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veröffentlicht am:
  • 25.05.2020
Wirtschaft

Guter Rat für Unternehmen in der Coronakrise

Porträt von Prof. Dr. Karin Breidenbach.
„Liquiditätsmanagement ist in der Krise essenziell“, sagt Prof. Dr. Karin Breidenbach. (Foto: FH Dortmund/Marcus Heine)

Normalerweise stehen für Unternehmen Gewinnerzielung und Rentabilität an erster Stelle. Aber nicht in der Coronakrise, sagt Rechnungswesen-Expertin Prof. Dr. Karin Breidenbach: Was jetzt wichtiger ist, erklärt sie zusammen mit Prof. Dr. Michael Währisch von der Hochschule Osnabrück in einer Veröffentlichung.

Wenn ein Unternehmen Konkurs anmeldet, dann meistens aus einem der folgenden zwei Gründe, sagt Prof. Breidenbach: entweder, weil es überschuldet ist. Oder, weil es seine Rechnungen nicht bezahlen kann – trotz positiven Eigenkapitals.

Das Risiko für diesen zweiten Fall ist in der aktuellen Krise deutlich höher, wie Prof. Breidenbach und Prof. Währisch in ihrem Beitrag „Zur Sicherstellung der Liquidität in der Corona-Krise“ darlegen. Die Planungssicherheit sei viel geringer, es gebe mehr unvorhergesehene Änderungen, auf die die Unternehmen flexibel reagieren müssten.

Daran müsse sich auch die Finanzplanung orientieren: tagesaktuell und mit größter Sorgfalt. Das Liquiditätsmanagement, sonst im betriebswirtschaftlichen Sinne nur eine Nebenbedingung für den Erfolg eines Unternehmens, rücke nun an erste Stelle. Nicht nur, um mit dem Tempo der Veränderungen Schritt zu halten. Sondern auch, um Risiken rechtzeitig zu erkennen – und ebenso die Möglichkeiten, um sie zu bewältigen.


Der Beitrag „Zur Sicherstellung der Liquidität in der Corona-Krise“ ist im April in der betriebswirtschaftlichen Zeitschrift „BBK - Buchführung, Bilanzierung, Kostenrechnung“ erschienen.