbindung in der sozialwissenschaftlichen Forschung. Wiesbaden: Springer.

Philipp, T. & Schmohl, T. (Ed.) (2023). Handbook transdisciplinary learning. Bielefeld: Transcript.

Internationale Aspekte der Nachhaltigkeit
  • PF
  • 4 SWS
  • 6 ECTS

  • Nummer

    6

  • Sprache(n)

    de

  • Dauer (Semester)

    1

  • Kontaktzeit

    60 h

  • Selbststudium

    120 h


Lernergebnisse (learning outcomes)/Kompetenzen

Nach erfolgreicher Teilnahme an den Lehrveranstaltungen des Moduls haben die Studierenden folgende Fähigkeiten entwickelt:

Wissen und Verstehen

  • Sie kennen grundlegende globale Entwicklungen und deren Folgen für die heterogenen Akteure aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft. Sie sind in der Lage, globale Transformationsprozesse, insbesondere im Kontext hegemonialer Machtasymmetrien, einzuordnen und kritisch zu reflektieren.

Erzeugung von Wissen

  • Die Studierenden kennen einschlägige Konzepte und Ansätze der Transformationsforschung und können diese exemplarisch im Kontext der Sustainable Development Goals der United Nations (SDGs) anwenden und kritisch diskutieren.

Kommunikation und Kooperation

  • Studierende sind in der Lage, erworbenes Wissen mit Akteuren aus Ländern des „Globalen Südens“ abzugleichen und neue Standpunkte für die eigene akademische Profilbildung zu entwickeln. Sie sind in der Lage, weiterführende Forschungsfragen zu entwickeln und bestehende Konzepte kritisch zu hinterfragen.

Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität

Studierende verfügen über einschlägige Kontakte zu Akteuren aus den Ländern des „Globalen Südens“ und können diese für weitergehende Kooperationen nutzen und ausbauen und dabei ihr professionelles Selbstverständnis vertiefen.

Inhalte

Das Modul vermittelt fundierte empirische Befunde und theoretische Perspektiven zu globalen Fragestellungen entlang der Sustainable Development Goals der United Nations und globaler Transformationsprozesse.

  • Welche Folgen hat Globalisierung für mikro-, meso- und makropolitische Akteure in supranationalen Zusammenhängen?
  • Welche globalen Mechanismen bedingen und fördern hegemoniale Machtasymmetrien zwischen den Ländern des „Globalen Nordens“ und „Globalen Südens“?
  • Welche Handlungsoptionen haben die handelnden Akteure aus Politik, Wissenschaft, Ökonomie und (Zivil-)Gesellschaft mit den Problemlagen der Globalisierung (Armut, Flucht, Geschlechterungleichheiten, Kindheit, soziale Ungleichheiten etc.) umzugehen und welche alternativen Konzepte und Ansätze werden aktuell diskutiert?
Welchen Einfluss haben postkoloniale Strukturen bis heute auf die Länder des „Globalen Südens“ und welche Konsequenzen lassen sich hieraus für Ansätze gesellschaftlicher Transformation zu ziehen?

Lehrformen

Lehrvortrag, Diskussion, Referat, Gruppenarbeit, Einzelarbeit, Übung, Textarbeit, Recherche, Fallbeispielanalyse

Teilnahmevoraussetzungen

keine

Prüfungsformen

Die Modulprüfung findet in Form einer Hausarbeit statt (Umfang 30.000 Zeichen incl. Leerzeilen).

1 SL in einer der beiden Lehrveranstaltungen des Moduls in Form eines 15-minütigen Referats, eines Stundenprotokolls im Umfang von 2 Seiten oder eines Exzerpts im Umfang von 2 Seiten zu den einschlägigen Inhalten des Seminars. Die Auswahl der SL wird von dem jeweiligen Lehrenden am Anfang des Semesters spezifiziert.

Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten

Bestehen einer unbenoteten SL.

Bewertung der benoteten Hausarbeit mit mindestens ausreichend (4,0).

