Welche Förderungsmöglichkeiten gibt es?

Für die Finanzierung eines Studiums muss immer eine individuelle Lösung gefunden werden, die sich nach den situativen Mítteln und Möglichkeiten im Einzelfall richtet. In den meisten Fällen ist dies eine Mischung aus der finanziellen Unterstützung durch die Eltern, durch den Bezug von BAföG-Leistungen oder/und einem eigenen Einkommen durch Nebenjobs. 

Informationen zu den wesentlichen Förderungsmöglichkeiten haben wir im Folgenden zusammengestellt:

 


BAföG

Nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) haben Studierende, denen die für ihren Lebensunterhalt und ihre Ausbildung notwendigen Mittel fehlen, einen Rechtsanspruch auf individuelle Förderung für eine Ausbildung, die ihrer Neigung, Eignung und Leistung entspricht. Die Höhe der Förderung wird nach der finanziellen Situation berechnet. Dabei werden die gesamten Förderungsleistungen zu 50% als Zuschuss und die andere Hälfte als zinsloses Darlehen gewährt

Zuständig für die Beratung und die Bearbeitung von BAföG-Anträgen ist das Studentenwerk Dortmund, Amt für Ausbildungsförderung, Vogelpothsweg 85, 44227 Dortmund. Dort sind auch die Antragsformulare erhältlich.

Weitere Informationen auf der Internetseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung: www.das-neue-bafoeg.de sowie auch unter www.studentenwerk-dortmund.de.

Übrigens lohnt sich bei einem Auslandsaufenthalt (Studium oder Praktikum) oft die Beantragung von Auslands-BAföG. Zusätzlich zur Inlandsförderung kann man z. B. Auslandszuschläge (nur außerhalb der EU), Studiengebühren, Reisekosten und Krankenversicherungskosten als Zuschuss erhalten. Voraussetzung ist, dass man im Inland mindestens 2 Semester lang die notwendigen Grundkenntnisse erworben hat und dass die im Ausland erbrachten Studienleistungen zumindest zum Teil angerechnet werden können 

Weitere Informationen zum Auslands-BAföG: www.studentenwerke.de. oder unter "Mit BAföG ins Ausland!".

 

Bildungskredit des Bundes

Seit April 2001 ist es auch Studierenden möglich, einen zinsgünstigen Bildungskredit in Anspruch zu nehmen, ggfs zusätzlich zum BAföG, z. B. für die Finanzierung von teuren Studienmaterialien, Exkursionen, Praktika oder Studienaufenthalten im Ausland. Einkommen und Vermögen der Studierenden oder ihrer Eltern spielen keine Rolle. Sie müssen sich jedoch in einer "fortgeschrittenen Phase" des Studiums befinden. Die Förderung dauert maximal zwei Jahre bei monatlichen Raten von 300 €.

Nähere Informationen auf den Seiten des Bundesverwaltungsamts: www.bildungskredit.de.

 

Studienabschlussdarlehen

Wenn andere Förderungswege nicht oder nicht mehr bereitstehen - z. B. bei Überschreitung der BAföG-Förderungshöchstdauer, kann das DAKA-Darlehen zur Finanzierung der Lebenshaltungskosten von Studierenden, die sich in der Studienabschlussphase befinden, in Anspruch genommen werden (DAKA =  Darlehnskasse der Studentenwerke im Lande Nordrhein-Westfalen e.V). Es muss allerdings ein Bürge gestellt werden. Bei ordnungsgemässer Tilgung ist dieses Darlehen zinslos.

Weitere Informationen: www.daka-nrw.de.

 

Stipendien

Staatliche oder private Stiftungen, Verbände, politische Organisationen, Parteien und Kirchen vergeben unter bestimmten Voraussetzungen Stipendien, die von der Voll-Finanzierung eines Studiums reichen bis zu eher ideellen Unterstützungen wie Büchergeld, Zuschüssen zum Krankenkassenbeitrag oder kostenloser Teilnahme an Veranstaltungen. Die Zuwendungen, die nicht zurückgezahlt werden müssen, werden in der Regel einkommensabhängig an Studierende aller Fachrichtungen an Fachhochschulen und Universitäten  vergeben und orientieren sich an den BAföG-Regelungen. Die Vergabe von Stipendien ist je nach Fördereinrichtung an unterschiedliche Voraussetzungen und Bedingungen geknüpft.

Eine Auflistung aller Stipendiengeber in der BRD mit Links zu den entsprechenden Einrichtungen finden Sie unter www.stiftungsindex.de.

