Numerus Clausus (NC) und Wartezeit (WZ)

Numerus Clausus (NC)
Der Begriff Numerus Clausus abgekürzt „NC“ steht für „beschränkte Zahl“ und ist ein Synonym für eine Zulassungsbeschränkung. Für jeden zulassungsbeschränkten Studiengang wird ein eigenes Vergabeverfahren durchgeführt. An der Fachhochschule Dortmund sind viele Studiengänge zulassungsbeschränkt, für sie ist eine Bewerbung notwendig.

Wartezeit
Unter Wartezeit wird jedes halbe Jahr verstanden, das nach Erwerb der vollen Hochschulzugangsberechtigung verstreicht und in dem keine Einschreibung in einer deutschen Hochschule besteht. Studienzeiten zählen nicht als Wartezeit!

Wie ist die Tabelle zu lesen?

1. Kriterium

Bei Note und Hochschuleigener Auswahl: Note/ NC
Es wird eine „Rangliste" aus allen Bewerbern gebildet - die beste Note zuerst. Einen Studienplatz erhalten diejenigen BewerberInnen, die oben in der Liste stehen, bis alle verfügbaren Studienplätze vergeben sind. In der Tabelle ist diejenige Note zu sehen, die als letzte in der Rangliste zu einem Studienplatz geführt hat.

Bei Wartezeit: Wartezeit
Es wird eine Rangliste nach Wartesemestern gebildet, wobei die Studieninteressierten mit der längsten Dauer einen Studienplatz erhalten. In der Tabelle ist die Anzahl der Wartesemester zu sehen, die in der Rangliste als letztes zu einem Studienplatz geführt hat.

2. Kriterium

Bei Note und Hochschuleigener Auswahl: Wartezeit
Wenn Bewerber*innen die gleiche Note haben und die Zahl der Studienplätze für diese gleichrangigen Studieninteressierten nicht ausreicht, wird das zweite Kriterium bei der Auswahl herangezogen. In der Tabelle ist die Anzahl der Wartesemester zu sehen, welche bei Ranggleichheit noch zu einer Zulassung geführt hat.
Sollte noch immer Ranggleichheit bestehen, entscheidet der geleistete Dienst (z.B. Wehrdienst, freiwilliges Ökologisches Jahr), nachrangig wird gelost.

Bei Wartezeit: Note/ NC
Bei gleichrangiger Wartezeit und weniger Studienplätzen als Bewerber*innen, wird die Note als zweites Auswahlkriterium hinzugezogen. Sollte noch immer Ranggleichheit bestehen, entscheidet der geleistete Dienst (z.B. Wehrdienst, freiwilliges Ökologisches Jahr), nachrangig wird gelost.


Warum Sie sich nicht vom "Numerus Clausus" abschrecken lassen sollten!

Bachelorstudiengänge

Der NC ergibt sich aus den Abiturdurchschnittsnoten der Studienbewerber*innen in dem jeweiligen Semester - er wird jedes Semester neu ermittelt. Zum Zeitpunkt der Bewerbung ist der aktuelle NC also noch unklar. Leider kann außer der Orientierung über die vergangenen Verfahren nichts Verlässliches über die Chancen ausgesagt werden.

Allerdings haben diese immer nur eine begrenzte Vorhersagekraft für zukünftige Verfahren und sollten Sie nicht von einer Bewerbung für Ihren gewünschten Studienplatz abhalten.

Warum gibt es den NC überhaupt?
In den zulassungsbeschränkten (NC-)Studiengängen werden mehr Bewerberinnen und Bewerber erwartet als Studienplätze verfügbar sind. Je mehr Interessenten einen Studiengang im Verhältnis zu den verfügbaren Plätzen studieren wollen, umso höher liegt der NC. Der Numerus Clausus setzt damit der starken Nachfrage nach beliebten Fächern ein Limit.

Die zur Verfügung stehenden Studienplätze werden zu 20% nach der Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung (Zeugnis der Fachhochschulreife oder Abitur), 20% nach Wartezeit und 60% nach der hochschuleigenen Auswahl vergeben. Die Hochschule bestimmt durch Satzung die für die hochschuleigene Auswahl geltenden Kriterien. Zurzeit ist das Kriterium für hochschuleigene Auswahl an der FH Dortmund die Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung, Änderungen sind jedoch möglich.


Masterstudiengänge

Da bei bestimmten Masterstudiengängen mehr Bewerberinnen und Bewerber erwartet werden, als Studienplätze verfügbar sind, sind diese zulassungsbeschränkt. Dies bedeutet, dass die Fachhochschule Dortmund die Studienplätze in diesen Mastern nur nach der Note des Prüfungszeugnisses über den ersten berufsqualifizierenden und fachlich einschlägigen Abschluss vergibt.

Und wie genau "hilft" die "Wartezeit" ?

Bachelorstudiengänge

Wartezeit verbessert nicht den Numerus Clausus!
Die Dauer der Wartezeit ist ein eigenständiges Kriterium bei der Vergabe von Studienplätzen: Diejenigen mit den meisten Wartesemestern bekommen dabei bevorzugt einen Studienplatz. Es ist daher ein Irrglaube, dass sich pro Wartesemester die Abi-Note um jeweils 0,1 Punkte verbessert!

Schulischer Teil der Fachhochschulreife
Für Bewerber*innen, die mit ihrem Schulzeugnis nur den schulischen Teil der Fachhochschulreife vorweisen können, gilt allerdings folgendes:

Wurde der schulische Teil der Fachhochschulreife bis einschließlich 15. Juli 2009 erworben, beginnt die Wartezeitberechnung noch mit dem Datum des schulischen Teils der Fachhochschulreife, auch wenn danach noch der praktische Teil absolviert werden musste.

Für Bewerber*innen, die nach dem 15. Juli 2009 den schulischen Teil der Fachhochschulreife ablegen und anschließend mit dem praktischen Teil beginnen, zählen erst die Zeiten nach Absolvierung des praktischen Teils (Ausbildung oder Praktikum) als Wartezeit. Es gilt also in diesem Fall, dass die Wartezeit erst ab dem Datum, zu dem beide Teile der Fachhochschulreife - sowohl der schulische als auch der praktische Teil -  vorliegen, berechnet wird.


Masterstudiengänge

Zulassungsbeschränkte Masterstudiengänge werden nur über die Note des Prüfungszeugnisses des ersten berufsqualifizierenden und fachlich einschlägigen Abschlusses vergeben und nicht nach der Wartezeit.



gedruckt am: 21.11.2018  02:45