Numerus Clausus (NC) und Wartezeit (WZ)

In den zulassungsbeschränkten Bachelor-Studiengängen werden mehr Bewerber*innen erwartet als Studienplätze verfügbar sind. Für diese Studiengänge ist eine Bewerbung notwendig. Ein Studienplatz wird dann nach zwei Kriterien vergeben: Dem Numerus Clausus oder der Wartezeit.

Note

Studienplätze werden bei diesem Kriterium nach der Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung vergeben. Als Numerus Clausus (NC) wird die Note bezeichnet, mit der ein*e Bewerber*in noch einen Studienplatz erhalten hat. Er wird jedes Semester anhand der Noten der jeweiligen Bewerber*innen neu ermittelt. Bei Notengleichheit spielt für die Studienplatzvergabe auch die Wartezeit eine Rolle.

Wartezeit

Unter Wartezeit wird jedes halbe Jahr verstanden, das nach Erwerb der vollen Hochschulzugangsberechtigung verstreicht und in dem keine Einschreibung in einer deutschen Hochschule besteht. Auch die Wartezeit wird jedes Semester anhand der jeweiligen Bewerber*innen neu ermittelt. Bei gleicher Wartezeit spielt für die Studienplatzvergabe auch die Note eine Rolle.

Wie ist die Tabelle zu lesen?

Auswahlkriterium Note - Vergabeverfahren insgesamt für 80% der Studienplätze

Das Vorgehen
Es wird eine Rangliste der Durchschnittsnoten der jeweiligen Hochschulzugangsberechtigung ((Fach-)Abitur-Note) aller Bewerber*innen gebildet. Den ersten Studienplatz erhält die Person mit der besten Note, den zweiten die mit der zweitbesten Note usw., bis alle verfügbaren Plätze vergeben sind. Der Numerus Clausus ist die Note derjenigen Person, die den letzten Studienplatz erhalten hat.

Es kann vorkommen, dass es mehrere Personen mit der gleichen Durchschnittsnote um die letzten freien Studienplätze konkurrieren. Das nennt man "Ranggleichheit". Bei Ranggleichheit erhalten die Bewerber*innen einen Studienplatz, die die längste Wartezeit haben. Sollten Bewerber*innen die gleiche Note und die gleiche Anzahl an Wartesemestern haben, entscheidet der geleistete Dienst z. B. Wehrdienst, freiwilliges Ökologisches Jahr.

Die gesetzliche Grundlage
20 Prozent der Bewerber*innen müssen nach der Vergabeverordnung NRW §6 (3) in der Abiturbestenquote vergeben werden.
60 Prozent der Bewerber*innen kann die Hochschule nach einem eigenen Auswahlverfahren zulassen - Vergabeverordnung NRW §6 (4). Die Fachhochschule Dortmund vergibt diese Plätze ebenfalls nach der Note.

Auswahlkriterium Wartezeit - Vergabeverfahren für 20% der Studienplätze

Das Vorgehen
Es wird eine Rangliste nach Wartezeit (= Wartesemester) gebildet. Den ersten Studienplatz erhält die Person mit der längsten Wartezeit, den zweiten die mit der zweitlängsten Wartezeit usw., bis alle verfügbaren Plätze vergeben sind. In der Tabelle ist die Anzahl der Wartesemester zu sehen, die in der Rangliste als letztes zu einem Studienplatz geführt hat.
Sollten mehrere Personen mit der gleichen Wartezeit um die letzten Studienplätze konkurrieren, wird die Note als zweites Auswahlkriterium hinzugezogen. Sollte noch immer Ranggleichheit bestehen, entscheidet der geleistete Dienst z. B. Wehrdienst, freiwilliges Ökologisches Jahr.

Die gesetzliche Grundlage
20 Prozent der Bewerber*innen müssen nach der Vergabeverordnung NRW §6 (5) nach der Wartezeit vergeben werden.


Warum Sie sich nicht von den Werten abschrecken lassen sollten!

Numerus Clausus

Zum Zeitpunkt der Bewerbung ist der aktuelle NC noch unklar!
Der NC ergibt sich erst aus den Durchschnittsnoten der Studienbewerber*innen in dem jeweiligen Semester - er wird jedes Semester neu ermittelt. Ein Blick auf die NC-Werte der letzten Jahre kann eine grobe Orientierung geben, sollte Sie aber nicht von der Bewerbung für Ihren gewünschten Platz abhalten!

Wartezeit

Wartezeit verbessert nicht den Numerus Clausus!
Die Dauer der Wartezeit ist ein eigenständiges Kriterium bei der Vergabe von Studienplätzen: Diejenigen mit den meisten Wartesemestern bekommen dabei bevorzugt einen Studienplatz. Es ist daher ein Irrglaube, dass sich pro Wartesemester die Abi-Note um jeweils 0,1 Punkte verbessert!


Zusatz-Informationen für Bewerber*innen mit Fachhochschulreife

Schulischer Teil der Fachhochschulreife

Für Bewerber*innen, die mit ihrem Schulzeugnis nur den schulischen Teil der Fachhochschulreife vorweisen können, gilt allerdings folgendes:

Wurde der schulische Teil der Fachhochschulreife bis einschließlich 15. Juli 2009 erworben, beginnt die Wartezeitberechnung noch mit dem Datum des schulischen Teils der Fachhochschulreife, auch wenn danach noch der praktische Teil absolviert werden musste.

Für Bewerber*innen, die nach dem 15. Juli 2009 den schulischen Teil der Fachhochschulreife ablegen und anschließend mit dem praktischen Teil beginnen, zählen erst die Zeiten nach Absolvierung des praktischen Teils (Ausbildung oder Praktikum) als Wartezeit. Es gilt also in diesem Fall, dass die Wartezeit erst ab dem Datum, zu dem beide Teile der Fachhochschulreife - sowohl der schulische als auch der praktische Teil -  vorliegen, berechnet wird.