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Roshad - vom engagierten Schüler zum RuhrTalent

Das Stipendium hilft ihm dabei, sich zu orientieren, Kontakte zu knüpfen oder Dinge kennenzulernen, auf die er allein nicht kommen würde.

Roshad ist das erste RuhrTalent, das im Mai 2017 über das FH-TalentScouting zu einem Stipendium gekommen ist. Das neue Schülerstipendienprogramm „RuhrTalente“ begleitet Kinder und Jugendliche aus dem Ruhrgebiet ab der 8. Klasse schulformübergreifend mit praktischen Angeboten, regelmäßiger Beratung und Unterstützung sowie individueller Talentförderung.

TalentScout Julia Eberlein hat den kurdischen Schüler der Anne-Frank-Gesamtschule in der Beratung kennengelernt und ihn erfolgreich für das Stipendium vorgeschlagen. „Roshad hat in der Schule gute Noten, er ist sehr interessiert an vielen Dingen, er engagiert sich für seine Familie und auch für seine Mitschüler.“

Roshad, was bedeutet das Stipendium für Dich?

„Ein RuhrTalent zu sein, ist eine einmalige Chance. Ich würde jedem empfehlen, sich da zu bewerben. Schon beim ersten Gespräch wurde ich gefragt, welches Praktikum mich interessieren würde und ob ich gerne mal eine Sprachreise machen möchte – will ich natürlich! Das Stipendium hilft mir dabei, mich zu orientieren, Kontakte zu knüpfen oder Dinge kennenzulernen, auf die ich selbst nicht kommen würde. Ab 24. Juni, wenn das erste große Treffen mit den anderen Stipendiaten stattfindet, kann ich mich mit anderen RuhrTalenten austauschen, das finde ich gut.“

Wo liegen denn Deine Interessen und Stärken?

„Mathematik – da bin ich ein ganz vernarrter Kerl. Aber auch Naturwissenschaften wie  Chemie oder Maschinenbau oder Geschichte, das habe ich als Leistungskurs. Da finde ich vor allem die Technikgeschichte spannend. Mein großes Vorbild ist Leonardo da Vinci, die Kunst interessiert mich nicht so, aber seine Erfindungen. Ich habe auch schon mal ein Praktikum bei der Polizei gemacht, das wäre auch eine Möglichkeit.“

Wofür engagierst Du dich?

„Ich bin dabei, eine Fußball-AG in unserer Schule aufzubauen und habe gerade meine Trainerlizenz gemacht. Außerdem fände ich es gut, wenn es mehr Aktivitäten an unserer Schule gäbe, wie einen Schulball oder Schulfeste. Ich habe mit unserem Schulleiter über ein Schulkomitee gesprochen, damit wir das organisieren können.“

Was ist Dein Masterplan für die Zukunft?

„Ich will in meinem Leben etwas bewegen. Ich möchte gern viel Einfluss haben, einen Beruf haben, der mir die finanziellen Möglichkeiten und die Kontakte  gibt, etwas zu bewegen. Mein Plan ist es, im Irak ein Waisenhaus zu bauen. Dann könnte ich etwas zurückgeben an mein Land.“