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Fotografie - Sehen und Gestalten in Theorie und Praxis.
Gibt es eine Gebrauchsanweisung für gute Bilder? (99151)

Inhalte Gibt es eine Gebrauchsanweisung für gute Bilder?

Dies ist eine Frage, die nicht eindeutig mit ja oder nein zu beantworten ist, denn die Antwort liegt irgendwo dazwischen. Dazwischen, weil jedes Bild immer zwei Ebenen der Beurteilung hat – die Ebene Inhalt und die Ebene Aussage mit den Bereichen des rationalen Erkennens und des emotionalen Reagierens sowie die Ebene Qualität der Gestaltung mit den Bereichen Bildaufbau und Farbdesign. Bildinhalte werden von dem Betrachtenden nicht nach Qualität, sondern nach Informationsgehalt und dem Interesse an dieser Information gemessen. Grob eingeteilt in sehr interessanten, interessanten, weniger interessanten und uninteressanten Bildinhalt – immer aus der Sicht des jeweiligen Betrachtenden. Bildinhalte können zudem auch informativ, belehrend, dramatisch, belustigend, erschütternd, traurig usw. sein. Um zu interessanten Bildinhalten zu kommen, braucht es den Zufall oder kreative Ideen und pfiffige Konzepte, um diese zu finden und zu entwickeln. Hierfür gibt es weder Gebrauchsanweisungen noch Rezepte. Bemerkenswert ist, dass Bildinhalte selbst bei schlechter Technik und schlechter Gestaltung noch erkannt werden können. Eine gute Technik und eine gute Gestaltung hat somit primär die Aufgabe, den Erkennungsprozess zu erleichtern und zu unterstützen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wenden die gelernten Kriterien für gute Bilder in Technik und Gestaltung an, indem sie selbst fotografieren und die Ergebnisse in einer Kurzpräsentation zeigen. Die Fotos werden im Anschluss diskutiert und Korrekturen erarbeitet.
Ziele Diese Veranstaltung steigert bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Sensibilität im Bereich des Sehens und Entdeckens und gibt Anregungen für das Erarbeiten eigener Bilder sowie Rückmeldung zu der eigenen Arbeit.

Auch ohne Vorkenntnisse können mit einfachen und preiswerten Kameras gute Ergebnisse realisiert werden. Gleichzeit wächst das Vergnügen (oder der Ärger) bei der Betrachtung und Beurteilung von Arbeiten anderen FotografInnen, von MalerInnen, BildhauerInnen und ArchitektInnen, aber auch des alltäglichen Umfeldes.
Zielgruppe/Plätze Studierende aller Studiengänge
Methoden 1. Theorieteil: Diavorträge zu den Themen Wahrnehmung, Bildaufbau, Farbkontraste, allgemeine Kontraste,
Anwendung der künstlerischen Mittel u. a. Anschließend Aufgabenstellung

2. Praxisanteil: Besprechung / Korrektur der fotografischen Arbeiten der Teilnehmenden. Teilnahmescheine werden nur erteilt, wenn die erforderlichen Bilder vorgelegen haben.

Zum Abschluss werden Arbeiten früherer Seminare gezeigt.
Termine und Ort
07.06.2019 +
08.06.2019 +
28.06.2019 +
29.06.2019
15:00-18:15
09:00-15:30
15:00-18:15
09:00-15:30
Emil-Figge-Straße 38b, R. 220
Referent Prof. Harald Mante (www.harald-mante.de)
Anmeldung Online-Anmeldung über ODS