 

Stipendien für Studierende im Ausland

Wer in sein Studium ein Semester oder gar ein Jahr im Ausland einbauen kann, erwirbt wichtige Schlüsselkompetenzen. Nicht nur gute Kenntnisse einer weiteren Sprache sind hilfreich, das Studium im Ausland eröffnet neue Perspektiven, vermittelt andere thematische Schwerpunkte, ermöglicht den wichtigen Blick über den Tellerrand hinaus. Das wissen auch spätere Arbeitgeber zu schätzen. Allerdings muss man einen Auslandsaufenthalt gut planen, sowohl fachlich als auch finanziell. Über finanzielle Klippen können z. B. Stipendien, Auslands-BAföG oder Nebenjobs hinweghelfen.

Darüber hinaus existieren verschiedene Austauschprogramme, die verschiedene Möglichkeiten bieten, einen Auslandsaufenthalt zu organisieren. Die erste Adresse ist das Akademische Auslandsamt der Fachhochschule Dortmund. Zum Informationseinstieg findet sich eine gute Übersicht auf dessen Internetseiten: Studieren im Ausland

Weitere Informationen: www.daad.de.

 

Weitere Sonderförderungsmittel des Studentenwerks

Das Studentenwerk Dortmund gewährt Studierenden, die in eine wirtschaftliche Notsituation geraten sind, folgende Sonderförderungsmittel:

Des Weiteren bietet das Studentenwerk Dortmund in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk Studierenden eine Schuldner- und Insolvenzberatung an.

 

Weitere Vergünstigungen für Studierende

Es gibt unter bestimmten Bedingungen eine ganze Reihe von möglichen Vergünstigungen für Studierende wie z. B. 

  • GEZ-Befreiung
  • Telefongebührenermäßigung
  • Sozialhilfe
  • Wohngeld

Näheres dazu erfahren Sie bei der  Campusberatung des AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss) der Fachhochschule Dortmund.

 

Studienkredite für Lebenshaltungskosten

Neben einigen privaten Banken gibt es seit dem 1. April 2006 den neuen Studienkredit der KfW-Förderbank. Der KfW-Studienkredit richtet sich an alle Studierenden im Erststudium, die an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule mit Sitz in Deutschland studieren und kann auch von Studierenden beantragt werden, die zusätzlich zum BAföG Geld zur Finanzierung ihrer Lebenshaltungskosten benötigen. Die staatliche Bank zahlt bis zu 650,00 € pro Monat, unabhängig vom Studienfach, dem eigenen Einkommen oder dem Einkommen der Eltern. Sicherheiten müssen nicht gestellt werden. Der Betrag kann jeweils zu Beginn eines Semesters von den Studierenden nach persönlichen Bedürfnissen gewählt werden, muss aber zuzüglich der vergleichsweise günstigen Zinsen zurückgezahlt werden. Die Rückzahlung erfolgt nach dem Eintritt ins Berufsleben in monatlichen Raten und kann auf bis zu 25 Jahre gestreckt werden.

 Weitere Informationen:  www.kfw-foerderbank.de
   www.che-studienkredit-test.de

Studiendarlehen für Studienbeiträge

Nach dem Gesetz zu den Studienbeiträgen in Nordrhein-Westfalen haben die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen die Möglichkeit, ab dem Wintersemester 2006/2007 Studienbeiträge in einer Höhe von bis zu 500,00 € für Erstsemester zu erheben, ab dem Sommersemester 2007 für alle Studierenden. Die Studienbeiträge werden direkt bei der Immatrikulation bzw. bei der Rückmeldung entrichtet. Studierende haben dabei die Möglichkeit, die Studienbeiträge nachgelagert zu bezahlen. Wer sich dazu entschließt, hat einen Anspruch auf ein zinsgünstiges Darlehen der NRW.Bank, die den Studienbeitrag dann vorfinanziert und direkt an die Hochschule überweist: Studienbeitragspflichtige Studierende erhalten einen Anspruch gegen die NRW.Bank auf Abschluss eines privatrechtlichen Vertrages über ein Darlehen, mit dem die Finanzierung der Studienbeiträge gesichert werden kann. Eine Bonitätsprüfung findet nicht statt. Dieses Darlehen können Sie bei der Einschreibung oder Rückmeldung bei der Hochschule beantragen.

Besonders günstig ist das Beitragsdarlehen für Bafög-Empfängerinnen und -Empfänger. Der Gesetzgeber hat eine so genannte Kappungsgrenze eingeführt. Danach darf Studierenden durch Darlehen, Zinsen und Bafög-Rückzahlung insgesamt höchstens ein Betrag von maximal 10.000,00 € aufgebürdet werden.

Weitere Informationen: www.nrwbank.de