Verwendbarkeit des Moduls (in anderen Studiengängen)

MA Soziale Nachhaltigkeit und demografischer Wandel

Stellenwert der Note für die Endnote

4,55%

Literatur

Brand, U. & Wissen, M. (2017). Imperiale Lebensweise. Zur Ausbeutung von Mensch und Natur im globalen Kapitalismus. München: Oekom.

Dörre, K., Rosa, H., Becker, K., Bose, S. & Seyd, B. (2019). (Hrsg). Große Transformation? Zur Zukunft moderner Gesellschaften. Wiesbaden: Springer VS.

Schmelzer, M. & Vetter, A. (2021). Degrowth/Postwachstum. Zur Einführung. Hamburg: JUNIUS.

Soziale und technische Innovationen
  • PF
  • 4 SWS
  • 6 ECTS

  • Nummer

    5

  • Sprache(n)

    de

  • Dauer (Semester)

    1

  • Kontaktzeit

    60 h

  • Selbststudium

    120 h


Lernergebnisse (learning outcomes)/Kompetenzen

Nach erfolgreicher Teilnahme an den Lehrveranstaltungen des Moduls haben die Studierenden folgende Fähigkeiten und Fertigkeiten entwickelt:

Wissen und Verstehen

  • Sie können soziale und technische Innovationen in ihren gesellschaftlichen Auswirkungen und in ihrer Bedeutung für Transformationen einordnen und kritisch reflektieren. Sie kennen interdisziplinäre Ansätze zur Dynamik von Innovation und Technologie sowie zu Akzeptanz und Partizipation bei deren Entwicklung und Gestaltung.

Erzeugung von Wissen

  • Sie sind in der Lage, Ideen für soziale und technische Innovationen in exemplarischen Handlungsfeldern zu entwickeln und mögliche kritische Auswirkungen zu benennen. Sie können beteiligungsorientierte Verfahren bei Innovations- und Technikgestaltung konzipieren sowie weiterführende Forschungsfragen formulieren

Kommunikation und Kooperation

  • Sie können auf fachlicher Ebene mit Akteuren anderer Disziplinen bei der Entwicklung und Gestaltung von sozialen und technischen Innovationen zusammenarbeiten. Sie können unterschiedliche disziplinäre Perspektiven und Sichtweisen einschätzen und diese in der Kooperation konstruktiv integrieren.

Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität

Sie profilieren ihr akademisches und berufliches Selbstverständnis, indem sie einen sozialorientierten Zugang zum Themenfeld Innovation und Technologie entwickeln und diesen (sozial)wissenschaftlich und methodisch begründen können.

Inhalte

Das Modul vermittelt grundlegende Kenntnisse der sozialwissenschaftlichen Innovations- und Technikforschung und stellt diese in den Kontext gesellschaftlicher Transformationsprozesse. Erörtert werden empirische Befunde, Theorien und Fallbeispiele zu folgenden Schwerpunkten:

  • Innovationsbegriffe und -ansätze aus interdisziplinärer Perspektive; soziale Innovationen; Innovation und Nachhaltigkeit; Ansätze und Methoden zu Akzeptanz und Partizipation
Technologiebegriffe und -ansätze; Technik und soziale Transformation; Technikfolgenabschätzung und Technikgenese; Risiko und Kontrolle; partizipative Technikgestaltung

Lehrformen

Lehrvortrag, Diskussion, Referat, Gruppenarbeit, Einzelarbeit, Textarbeit, Recherche, Fallbeispielanalyse, Reallabor

Teilnahmevoraussetzungen

keine

Prüfungsformen

Die Modulprüfung wird durch eine 30min mündliche Prüfung mit Thesenpapier oder durch eine 2st. Klausur abgelegt. Die Prüfungsform wird durch die Lehrenden einheitlich für alle Seminare des Moduls zu Beginn der Vorlesungszeit festgelegt.

