Kooperation

Erster Kooperationsvertrag: Gymnasium an der Schweizer Allee

Talentierte Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums an der Schweizer Allee werden zukünftig noch intensiver bei der Studien- und Berufsorientierung begleitet – dafür sorgen drei TalentScouts der FH Dortmund. Einen entsprechenden Kooperationsvertrag unterzeichneten am Montag, 14. März 2016, die Schulleiterin Inge Levin und Prof. Dr. Wilhelm Schwick, Rektor der Fachhochschule Dortmund.

Für den Bildungserfolg ist in Deutschland noch viel zu oft der familiäre Hintergrund entscheidend und viel zu wenig die individuelle Begabung. Hier zu mehr Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit beizutragen, ist das erklärte Ziel des TalentScouting-Projektes, das an insgesamt sieben Ruhrgebiets-Hochschulen aufgebaut wird.

Wer in weniger privilegierten Verhältnissen aufwächst, glaubt oft trotz guter Noten nicht an die eigenen Aufstiegschancen. Die TalentScouts unterstützen in Coaching-Gesprächen die Jugendlichen darin, ihre Stärken und Interessen besser einzuschätzen und daraufhin fundiertere Entscheidungen in der Studien-und Berufsorientierung zu treffen. „Wir möchten insbesondere diejenigen Schülerinnen und Schüler ermutigen, ein Studium in Erwägung zu ziehen, die von sich aus diese Option gar nicht im Blick haben“, erklärt Sonja Hunscha, die als TalentScout der FH Dortmund Sprechzeiten im Gymnasium an der Schweizer Allee anbietet. Orientierung ist auch hier das Stichwort. Inge Levin, Schulleiterin des Gymnasiums an der Schweizer Allee: „Wir freuen uns, dass wir als erste Schule in Dortmund diese Zusammenarbeit mit einem Vertrag auf feste Füße stellen.“

Auch Ausbildungsberufe oder schulische Bildungsgänge haben die Scouts im Fokus. „Die Beratung muss komplett ergebnisoffen sein: Es geht ja darum, für jede und jeden den individuell richtigen Weg zu finden“, so Cornelia von Soosten, Koordinatorin des Projektes an der FH Dortmund. Matthias Labs, Koordinator für Studien- und Berufsorientierung und damit der zuständige Lehrer der Schule, erkennt darin den besonderen Reiz: „Es ist sehr hilfreich, dass die Hochschulen der Region sich zusammengeschlossen haben, um die Schulen bei der Beratung in der Oberstufe zu unterstützen. Vor allem der begleitende Charakter bis über den Schulabschluss hinaus bietet einen nachhaltigen Mehrgewinn für die Schülerinnen und Schüler.“

Die FH Dortmund bietet bereits ein breites Angebot für Studierwillige. „Die TalentScouts schließen nun eine wichtige Lücke in diesem Angebot, indem sie vor Ort in der Schule talentierte junge Menschen ansprechen und den Prozess der Orientierung über einen längeren Zeitraum begleiten. Dadurch werden Perspektiven eröffnet – und davon profitiert letztlich die ganze Region“, resümiert FH-Rektor Schwick.