Die Fachhochschule Dortmund, die Hochschule Bochum und die Westfälische Hochschule in Gelsenkirchen, drei große Hochschulen für angewandte Wissenschaften in der Region, festigen ihre Kooperation als Hochschulallianz und eröffnen ihre gemeinsame Geschäftsstelle in Herne.
Die neuen Büroräume im geografischen Schnittpunkt der drei Hochschulregionen dienen als Dreh- und Angelpunkt der Zusammenarbeit sowie als Startschuss für das durch die Stiftung Mercator geförderte Kooperationsprojekt „Hochschulallianz ruhrvalley“. So soll die strategische Koordination der gemeinsamen Initiativen gestärkt und gefördert, der Bekanntheitsgrad der Hochschulpartnerschaft gesteigert sowie der Strukturwandel durch
Wissenschaft und Wirtschaft für die Menschen in der Region sichtbar gemacht werden.
Die zentral gelegenen Räume geben zudem örtlichen Unternehmen die Möglichkeit, schnell und unkompliziert hochschulische Kooperationspartner zu finden. Außerdem dienen die fast 480 Quadratmeter Fläche als dynamischer „Working Space“, als Austauschplattform und Ideenschmiede.
Erste Eindrücke der Hochschulallianz ruhrvalley bietet ein 10-minütiger Kurzfilm (Öffnet in einem neuen Tab) , der am Donnerstag, 15. Juli, um 14 Uhr veröffentlicht wird. Er bildet das Herzstück der virtuellen Eröffnungsaktivitäten und ist auf der Videoplattform Youtube (Öffnet in einem neuen Tab) zu sehen: Mittels einer Reise durch das Ruhrgebiet werden die Entstehungsgeschichte und Bedeutung der gemeinsamen Geschäftsstelle für die Region beleuchtet.
Was motivierte die Leiter der Hochschulen zur Einrichtung der Geschäftsstelle?
Die Zusammenarbeit hat, erläutert der Bochumer Hochschulpräsident Prof. Dr. Jürgen Bock, eine lange Historie – angefangen 2005/06 mit Forschung im Bereich Energie über die Gründung der Ruhr Master School bis hin – seit fünf Jahren – zum gemeinsamen FH Impuls-Projekt, das den Namen „ruhrvalley“ bekannt gemacht hat. So entstand die Überlegung, mehr zu tun und –ähnlich wie die Universitäten der Region mit der Universitätsallianz – die Kooperation auszuweiten.
„Um so mit der Kompetenz und der langjährigen Erfahrung des Dreierverbunds noch mehr zu bewirken“, ergänzt Prof. Dr. Wilhelm Schwick, Rektor der Fachhochschule Dortmund.
Und das ist auch ein Motiv, aus dem heraus die Stiftung Mercator die Allianz unterstützt. „Wettbewerb ist in der Wissenschaft konstitutiv“, erläutert Dr. Wolfgang Rohe, Geschäftsführer der Stiftung. „Aber es ist auch notwendig, Kooperationen zu unterstützen.“ Es gehe am Ende darum, das Beste für die Ruhrregion zu erreichen.
Idee ist dabei unter anderem, für alle drei Hochschulen wichtige Arbeitsfelder, die „Synergiecluster“ Forschungsförderung, Internationalisierung und Wissenschaftliche Weiterbildung für die Region in Federführung jeweils einer der Hochschulen gemeinsam voranzutreiben. Dass die koordinierende Geschäftsstelle nicht am Campus einer der Hochschulen sitzt, sondern relativ nah an allen drei Standorten in Herne, nennt Prof, Dr. Bernd Kriegesmann, der Präsident der Westfälischen Hochschule, eine „kluge Entscheidung“, nicht zuletzt, weil die Stadt Herne bereit ist, die Hochschulallianz zu unterstützen. So erhofft sich Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda einen Entwicklungsschub für seine Stadt, „weil es Impulse in Zukunftsthemen geben wird.“