Die mündliche Prüfung umfasst einen Schwerpunktteil (75 Prozent) zu einem selbst gewählten Thema aus einem Seminar des Moduls und einen vorgegebenen seminarübergreifenden Grundlagenteil (25 Prozent).

Die Klausur umfasst einen vorgegebenen Schwerpunktteil (75 Prozent) aus einem Seminar des Moduls und einen vorgegebenen seminarübergreifenden Grundlagenteil (25 Prozent).

Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten

Bestandene Modulprüfung; Vorliegen eines unbenoteten Thesenpapieres zum Schwerpunktteil bei mündlicher Prüfung.

Verwendbarkeit des Moduls (in anderen Studiengängen)

MA Soziale Nachhaltigkeit und Demografischer Wandel

Stellenwert der Note für die Endnote

4,55%

Literatur

Häußling, R. (2019). Techniksoziologie. Opladen/Toronto: Barbara Budrich.

Howaldt, J., Kreibich, M., Streicher, J., Thiem, C. (Hrsg.) (2022). Zukunft gestalten mit Sozialen Innovationen. Neue Herausforderungen für Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. Frankfurt/New York: Campus.

3. Studiensemester

Governance von Prozessen gesellschaftlicher Transformation und sozialer Nachhaltigkeit
  • PF
  • 4 SWS
  • 6 ECTS

  • Nummer

    9

  • Sprache(n)

    de

  • Dauer (Semester)

    1

  • Kontaktzeit

    60 h

  • Selbststudium

    120 h


Lernergebnisse (learning outcomes)/Kompetenzen

Nach erfolgreicher Teilnahme an den Veranstaltungen des Moduls haben die Studierenden folgende Fähigkeiten entwickelt:

Wissen und Verstehen

  • Die Studierenden kennen grundlegende Theorien zur Governance von Prozessen gesellschaftlicher Transformation und sozialer Nachhaltigkeit. Sie haben grundlegendes Wissen zur Organisation internationaler Politik und theoretisches Grundwissen zum Umgang mit internationalen Konflikten.

Erzeugung von Wissen

  • Sie haben und praktische Analysekompetenz in ausgesuchten, internationalen Politikfeldern erworben.

Kommunikation und Kooperation

  • Sie haben politische Handlungskompetenz zur gesellschaftlichen Gestaltung erlangt und können Möglichkeiten und Grenzen politischen Handelns erkennen. Sie können ihr Handeln im Rahmen demokratischer Rechtsstaaten reflektieren und kennen den Umgang mit Gegnern demokratischer Handlungsmodelle.

Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität

Auf der Basis können sie ihre sachbezogenen Gestaltungs- und Entscheidungsfreiheiten autonom nutzen und unter Anleitung weiterentwickeln.

Inhalte

Im Modul geht es um die politische Umsetzung und Gestaltung von Prozessen gesellschaftlicher Transformation und sozialer Nachhaltigkeit. Wie können Ideen umgesetzt werden? Welche Akteure haben welche Optionen? Welche Erfahrungen liegen dazu vor? Welche Probleme tauchen dabei auf und welche Ideen gibt es zu deren Überwindung? Konkrete Inhalte werden sein:

  • Kann Transformation demokratisch gestaltet werden?
  • Welche politischen Konflikte tauchen auf? Welche Theorien erklären diese Konflikte und welche Modelle zur Lösung dieser Konflikte gibt es?
  • Politische Steuerung von Transformationsprozessen auf internationaler, nationaler und kommunaler Ebene
  • Wie können gesellschaftliche Veränderungen durch politisches Handeln erreicht werden?
  • Soziale Bewegung als Motor von Transformation und Nachhaltigkeit
  • Europapolitik - Grundlagen, Chancen, Grenzen, Visionen
  • Kontextbedingungen: Internationale Konfliktforschung - Modelle, Theorien, Erklärungen
  • Policyforschungen zu Themen des Studiengangs

Lehrformen

Lehrvortrag, Exkursionen, Diskussion, Referat, Gruppenarbeit, Einzelarbeit, Übung, Textarbeit, Recherche, Fallbeispielanalyse

Teilnahmevoraussetzungen

keine

Prüfungsformen

Die Modulprüfung wird als Performanzprüfung gestaltet, in der angewandtes wissenschaftliches Argumentieren in Kleingruppen zu ausgesuchten Konfliktfeldern im Umfang von 30 Minuten mündlich geprüft wird.

