Studienvertiefung Industrieelektronik und Sensorik

Aufbauend auf eine fundierte elektrotechnische Ausbildung, abgerundet durch Regelungstechnik und Signalverarbeitung, liefert die Vertiefung spezielles Fach- und Methodenwissen in Bezug auf die Entwicklung und den Test analoger und digitaler elektronischer Komponenten, Baugruppen und Systeme. Die Ingenieur*innen kennen insbesondere die Randbedingungen bei der Entwicklung von Sensorsystemen und sind in der Lage solche Systeme am industriellen Bedarf orientiert zu realisieren.

Dazu beherrschen die Absolvent*innen gleichermaßen die analoge und die digitale Schaltungstechnik sowie deren moderne Entwicklungsmethoden vom Front-End bis zum Back-End. Dabei werden industrierelevante Tool-Ketten für Simulation und Implementierung eingesetzt.

Der Erlangung von Software-Entwurfsmethoden als Schlüsselqualifikation wird viel Raum gegeben. Durch deren Anwendung auf Mikrocontrollern sind die Absolventen und Absolventinnen dann in der Lage, Software für Steuer- und Regelsysteme zu realisieren und die Anforderungen an ein Hardware-Software-Interface zu beurteilen und zu spezifizieren.

Mit zunehmender Komplexität und Interdisziplinarität technischer Systeme kommt den Arbeitsgebieten Test und Verifikation eine immer größere Bedeutung zu. Die Absolvent*innen kennen die relevante Messtechnik und können Testsysteme konfigurieren und programmieren. Die vermittelten Kenntnisse bzgl. Test- Software und -Hardware entsprechen dem industriellen Standard. Mit diesem Wissen gelingt es ihnen dann auch, bei der Entwicklung von Komponenten deren Testbarkeit sicherzustellen.

Der Bereich der diskreten Schaltungsentwicklung schließt den Entwurf von Leiterplatten mit ein. Dabei wird Wert auf die fertigungsgerechte Ausführung sowie die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) gelegt. Außerdem werden wichtige industrielle Anforderungen in Hinblick auf Zuverlässigkeit, Genauigkeit, Sicherheit und Lebensdauer berücksichtigt.

Die Vermittlung moderner, modellbasierter Entwicklungsmethoden fördert das Denken in Systemzusammenhängen. Die Absolvent*innen werden damit in die Lage versetzt, Modelle für Komponenten, Systeme und Teilsysteme aufzustellen und diese vor der Implementierung zu verifizieren.

Die zunehmende Miniaturisierung, z.B. bei Sensorknoten im Internet der Dinge, macht für viele elektronische Systeme die Implementierung als mikroelektronischer Schaltkreis notwendig. Die grundlegenden Entwurfsmethoden (analog und digital) dazu werden in der Vertiefung vermittelt. Durch die Europractice-Mitgliedschaft der Fachhochschule Dortmund ist gewährleistet, dass hier mit den modernsten Tools auf Industrieniveau gearbeitet werden kann und dass die Fertigung von Chips in studentische Projekte und Abschlussarbeiten mit einfließen kann.