Konzept und Intitatoren

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Entstehungsgeschichte des Frauenprojektlabors

Am 20.11.1999 trat das Gesetz zur Gleichstellung von Frauen und Männern für das Land Nordrhein-Westfalen in Kraft.

Ziel dieses Gesetzes ist u. a. der Abbau der Unterrepräsentanz von Studentinnen vor allem in natur- und ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen, bzw. als logische Konsequenz eine Erhöhung des Frauenanteils in technischen Berufen.

Eine der wesentlichen Maßnahmen zur Erreichung dieses Zieles ist die Erstellung und Fortschreibung von Frauenförderplänen.

Gegenstand des Frauenförderplanes sind Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung, der Vereinbarkeit von Beruf und Familie und zum Abbau der Unterrepräsentanz von Frauen.

Für den 16.11.00 – 15.11.03 wurde von der Fachhochschule Dortmund ein Frauenförderplan aufgestellt. Er enthält eine Bestandsaufnahme der momentanen Situation, eine Zielvorgabe und Maßnahmen, die zur Realisierung dieser Ziele ergriffen werden.

Die Gründung des Frauenprojektlabors ist ein zentraler Pfeiler im Rahmen von Frauenförderungsmaßnahmen in den technischen Fachbereichen.

Initiatorin des Frauenprojektlabors war Professorin Dr. Sigrid Michel, die damalige Gleichstellungsbeauftragte der Fachhochschule Dortmund. Sie wusste, dass Mädchen durch eine Vielzahl von Barrikaden von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) abgehalten werden. Sigrid Michel wusste auch, dass Mädchen in der von Männern geprägten Atmosphäre der technischen Fachbereiche eine wohltuende Umgebung brauchen, zumindest einen Raum, in dem sie unter angenehmen Bedingungen kommunizieren und sich wohlfühlen können. Nicht zufällig wurde  "A Room of One's Own" ("Ein eigenes Zimmer“ oder „Ein Zimmer für sich allein“), der 1929 erschienene Essay der britischen Schriftstellerin Virginia Woolf (1882-1941), zu einem der meistzitierten Texte der Frauenbewegung. Neben dem Raum, sollte ein Mentoring-Programm dazu führen zahlreiche Barrieren, denen Mädchen und Frauen auf dem Weg in die Technik begegnen, langfristig abzubauen. Das Ada-Lovelace-Mentoring bildete die Grundlage des Mentorings innerhalb des Frauenprojektlabors.

Durch viel Überzeugungskraft und unglaublicher Hartnäckigkeit ist es Sigrid Michel gelungen, sowohl das Rektorat als auch die damaligen Fachbereiche Nachrichtentechnik und Maschinenbau von ihrer Idee zu überzeugen. Sie erhielt einen Raum und Sach- sowie Personalmittel in minimalem Ausmaß.

Am 24. März 2001 wurde schließlich das Frauenprojektlabor offiziell von den technischen Fachbereichen elektrische Energietechnik, Maschinenbau und Nachrichtentechnik gegründet.Heute wird das Frauenprojektlabor vom Rektorat und den Fachbereichen Elektrotechnik, Informatik, Informationstechnik und Maschinenbau unterstützt.

Bereits im Mai 2002 wurde FH Dortmund als einzige Hochschule in Nordrhein-Westfalen für ihre Gleichstellungsarbeit der Total E-Quality-Award verliehen. Später kamen zahlreiche weitere Auszeichnungen und Preise hinzu.