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Studienfinanzierungs- und Fördermöglichkeiten

Wer studiert, braucht Geld - nicht nur für Lehrmaterialen und Bücher, eine gewisse technische Ausrüstung wie z.B. PC und Drucker, sondern auch für die Studienbeiträge, den Lebensunterhalt, die Wohnung usw. Für die Finanzierung eines Studiums muss immer eine individuelle Lösung gefunden werden. In den meisten Fällen ist dies eine Mischung aus der finanziellen Unterstützung durch die Eltern, durch den Bezug von BAföG-Leistungen oder/und einem eigenen Einkommen durch Nebenjobs. Hier finden Sie Informationen dazu, wer Sie in finanziellen Notlagen beraten kann und welche Möglichkeiten es gibt, das Studium zu finanzieren. Alle Angaben nach bestem recherchiertem Wissen, aber ohne Gewähr. Änderungen vorbehalten.

01. Unterstützung von den Eltern / Kindergeld und Steuerfreibeträge

Die Studienfinanzierung in der Bundesrepublik ist zu einem großen Teil elternabhängig gestaltet. Wenn das elterliche Einkommen eine bestimmte Einkommenshöhe übersteigt, müssen sie ihre studierenden ledigen Kinder unterstützen. Sie sind dann gesetzlich verpflichtet, die Ausbildung ihrer Kinder bis zum ersten berufsqualifizierenden Abschluss zu finanzieren, also Unterhalt zu zahlen. Das gilt auch für ein Studium volljähriger lediger Kinder in der Regel bis zum Ende des 27. Lebensjahres.
Wie viel Studierende bekommen, hängt von der Großzügigkeit und den finanziellen Möglichkeiten der Eltern ab. Orientierung bietet die "Düsseldorfer Tabelle" – eine Richtlinie der Familiengerichte zur Bemessung des Unterhalts, die in Streitfällen zurate gezogen wird. Die "Düsseldorfer Tabelle" finden Sie im Internet unter www.famrz.de
Im Gegenzug erhalten die Eltern weiterhin vom Staat Kindergeld und Steuerfreibeträge. Bis zum Ende des 25. Lebensjahres zahlt der Staat den Eltern Kindergeld, wenn das ledige Kind studiert. Somit wird die finanzielle Belastung von Familien mit Kindern gemildert. Verdient jedoch das Kind neben dem Studium etwas hinzu, muss auf die Höhe der Einkünfte geachtet werden, damit der Kindergeldanspruch nicht wegfällt. Die Familienkasse rechnet auch den 50-prozentigen Zuschussanteil der BAföG-Förderung mit. Für Fragen zum Kindergeld wenden Sie sich an ihre Kindergeldkasse, bei Fragen zu Steuerbeiträgen an ihr Finanzamt.

Weitere Informationen zum Kindergeld, Merkblätter und Formulare finden Sie unter anderem unter: www.arbeitsagentur.de, www.bzst.bund.de, www.dz-portal.de und www.bmfsfj.de

02. BAföG

Nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) haben Studierende, denen die für ihren Lebensunterhalt und ihre Ausbildung notwendigen Mittel fehlen, einen Rechtsanspruch auf individuelle Förderung für eine Ausbildung, die ihrer Neigung, Eignung und Leistung entspricht. Die Höhe der Förderung wird nach der finanziellen Situation berechnet. Dabei werden die gesamten Förderungsleistungen zu 50% als Zuschuss und die andere Hälfte als zinsloses Darlehen gewährt.
Zuständig für die Bearbeitung von BAföG-Anträgen von Studierenden ist das Studierendenwerk Dortmund, Amt für Ausbildungsförderung, Vogelpothsweg 85, 44227 Dortmund. Dort sind auch Antragsformulare erhältlich. Eine Übersicht über die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner beim Studentenwerk Dortmund finden Sie hier.
Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter www.das-neue-bafoeg.de sowie auch unter studentenwerk-dortmund.de.

