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Hochschulverbund

ruhrvalley geht Herausforderungen der Klimakrise an

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Auf der convention@ruhrvalley haben sich Akteur*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft im ruhrvalley getroffen, um über die aktuellen Schwerpunkte des Netzwerks zu sprechen: Smart City, Wasserstoff und Elektromobilität. Parallel an drei Standorten im ruhrvalley – in Dortmund, Bochum und Gelsenkirchen – haben sich die Teilnehmenden über jeweils eines der Themen intensiv ausgetauscht und dabei mehr über die aktuellen ruhrvalley-Projekte erfahren. 

Wie relevant diese Themen angesichts der weltweiten Herausforderung des Klimawandels sind, machte Prof. Dr. Manfred Fischedick, wissenschaftlicher Geschäftsführer des Wuppertal Instituts, in seiner Keynote deutlich. Längst besteht kein Zweifel mehr, dass der zunehmende Temperaturanstieg des Weltklimas menschengemacht ist. „Es ist an uns, jetzt schnell zu reagieren, um den Klimawandel in Grenzen zu halten“, appellierte Fischedick an die Teilnehmenden.

Vortrag von Prof. Dr. Manfred Fischedick.

Mit dem aktuellen Klimaschutzgesetzes hat sich Deutschland das Ziel gesetzt, bis 2045 Treibhausgasneutralität zu erreichen. Das heißt, es werden nur noch so viele Treibhausgase emittiert, wie auch durch die Einbindung von Kohlenstoff wieder abgebaut werden können. Auf dem Weg dahin gibt es kein einzelnes Königsinstrument. Stattdessen müssen alle bereits zur Verfügung stehenden Mittel genutzt werden, um die CO2-Emissionen erfolgreich zu senken. „In die Ferne zu blicken, zu wissen, was man erreichen will und es gemeinsam anzupacken: Das zeichnet das Ruhrgebiet aus“, so Fischedick über die Stärke der Metropole Ruhr.

Diese Stärke machen sich die mehr als 100 Partner aus Wissenschaft, Unternehmen und Gesellschaft im ruhrvalley zunutze. Gemeinsam arbeiten sie an technischen Lösungen, die die nachhaltige Entwicklung nicht nur im Ruhrgebiet, sondern in Metropolen weltweit erleichtern. Welche Lösungen das sind, davon konnten sich die Teilnehmer*innen der dritten convention@ruhrvalley vor Ort selbst ein Bild machen. Der Einblick in die aktuellen ruhrvalley-Projekte bildete einen passenden Ausgangspunkt, um die Themen Wasserstoff, Elektromobilität und Smart City gemeinsam weiter in die Zukunft zu denken.

Timon Sachweh

Lösungswege für die vernetzte Stadt

Eines stand für die Teilnehmenden der convention@ruhrvalley im User Innovation Center (UIC) des Instituts für die Digitalisierung von Arbeits- und Lebenswelten (IDiAL) der Fachhochschule Dortmund fest: Die Smart City der Zukunft bietet genug Raum, der vielfältig genutzt werden kann, sowie ausreichend Grünflächen, reduziert den Verkehr, soweit es geht und spart dabei so viel Energie wie möglich. Alles in allem besticht sie damit durch eine hohe Lebensqualität. Bei ihrem weiteren Austausch über das Schwerpunktthema Smart City konzentrierten sie sich vor allem auf zwei Aspekte: den Umgang mit Daten und Nachhaltigkeit. Welche Daten stehen zur Verfügung und wie können wir sie datenschutzkonform am besten nutzen? Dabei kann Technologie ein Enabler von Nachhaltigkeit sein, wenn etwa bestehende Infrastrukturen durch die Berücksichtigung von Daten noch effizienter genutzt werden können oder Energie dadurch eingespart werden kann.

Warum eigentlich Wasserstoff?

„Warum eigentlich Wasserstoff?“ Das fragten sich die Teilnehmenden am Standort Gelsenkirchen. Dass Wasserstoff einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende leisten kann, darüber waren sich alle einig. Sie nutzten das Event, um sich über die Bedeutung, Herausforderungen und den Lösungsbeitrag von H2-Systemlösungen für die Energiewende auszutauschen. Ein Fokus lag dabei auf der Frage, welche Rolle Wasserstoff in einer klimaneutralen Wirtschaft spielen kann und muss. Dabei beleuchteten die Teilnehmenden unterschiedliche Aspekte: Wie kann eine dezentrale, kleinskalige Wasserstofferzeugung und -nutzung zu diesem Ziel beitragen? Oder wie können wir die Erzeugung von Wasserstoff effizienter gestalten, um seine Vorteile besser ausnutzen zu können?

Dr.-Ing. Sebastian Finke

Die Energiewende im Verkehr gestalten

In Bochum, am Institut für Elektromobilität der Hochschule Bochum, drehte sich der Tag rund um das Thema Elektromobilität. Unter dem Motto „Die Energiewende im Verkehr gestalten“ wurde angeregt über Möglichkeiten diskutiert, die CO2-Emissionen im Verkehr zu senken. Im Fokus stand dabei etwa die Frage, welche und wie intelligente Mobilitätskonzepte für den urbanen Raum dazu beitragen können. Welche Speicher- und Systemlösungen im Güter- und Nutzfahrzeugsektor werden wir in Zukunft brauchen? Und wie sieht etwa das kleinstmögliche Fahrzeug für die Logistik in Innenstädten der Metropolregion Ruhr aus? Neben solchen Systemlösungen wurde aber auch die Einzelperson nicht vergessen. Einige der Teilnehmenden befassten sich mit der Frage, wie Arbeitgeber ihre Mitarbeitenden sinnvoll dabei unterstützen können, ihre Mobilität umweltschonend zu gestalten.

Gemeinsam in die Zukunft blicken

Viele Fragen, viele Ideen und viele neue Kontakte, um sie gemeinsam anzugehen. Zum Abschluss der convention@ruhrvalley 2021 trafen sich alle in der Kulturbrauerei in Herne, um beim gemeinsamen Grillen den Tag Revue passieren zu lassen. „Für das ruhrvalley-Netzwerk ist dieses Event eine gute Möglichkeit, um gemeinsam in die Zukunft zu blicken und sich mit der Transformation unseres Ruhrgebiets zu befassen. Gerade im Hinblick auf den andauernden Strukturwandel und das neue Klimaschutzgesetz ist es wichtiger denn je, neue Projekte und Lösungsansätze für die gesamte Region zu erarbeiten“, hob Dr. Frank Dudda, Oberbürgermeister der Stadt Herne, in seinem Ausblick hervor. Und damit sollte er Recht behalten: Mit vielen angeregten Diskussionen, neuen Ideen und dem Willen, gemeinsam etwas zu bewegen, haben die Teilnehmer*innen die convention@ruhrvalley 2021 zu einem spannenden Event mit vielen Anknüpfungspunkten in die Zukunft gemacht.

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