1 unbenotete SL in einer der beiden Lehrveranstaltungen des Moduls, z.B. eine Konfliktskizze passend zum Seminar, eine wissenschaftliche Argumentation zu einem Konfliktfeld, eine Gegenüberstellung von Argumenten zu einem Konfliktfeld. Die SL kann mündlich als Kurzreferat von maximal 8 Minuten oder schriftlich im Umfang von zwei Seiten geleistet werden

Art und Umfang der unbewerteten Studienleistung (SL) werden von der/dem jeweiligen Lehrenden in der Veranstaltungsbeschreibung bekannt gegeben.

Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten

Bewertung der Modulprüfung mit mindestens ausreichend (4,0)

Bestehen einer unbenoteten SL aus einer der beiden Lehrveranstaltungen.

Verwendbarkeit des Moduls (in anderen Studiengängen)

MA Soziale Nachhaltigkeit und demografischer Wandel

Stellenwert der Note für die Endnote

4,55%

Literatur

Borstel, D. & Fischer, U. (2018). Politisches Grundwissen für die Soziale Arbeit. Stuttgart: Kohlhammer Verlag.

Münkler, H. (2023). Welt in Aufruhr. Die Ordnung der Mächte im 21. Jahrhundert. Berlin: Rowohlt.

Schneidewind, U. (2018). Die Große Transformation. Eine Einführung in die Kunst gesellschaftlichen Wandels. Frankfurt: Fischer.

Nachhaltige Gerechtigkeit in gesellschaftlichem Pluralismus
  • PF
  • 4 SWS
  • 6 ECTS

  • Nummer

    8

  • Sprache(n)

    de

  • Dauer (Semester)

    1

  • Kontaktzeit

    60 h

  • Selbststudium

    120 h


Lernergebnisse (learning outcomes)/Kompetenzen

Nach erfolgreicher Teilnahme an den Modulveranstaltungen sind die Studierenden in der Lage:

Wissen und Verstehen

  • zu verstehen, dass die in sozialer Nachhaltigkeit verfolgten Gerechtigkeitsziele im Zuge gesellschaftlicher Transformationen durch einen irreduziblen gesellschaftlichen Pluralismus an Lebensweisen und Werten konfligieren können und ein ethisch verantwortlicher Umgang mit diesen Konflikten nötig ist.

Erzeugung von Wissen

  • basierend auf diesem Verständnis ihr Wissen eigenständig zu vertiefen und derartige Konflikte anhand von Konzepten aus der Ethik und politischen Philosophie zu analysieren und Lösungsmöglichkeiten kritisch zu bewerten.

Kommunikation und Kooperation

  • sich in unterschiedlichen, pluralistisch verfassten Sozialformen untereinander reflektiert argumentierend auszutauschen und trotz bleibender inhaltlicher Differenzen gemeinsam vertretbare Lösungen zu erarbeiten und zu präsentieren.

Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität

ihr berufliches Handeln in Bezug auf gesellschaftliche erwartbare Konflikte kritisch zu reflektieren und lösungsorientiert weiterzuentwickeln.