03. BAföG - Rechner
Eine der häufigsten Fragen ist, ab welchem Elterneinkommen man BAföG erhält. Das ist schwierig zu beantworten, weil man nicht eine Einkommensgrenze hat, sondern vom individuellen Einkommen je nach Familienkonstellation (verheiratet, getrennt, geschieden) Kinderzahl, Ausbildung der Kinder, sonstigen Unterhaltsverpflichtungen, unterschiedlich viele und unterschiedlich hohe Freibeträge abziehen kann. Einkommen und Vermögen von Studierenden wird ebenfalls berücksichtigt.
Auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) finden Sie einen offiziellen BAföG-Rechner, der bei richtigen Eingaben auch ein richtiges Ergebnis liefert. Verbindlich ist jedoch die Rechnung in Ihrem BAföG-Bescheid. Der BAföG-Rechner ist lediglich als Vorabinformation zu sehen.
04. BAföG im Ausland

Es lohnt sich bei einem Auslandsaufenthalt (Studium oder Praktikum) oft die Beantragung von Auslands-BAföG. Zusätzlich zur Inlandsförderung kann man z.B. Auslandszuschläge (nur außerhalb der EU), Studiengebühren, Reisekosten und Krankenversicherungskosten als Zuschuss erhalten. Voraussetzung ist, dass man im Inland mindestens zwei Semester lang die notwendigen Grundkenntnisse erworben hat und dass die im Ausland erbrachten Studienleistungen zumindest zum Teil angerechnet werden können.

Weitere Informationen zum Auslands-BAföG finden Sie unter Studentenwerk Dortmund oder Auslands-BAföG.

05. Stipendien

Elterliches Einkommen und BAföG sind längst nicht die einzigen Möglichkeiten für Studierende, ein Studium zu finanzieren. Einige ganz unterschiedliche Institutionen vergeben auch Stipendien. Die Möglichkeit, ein Stipendium zu erhalten, steht prinzipiell allen Studierenden offen. Staatliche oder private Stiftungen, Verbände, politische Organisationen, Parteien und Kirchen vergeben unter bestimmten Voraussetzungen Stipendien, die von der Voll-Finanzierung eines Studiums bis zur ideellen Unterstützung wie Büchergeld, Zuschüsse zum Krankenkassenbeitrag oder kostenloser Teilnahme an Veranstaltungen reichen.

Unter www.stipendiumplus.de finden Sie einen Überblick über die 15 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützten Begabtenförderungswerke.

Die Studienberatung hat einen Stipendienwegweiser erstellt, der detaillierte Angaben zu den Förderungsvoraussetzungen für Fachhochschul-Studierende der größten deutschen Stipendiengeber bündelt. Diesen aktualisierten Stipendienwegweiser können Sie hier einsehen

Eine sehr umfangreiche Datenbank zur Selbstrecherche bietet seit kurzem das BMBF unter www.stipendienlotse.de an.

Eine weitere Recherchemöglichkeit zu allen Stipendiengebern in Deutschland mit Links zu entsprechenden Stiftungen finden Sie auch unter www.stiftungsindex.de.


Eine Beratung können Sie bei der Studienberatung bekommen. Sie hält gesammelte Informationen zum Thema Stipendien für Sie bereit.

06. FH-Stipendienprogramm - Deutschlandstipendium

Informationen zu Stipendien der Fachhochschule Dortmund in Kooperation mit dem Deutschland-Stipendienprogramm finden Sie in der rechten Spalte unter Aktuell. Bitte klicken Sie auf "FH-Stipendienprogramm".

07. Bildungsfonds

Bildsungsfonds sind eine Art der Studienfinanzierung, die sich anhand der Rückzahlungsmodalitäten von anderen Finanzierungsarten wie BAföG und Studienkrediten unterscheiden. Eine Rückzahlung erfolgt einkommensabhängig und erst nach erfolgreichem Berufseinstieg.

Innerhalb einer individuell festgelegten Zeitspanne wird ein vorab geregelter prozentualer Anteil des Bruttogehalts als Rückzahlung an den Bildungsfonds geleistet. Bildungsfonds bieten daher ein deutlich geringeres Risiko der Überschuldung und sind durch eine Maximalgrenze in der Rückzahlung begrenzt. Im Fall von andauender Arbeitslosigkeit muss oft keine Rückzahlung geleistet werden.

