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veröffentlicht am:

  • 15.05.2020
Szenografie

Die NS-Gedankenwelt der Uroma

Das durchscheinende Schwarz-Weiß-Foto einer Frau auf einer Milchglasscheibe in der Mitte hängt zwischen vielen in Reihen aufgehängten Karten und Fotos.
Blick in die Ausstellung (Foto: Steinwache)

„Dora war nicht im Widerstand“ heißt die Ausstellung von zwei Szenografie-Studierenden des Fachbereichs Design. Sie ist bis in den August 2020 in der Steinwache zu sehen – und vor allem zu hören.

Dora, 45 Jahre alt, dreifache Mutter und alleinige Versorgerin: Sie war eine von Millionen „durchschnittlichen Deutschen“ der Nachkriegszeit. Zwei Studierende der Fachhochschule Dortmund haben sie nun zum Sprechen gebracht: Jan und Sophia Firgau haben sich für ihre Abschlussarbeit im Studiengang „Szenografie und Kommunikation“ an der FH Dortmund am Beispiel ihrer Urgroßmutter mit der Rolle der zahlreichen Mitläuferinnen und Mitläufer und dem Fortbestehen der NS-Ideologie in der Nachkriegszeit beschäftigt.

Alltag und Ideologie einer Überzeugten

Entstanden ist eine Audio-Installation, die noch bis zum Ende der Sommerferien (11. August) in der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache (Steinstraße 50) aufgebaut ist: Dora als eine von vielen, eine Überzeugte. Inmitten ihres zerfallenden Weltbildes gibt sie Einblicke in Alltag und Ideologie, in letzte Hoffnungen, erzürnte Ungläubigkeit und tiefe Enttäuschung. Ein wiederentdecktes Tagebuch als rares Zeugnis der deutschen Nachkriegsmonate gibt seltene Einblicke in eine von der NS-Propaganda durchdrungene Gedankenwelt.

 


Im Überblick

  • Was? Dokumentarische Ausstellung
  • Wann? Bis 11.8.2020, Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr
  • Wo? Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, Steinstraße 50
  • Wie teuer? Der Eintritt ist frei.