Inhalte

In den Veranstaltungen des Moduls werden die ethischen sowie politikphilosophischen Grundlagen und Implikationen eines irreduziblen gesellschaftlichen Pluralismus in modernen, liberalen Gesellschaften für sozial nachhaltige und gerechte gesellschaftliche Transformationen sowie die einschlägigen ethischen und politikphilosophischen Konzepte für verantwortungsvolle Lösungen derartiger Konflikte erörtert, z.B. Konsens, Kompromiss, modus vivendi, Toleranz. Die allgemeine Erörterung wird anhand einzelner Felder und Herausforderungen gesellschaftlicher Transformationen anwendungsbezogen konkretisiert und exemplarisch diskutiert, z.B. mit Blick auf Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI), demografischen Wandel, Gesundheitsversorgung und Human Enhancement, Migration, Inklusion und Diversität.

Lehrformen

Lehrvortrag, Diskussion, Gruppenarbeit, Präsentationen, kritische Reflexion

Teilnahmevoraussetzungen

keine

Prüfungsformen

Portfolio, bestehend aus einer insgesamt ca. 8-seitigen schriftlichen Auseinandersetzung (oder alternativ, nach Absprache mit dem/r Prüfenden, anderen von Umfang vergleichbaren mediale Formen, z.B. kommentierten Videos, Podcasts, Entwürfen für Workshops in der Praxis u.a.), in der die Studierenden zeigen, dass sie ein selbst gewähltes gesellschaftliches Beispiel für eine pluralistische Herausforderung auf Basis der Seminarinhalte zum einen zutreffend darstellen und analysieren und zum anderen eine auf eine sozial nachhaltige Lösung zielende Auseinandersetzung mit dieser Herausforderung unter Rückgriff auf die in den Seminaren thematisierten normativen Konzepte für verantwortungsvolle Lösungen führen können.

1 SL in einer der beiden Lehrveranstaltungen des Moduls:

ein Kurzreferat von 10 Min. mit anschließender Moderation der gemeinsamen Diskussion, die Erarbeitung von Seminarinhalten in Kleingruppenarbeit innerhalb der Veranstaltung mit anschließender Kurzvorstellung (15 Minuten), ein Thesenpapier im Umfang von ca. 2 Seiten oder eine Posterpräsentation (15 Minuten).

Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten

Mit mindestens ausreichend (4,0) benotetes Portfolio.

1 bestandene Studienleistung (SL). Art und Umfang der unbewerteten Studienleistung (SL) werden von der/dem jeweiligen Lehrenden in der Veranstaltungsbeschreibung bekannt gegeben.

Verwendbarkeit des Moduls (in anderen Studiengängen)

MA Soziale Nachhaltigkeit und Demografischer Wandel

Stellenwert der Note für die Endnote

4,55%

Literatur

Christman, J. (2020). Autonomy in Moral and Political Philosophy. In: The Stanford Encyclopedia of Philosophy, Edward N. Zalta, Herbst 2020. Metaphysics Research Lab, Stanford University. https://plato.stanford.edu/archives/fall2020/entries/autonomy-moral/.

Goppel, A., Corinna Mieth, C., & Neuhäuser, C. (Hrsg.) (2016). Handbuch Gerechtigkeit. Stuttgart: J.B. Metzler. https://doi.org/10.1007/978-3-476-05345-9.

Wolff, J. (20234). An introduction to political philosophy. Oxford: Oxford University Press

Soziale Ökologie
  • PF
  • 4 SWS
  • 6 ECTS

  • Nummer

    10

  • Sprache(n)

    de

  • Dauer (Semester)

    1

  • Kontaktzeit

    60 h

  • Selbststudium

    120 h


Lernergebnisse (learning outcomes)/Kompetenzen

Die Studierenden haben nach Abschluss des Moduls folgende Fähigkeiten entwickelt:

Wissen und Verstehen

  • Sie kennen aktuelle Gegenwartsdiagnosen zum Zustand globaler Ökosysteme und zu Mensch-Natur-Verhältnissen aus sozialwissenschaftlicher und psychologischer Perspektive und nachhaltigkeits- und transformationsorientierte Konzepte hin zu biokreislaufbasierten Gesellschaften (z.B. im Bereich des Wirtschaftens, der Energie, der Mobilität, der Ernährung, des Konsums und des Wohnens) und zu alternativen Praxis- und Lebensformen. Sie verstehen komplexe parallele und widersprüchliche Prozesse und gesellschaftliche Spannungsfelder (Interessenkonflikte, Krisen, soziale Ungleichheit und Habitusmuster, mediale und gruppenspezifische Aufmerksamkeitsökonomien etc.).