Bildungsfonds bieten oft noch Zusatzservices wie Soft-Skill-Entwicklung, Firmenkontakte, oder andere berufsvorbereitende Kurse an.

Nachdem sie in den 1990er Jahren in Amerika entwickelt wurden, kam das Prinzip des Bildungsfonds ab den 2000er Jahren auch nach Deutschland. Hierbei gibt es zwei unterschiedliche Ausprägungsformen. Auf der anderen Seite gibt es hochschuleigene (z.B. TU München; die FH Dortmund hat keinen!), auf der anderen Seite gewerbliche, bundesweite Anbieter wie die Deutsche Bildung, der Bildungsfonds der Career Concept AG oder der Festo-Bildungsfonds, die mit Gewinnerzielungsabsicht arbeiten.

Bildungsfonds sind keine Banken, sondern Unternehmen, die sich auf Studienförderung spezialisiert haben. Das Geld für die Studienfinanzierung stellen diese Unternehmen aus ihren Studienfonds bereit, an dem sich meist Investoren beteiligen. 

Die Bildungsfonds sind die Schnittstelle zwischen den Studienfonds und den Studenten. Sie wählen die Studenten aus, betreuen die finanzielle Abwicklung und organisieren die Rückzahlungen an den Studienfonds, um somit wieder neuen Studentengenerationen ein elternunabhängig finanziertes Studium zu ermöglichen.

Weitere Infos zu Bildungsfonds unter:

www.bildundungsfonds.de

www.deutsche-bildung.de

www.festo-bildungsfonds.de (nur für Natur-, Ingenieurs- und Wirtschaftswissenschaftler sowie Informatiker)

08. BMBF-Bildungskredit

Zielgruppe für den BMBF-Bildungskredit sind Schülerinnen, Schüler und Studierende in fortgeschrittener Ausbildungsphase. Das Kreditprogramm ist eine Ergänzung zur Förderung nach dem BAföG und kann unabhängig davon beantragt werden.

Bei einer maximalen Kreditsumme von 1.000 bis 7.200 Euro pro Ausbildungsabschnitt können Auszubildende künftig bis zu 24 gleich bleibende Monatsraten von 100, 200, oder 300 Euro frei wählen. Zudem können sie - unter Beachtung der maximalen Darlehenssumme von 7200 Euro - stattdessen oder daneben eine Einmalzahlung von bis zu 3.600 Euro für ausbildungsbezogene Aufwendugen beantragen. Die Kreditnehmerinnen und Kreditnehmer können den Bildungskredit jederzeit kostenfrei zum Ende eines Monats kündigen. Die Rückzahlungspflicht beginnt vier Jahre nach dem Tag, an dem die Auszahlung der ersten Kreditrate fällig wurde.

  • Die Kredite werden entsprechend der Zielrichtung des Programms weiterhin nur an Auszubildende in fortgeschrittenen Ausbildungsphasen vergeben. Eine solche wird bei Bachelorstudiengängen, in denen keine Vorprüfung vorgesehen ist, jedoch schon dann angenommen, wenn die Ausbildungsstätte erklärt, dass die/der Studie­rende die üblichen Leistungen des ersten Ausbildungsjahres erbracht hat (= 60 ECTS).
  • Förderung auch von Zweit- oder Folgestudiengängen und ausbildungsbedingten Praktika im In- und Ausland
  • keine Leistungsnachweise nach Bewilligung erforderlich
  • niedrige monatliche Rückzahlungsrate in Höhe von 120 Euro
  • außerordentliche Rückzahlung jederzeit und in beliebiger Höhe kostenfrei möglich.