Erzeugung von Wissen

  • Sie können diese Erkenntnisse auf unterschiedliche professionelle Kontexte übertragen und mögliche nicht-intendierte und konterintuitive Folgen kritisch reflektieren.

Kommunikation und Kooperation

  • Sie können Prozesse nachhaltigen und transformativen Denkens und Handelns in verschiedenen professionellen Handlungsfeldern konzipieren, anwenden, kommunizieren und dadurch fördern und etablieren.

Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität

Durch ihre Beschäftigung mit Transformationserfordernissen und ihren möglichen Nebenfolgen können sie erwartbare ebenso wie dynamische Auswirkungen antizipieren und von vornherein konstruktiv in Gestaltungs- und Handlungsfeldern einbringen.

Inhalte

In den Veranstaltungen werden interdisziplinäre theoretische Ansätze, Diskurse und empirische Befunde zu gesellschaftlichen Gegenwartsdiagnosen, Konfliktlinien, Zukunftsentwürfen ebenso wie Ansätzen alternativer Praxis- und Lebensformen erörtert und bearbeitet:

  • Aktueller Weltzustandsbericht im Hinblick auf Klimawandel, Umwelt- und Artenschutz sowie Diagnosen gesellschaftlicher Naturverhältnisse (IPCC, Club of Rome, um- und mitweltsoziologische Ansätze etc.)
  • System- und Interessenskonflikte, multiple Krisenszenarien sowie gesellschaftliche Widerstände (Wirtschafts- und Gesellschaftssystem, Kriege und andere Krisen, soziale Ungleichheit, Prozesse wie Digitalisierung und autoritäre Revolten etc.)
  • Theoretische und empirische Ansätze für eine nachhaltige/transformative Gesellschaft (national und global) (Ansätze sozial-ökologischer Transformationen, Earth4all- oder des Gemeinwohls und Postwachstumsgesellschaften etc.)

Lehrformen

Lehrvortrag, Gruppenarbeit, Präsentation, Diskussion, kritische Reflexion

Teilnahmevoraussetzungen

keine

Prüfungsformen

Klausur: In der zweistündigen Klausur wird geprüft, inwiefern die Studierenden Gegenwartsdiagnosen über die Zustände globaler Ökosysteme sowie die damit zusammenhängenden sozial-ökologischen Herausforderungen von gesellschaftlichen Transformationsprozessen in Anbetracht vielfältiger Spannungs- und Konfliktlinien verstanden haben und in der Lage sind, diese kritisch zu beleuchten und Lösungsansätze zu formulieren.

Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten

Bestandene Modulprüfung mit mindestens ausreichend (4,0).

Verwendbarkeit des Moduls (in anderen Studiengängen)

MA Soziale Nachhaltigkeit und Demografischer Wandel

Stellenwert der Note für die Endnote

4,55%

Literatur

Brand, U. & Wissen, M. (2024). Kapitalismus am Limit. Öko-imperiale Spannungen, umkämpfte Krisenpolitik und solidarische Perspektiven. München: oekom.

The Club of Rome/Wuppertaler Institut (2024). Earth for All Deutschland. Ein Survivalguide für unseren Planeten. Der neue Bericht an den Club of Rome, 50 Jahre nach „Die Grenzen des Wachstums“. München: oekom.

Hunecke, M. (2022). Psychologie und Klimakrise: Psychologische Erkenntnisse zum klimabezogenen Verhalten und Erleben. Heidelberg: Springer.

Schroer, M. (2022). Geosoziologie. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.

SONA – Netzwerk Soziologie der Nachhaltigkeit (2021). Soziologie der Nachhaltigkeit. Bielefeld: transcript.

Sonnberger, M./Bleicher, A./Groß, M. (Hrsg.) (2024). Handbuch Umweltsoziologie. 2. Aufl. Wiesbaden: Springer VS.

Studienabschluss
  • PF
  • 4 SWS
  • 30 ECTS

  • Nummer

    12

  • Sprache(n)

    de

  • Dauer (Semester)

    1

  • Kontaktzeit

    0 h

  • Selbststudium

    900 h


Lernergebnisse (learning outcomes)/Kompetenzen

Nach erfolgreichem Abschluss des Moduls haben die Studierende folgende Fähigkeiten entwickelt:

Wissen und Verstehen

  • Theorien sowie empirische Studien zu rezipieren, zu interpretieren und kritisch zu bewerten.

Erzeugung von Wissen

  • Sie verfügen über Kompetenzen, eine Themenstellung auf der Grundlage wissenschaftlicher Methoden selbstständig zu bearbeiten und die Ergebnisse kritisch zu interpretieren.

Kommunikation und Kooperation

  • Damit können sie am theoretischen, methodischen und praxisbezogenen Diskurs innerhalb der Sozialwissenschaften teilnehmen. Studierende, die das Kolloquium erfolgreich bestanden haben, verfügen über die Kompetenz, ihre Themenstellung im wissenschaftlichen Diskurs eigenständig darzustellen, ihre nach wissenschaftlichen Standards entwickelten Thesen und Ergebnisse vor einem Fachpublikum zu verteidigen und sich kritischen Fragen zu stellen.

Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität

Sie können ihr wissenschaftliches Vorgehen im Hinblick auf die berufliche Praxis nutzen und in ihr professionelles Selbstbild aufnehmen, um Entscheidungen sowohl in akademischen als auch in nicht-akademischen Handlungsfeldern verantwortungsethisch zu reflektieren.

Inhalte

Die Masterthesis bezieht sich inhaltlich auf Themenfelder der Soziale Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Transformationsprozesse. Der genaue Inhalt der Thesis ergibt sich aus den individuellen Themen- und Aufgabenstellungen, die individuell von den Studierenden mit Lehrenden am Fachbereich festgelegt und auch von diesen Lehrenden inhaltlich und methodisch betreut werden. Das Kolloquium bezieht sich inhaltlich auf die Masterarbeit, ihre fachlichen und methodischen Grundlagen, ihre fachübergreifenden Zusammenhänge, ihre außerfachlichen Bezüge sowie ihre Bedeutung für die Praxis.

Lehrformen

-

Teilnahmevoraussetzungen

Teilnahmevoraussetzung für die Thesis ist der erfolgreiche Abschluss der Module 1 bis 11.

Teilnahmevoraussetzung für das Kolloquium ist eine mit mindestens ausreichend (4,0) bewertete Thesis.

Prüfungsformen

Schriftliche Arbeit von ca. 80 Seiten & mündliche Prüfung von 30 Minuten Dauer.

Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten

Eine mit mindestens ausreichend (4,0) bewertete Thesis.

Ein mit mindestens ausreichend (4,0) bewertetes Kolloquium.

Verwendbarkeit des Moduls (in anderen Studiengängen)

MA Soziale Nachhaltigkeit und demografischer Wandel

Stellenwert der Note für die Endnote

25% (Masterthesis 20 % und Kolloquium 5%)

Literatur

Theisen, M. (2017). Wissenschaftliches Arbeiten: Erfolgreich bei Bachelor- und Masterarbeit. München: Vahle.

Studienprojekt
  • PF
  • 4 SWS
  • 24 ECTS

  • Nummer

    11

  • Sprache(n)

    de

  • Dauer (Semester)

    1

  • Kontaktzeit

    120 h

  • Selbststudium

    600 h


Lernergebnisse (learning outcomes)/Kompetenzen

Nach erfolgreicher Teilnahme an den Modulveranstaltungen sind die Studierenden in der Lage:

Wissen und Verstehen

  • Empirische Arbeiten zu rezipieren, zu interpretieren und kritisch zu bewerten.