Daneben werden verschiedene weitere Punkte klargestellt, die zum Teil bereits im Erlassweg geregelt worden sind. Hervorzuheben sind folgende Punkte:

  • Die Kreditnehmer/innen können den Bildungskredit jederzeit zum Ende eines Monats kündigen.
  • Die Stundung der Zinsen bis zum Beginn der Rückzahlung erfordert keinen Antrag.
  • Die Rückzahlungspflicht beginnt vier Jahre nach dem Tag, an dem die Auszahlung der ersten Kreditrate fällig wurde.
  • Bildungskredit wird höchstens bis zum 36. Geburtstag gewährt
  • nicht mehr als 12 Hochschulsemester dotierbar
  • (ab dem 12. Hochschulsemester muss man die Anmeldung zur Thesis nachweisen)

Weitere Informationen zum Bildungskreditprogramm finden Sie im Internet unter: www.das-neue-bafoeg.de

09. Kfw-Studienkredit

Der kfw-Studienkredit kann Ihre Lebenshaltungskosten finanzieren, wenn Sie

  • ein grundständiges Erststudium,
  • ein Zweitstudium (weiteres grundständiges Studium),
  • ein Zusatz-, Ergänzungsoder Aufbaustudium (postgraduales Studium),
  • einen Master (postgraduales Studium) oder
  • eine Promotion


- unabhängig vom gewählten Studienfach - absolvieren.

Auslandssemester können nur gefördert werden, wenn die Immatrikulation an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule mit Sitz in Deutschland weiterbesteht.

Die Förderung durch den kfw-Studienkredit kommt in Frage für Studierende im Alter von

  • 18 bis 44 Jahren,die
  • an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule mit Sitz in Deutschland
  • in Teilzeit, Vollzeit oder berufsbegleitend studieren.


Folgende Voraussetzungen müssen Antragsteller erfüllen:

  • Deutsche Staatsbürgerschaft mit inländischer Meldeadresse oder
  • Familienangehöriger (Kind oder Ehepartner) eines deutschen Staatsbürgers sein, sich mit ihm in Deutschland aufhalten und hier gemeldet sein (Ihre Staatsbürgerschaft spielt keine Rolle.)
  • EU-Staatsbürgerschaft mit rechtmäßigem, ständigem Aufenthalt in Deutschland seit mindestens drei Jahren und Sie sind hier gemeldet oder
  • Familienangehöriger eines solchen EU-Staatsbürgers sein, sich mit ihm in Deutschland aufhalten und hier gemeldet sein (Ihre Staatsbürgerschaft und die Dauer ihres bisherigen Aufenthalts in Deutschland spielen keine Rolle.)
  • Bildungsinländer und in Deutschland gemeldet.


Die Finanzierung erfolgt ohne Sicherheiten und unabhängig vom Einkommen. Flexible monatliche Auszahlungsbeträge zwischen 100 und 650 Euro sind möglich, sowie flexible und moderate Tilgungen.

Die Darlehenslaufzeit des kfw-Studienkredits untergliedert sich in 3 Phasen (Auszahlungs-‚ Karenz- und Tilgungsphase):

Die Dauer der Auszahlungsphase bei Beantragung der Finanzierung eines grundständigen Erst-/ Zweitstudiums ist vom Finanzierungsbeginn und Ihrem Alter zum 01.04. oder 01.10. vor Finanzierungsbeginn abhängig. Wenn Sie höchstens:
- 24 Jahre alt sind, erhalten Sie eine Zusage über bis zu 14 Fördersemester.
- 34 Jahre alt sind, erhalten Sie eine Zusage über bis zu 10 Fördersemester.
- 44 Jahre alt sind, erhalten Sie eine Zusage über bis zu 6 Fördersemester.
Bei Beantragung der Finanzierung eines postgradualen Studiums oder einer Promotion erhalten Studierende, die zum 01.04. oder 01.10. vor Finanzierungsbeginn höchstens 44 Jahre alt sind, eine Zusage über bis zu 6 Semester.