Erzeugung von Wissen

  • Methoden und Verfahren qualitativer und quantitativer Sozialforschung anzuwenden.
  • ein empirisches Forschungsprojekt mit einer theoriebezogenen Fragestellung im Kontext des Studienganges (soziale Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Transformationen) eigenständig zu planen und durchzuführen

Kommunikation und Kooperation

  • ihr Forschungsdesign sowie die Forschungsergebnisse schriftlich und mündlich zu präsentieren.
  • zu kritischer Analyse und Beurteilung der Methodenanwendung in eigener und fremder Forschung.

Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität

Durch die Erfahrung des Forschungsprozesses entwickeln die Studierenden ihr berufliches Selbstbild weiter, indem wissenschaftliche Standards zur Orientierung ihres professionellen Handelns ausgebildet werden.

Inhalte

Methoden der quantitativen und qualitativen Sozialforschung: Erhebungs- und Messverfahren wie standardisierte Befragungen, qualitative Interviews, Beobachtungen und experimentelle Ansätze; Methoden der Datenaufbereitung und -auswertung wie Inhaltsanalysen, Objektive Hermeneutik, deskriptive Statistik und Inferenzstatistik.

Festlegung eines Projektthemas; Aufarbeitung des empirischen und theoretischen Forschungsstandes; Formulierung von Fragestellungen; Entwicklung eines quantitativen oder qualitativen Forschungsdesigns; Erhebung und Auswertung; Darstellung und Präsentation der Ergebnisse in schriftlicher und mündlicher Form.

Lehrformen

Einzel- und Gruppenarbeit; Präsentationen; Lehrvortrag; Recherche

Teilnahmevoraussetzungen

Der Projektbericht kann erst bewertet werden, wenn das Exposee erfolgreich mit mindestens ausreichend abgeschlossen wurde.

Prüfungsformen

Die Modulprüfung besteht aus 2 Teilprüfungen:

  1. Zum Abschluss des zweiten Semesters zeigen die Studierenden anhand eines schriftlichen Exposees von 8 Seiten Umfang, dass sie in der Lage sind, ein Forschungsdesign zu beschreiben.
  2. Zum Abschluss des dritten Semesters beweisen die Studierenden anhand eines schriftlichen Projektberichtes von ca. 20 Seiten Umfang, dass Sie die gewonnenen Erkenntnisse ihrer Forschung, den Erhebungs- sowie den Auswertungsprozess nachvollziehbar darlegen und ihre Ergebnisse mit dem Forschungsstand vergleichend diskutieren können.
Die Leistungspunkte werden zu 40% aus dem Exposee und zu 60 % aus dem Projektbericht zusammengesetzt.

Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten

Bewertung des Exposees mit mindestens ausreichend (4,0) sowie ein mit mindestens ausreichende bewerteter Projektbericht (4,0).

Verwendbarkeit des Moduls (in anderen Studiengängen)

MA Soziale Nachhaltigkeit und demografischer Wandel

Stellenwert der Note für die Endnote

25%

Literatur

Baur, N. & Blasius, J. (Hrsg.). (20192). Handbuch Methoden der empirischen Sozialforschung. Wiesbaden: Springer VS.

Döring, N. (2023). Forschungsmethoden und Evaluation in den Sozial- und Humanwissenschaften (6. Aufl.). Berlin: Springer VS.

Przyborski, Aglaja, Wohlrab-Sahr, Monika (20215). Qualitative Sozialforschung. Ein Arbeitsbuch. Berlin, Boston: De Gruyter Oldenbourg.

Schöneck, N. M. & Voß, W. (2013). Das Forschungsprojekt. Wiesbaden: Springer VS.

Wernet, Andreas (2009³). Einführung in die Interpretationstechnik der Objektiven Hermeneutik. Wiesbaden: Springer VS.

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