Die anschließende Karenzphase von 18 bis 23 Monaten ist eine tilgungsfreie Zeit, in der Sie, sofern Sie keinen Zinsaufschub gewählt haben, lediglich die Zinsen auf den ausgezahlten Darlehensbetrag zahlen. Auf Ihren Wunsch kann die Karenzphase auf bis zu 6 Monate verkürzt werden. In der darauffolgenden Tilgungsphase zahlen Sie ihr Darlehen in monatlichen Raten (Annuitäten bestehend aus Zins und Tilgung) innerhalb von maximal 25 Jahren bzw. bis zum 67. Lebensjahr zurück. Dabei gilt eine Mindestrate von 20 Euro.

10. BAföG-Bankdarlehen

Das zinsgünstige Bankdarlehen im Rahmen des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAföG) unterstützt Sie als Studierenden an einer Hochschule

  • nach Ablauf der Regelstudienzeit
  • wenn Sie kein BAföG mehr erhalten oder auch
  • wenn Sie kein staatliches BAföG bekommen haben


Wichtig ist, dass Sie den Ausbildungsabschnitt vor Vollendung des 30. Lebensjahres beginnen.
Ausnahmen gelten zum Beispiel für:

  • Absolventen des zweiten Bildungsweges
  • Berufstätige ohne formelle Hochschulzugangsberechtigung, die auf Grund ihrer beruflichen Qualifikation an einer Hochschule eingeschrieben sind
  • Antragsteller, die aus persönlichen oder familiären Gründen zum Beispiel durch Krankheit oder Kindererziehung die Ausbildung nicht vor ihrem 30. Lebenjahr beginnen konnten.


Es gelten:

  • Moderate Rückzahlungsbedingungen: bis zu 22 Jahre ab 105 Euro monatlich
  • Es ist mit weiteren Einkünften und dem Bildungskredit kombinierbar
  • Es sind keine Sicherheiten erforderlich


Bis zu 400 Euro monatlich können Sie während des restlichen Studiums selbst hinzuverdienen. Wenn Sie Kinder haben, unterstützt Sie zusätzlich ein pauschaler Kinderbetreuungszuschlag.

Weiter Infos dazu beim Studentenwerk Dortmund: www.stwdo.de

11. DAKA-Darlehen

Wenn andere Förderungswege nicht oder nicht mehr bereitstehen - z.B. bei Überschreitung der BAföG-Förderungshöchstdauer, kann ggf. das DAKA-Darlehen zur Finanzierung der Lebenshaltungskosten von Studierenden in Anspruch genommen werden (DAKA = Darlehenskasse der Studentenwerke im Land Nordrhein-Westfalen e.V.). Es muss allerdings ein Bürge gestellt werden. Bei ordnungsgemäßer Tilgung ist das Darlehen zinslos.
Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.daka-nrw.de

12. Jobs, Minijobs
Ohne Nebenjob kommen die wenigstens Studierenden aus. Manche arbeiten mit Lohnsteuerkarte, andere ohne. Verdienen Studierende mehr als 450,- € im Monat, arbeiten sie normalerweise auf Lohnsteuerkarte. Der Arbeitgeber führt Lohnsteuer und Sozialabgaben an das Finanzamt ab, welche aber mit der Steuererklärung zurückerstattet werden können, wenn die Studierenden mit ihrem Jahreseinkommen unter dem steuerfreien Existenzminimum bleiben. Die meisten Studierenden brauchen aber gar keine Steuerkarte, denn sie sind so genannte "Minijobber". Als "Minijobber" kann man monatlich bis zu 450,- € verdienen, ohne dafür Steuern und Sozialabgaben zahlen zu müssen. Die wöchentliche Arbeitszeit spielt dabei keine Rolle.
Hat der Student mehrere Jobs, wird der Verdienst aus den Minijobs zusammengerechnet und darf 450,- € im Monat nicht übersteigen.

Für BAföG-Empfänger ist dabei jedoch auf die Grenze für den "Zuverdienst" zu achten. Informationen dazu finden Sie unter anderem unter www.das-neue-bafoeg.de und www.minijob-zentrale.de.
13. Wohngeld/ Sozialhilfe

Für weitere Informationen, ob ggf. in bestimmten Härtefällen auch Wohngeld oder ALGII für Studierende gezahlt werden kann, wenden Sie sich bitte an die entsprechenden Stellen (Jobcenter/Wohngeldstelle Dortmund).

14. Unterstützung für Studierende im Ausland
Ein Studium im Inland allein reicht heute oft nicht mehr aus. Wer in seinem Studium ein Semester oder sogar ein Jahr im Ausland einbauen kann, erwirbt wichtige Schlüsselqualifikationen. Nicht nur gute Kenntnisse einer weiteren Sprache sind hilfreich, das Studium im Ausland eröffnet neue Perspektiven, vermittelt andere thematische Schwerpunkte, ermöglicht den wichtigen Blick über den Tellerrand hinaus. Das wissen auch spätere Arbeitgeber zu schätzen. Über finanzielle Klippen können z.B. Stipendien, Auslands-BAföG oder Nebenjobs hinweghelfen.

Darüber hinaus existieren verschiedene Austauschprogramme, die verschiedene Möglichkeiten bieten, einen Auslandsaufenthalt zu organisieren. Die erste Adresse ist das International Office der Fachhochschule Dortmund. Zum Informationseinstieg findet sich eine gute Übersicht auf dessen Internetseiten: Studieren im Ausland.


Weitere Informationen finden Sie unter www.daad.de.

15. Weitere Sonderförderungsmittel des Studentenwerks

Das Studentenwerk Dortmund gewährt Studierenden, die in eine wirtschaftliche Notsituation geraten sind, unter anderem folgende Sonderförderungsmittel:

 

- Beihilfen in Krankheitsfällen
- Unterstützungsmittel in Notfällen
- Kostenlose Mensaessen (Freitische)

 

Des Weiteren bietet das Studentenwerk Dortmund in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk Studierenden eine Schuldner- und Insolvenzberatung an.

16. Sonstige Vergünstigungen
Mit dem Studierendenausweis lässt sich am besten sparen: Viele Theater, Ausstellungen, Kinos oder Schwimmbäder bieten Studierendenrabatte. Auch Bahnfahren wird durch den Studentenausweis billiger. Gegen Vorlage bekommt man die Bahncard für die Hälfte. Wer viel im Ausland unterwegs ist, für den lohnt sich der internationale Studentenausweis (ISIC). Mit seiner Hilfe können Studierende günstige Charterflüge, verbilligte Unterkünfte und Ermäßigungen auf das Eintrittsgeld für führende Museen und Theater auf der ganzen Welt bekommen.
17. Budgetberatung

Die Studierenden der Fachhochschule Dortmund können eine Budgetberatung in Anspruch nehmen. Diese Schuldner- und Insolvenzberatung unterstützt die Studierenden unter anderem bei der Existenzsicherung, bei dem Schuldnerschutz, bei der Regulierung und Entschuldung. Außerdem wird eine Verbraucherinsolvenzberatung oder auch eine Haushaltsberatung durchgeführt. Ansprechpartner ist Herr Rauchholz.

Kontakt: 

Frau Visnja Puzic-Radmann

Campus Nord im Studentenwerk / Mensagebäude

   Vogelpothsweg 85
   Raum 076
 E-Mail:  sozialbuero@diakoniedortmund.de
 Terminabsprachen:  Tel.: 0231 / 8494 - 600
 Sprechstunde:  Do 13 - 16 Uhr
18. Ratgeber der Verbraucherzentrale
Die Verbraucherzentrale NRW hat einen Ratgeber herausgegeben: "Clever studieren- mit der richtigen Finanzierung". Informationen zur Broschüre gibt u.a. die Verbraucherzentrale in Lünen unter der Telefonnummer 02306/18975 oder im Internet unter Verbraucherzentrale NRW .
19. Finanzierungs- und Fördermöglichkeit für ausländische Studierende
Das International Office bietet für alle ausländischen Studierenden der Fachhochschule Dortmund Studienabschlussbeihilfen an. Für einen persönlichen Kontakt stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen des International Office zur Verfügung.

gedruckt am: 25.04.2017  02:43