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„RuhrFutur“

Stipendienkultur stärken! Eine Werkstatt für die Hochschulregion Ruhr

Wie können wir die Stipendienkultur stärken? Welche besonderen Herausforderungen, aber auch Potenziale hat die Ruhrregion in dieser Hinsicht? Welchen Beitrag können Hochschulen und ihre Mitarbeitenden aus Wissenschaft und Verwaltung dazu leisten? „RuhrFutur“, die Fachhochschule Dortmund und sechs weitere Partnerhochschulen boten zu diesen Fragestellungen auf einer Online-Tagung im November 2020 ein abwechslungsreiches und informatives Programm aus Interview- und Workshopformaten, für die sich über 150 Teilnehmer*innen in einer Veranstaltungsapp mit mehreren interaktiven Features registriert hatten.

Das Bild zeigt das Video-Studio für die Online-Tagung RuhrFutur.
RuhrFutur, die FH Dortmund und sechs Partnerhochschulen boten auf der Online-Tagung ein abwechslungsreiches und informatives Programm. (Foto: RuhrFutur)

Die Online-Tagung wurde mit einer Keynote mit dem Titel „Mehr als nur Cash: Stipendien als Ermutigung zu selbstbestimmten Bildungswegen“ von Frau Dr. Annette Julius im virtuellen Plenum eröffnet. Die Generalsekretärin der Studienstiftung des deutschen Volkes erläuterte die Vorteile eines Stipendiums und die aktuelle Lage des Stipendienwesens im Ruhrgebiet. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung bat der Moderator Armin Himmelrath neben weiteren Gesprächspartner*innen auch Interviewgäste der Fachhochschule Dortmund ins virtuelle Plenum: Prof. Dr. Dierk Borstel teilte seine langjährigen Erfahrungen als Vertrauensdozent der Hans-Böckler-Stiftung und bewusster Förderer von überzeugenden Kandidat*innen. Nursel Kara (Stipendiatin der Hans-Böckler-Stiftung und Bachelor-Absolventin der Sozialen Arbeit) berichtete aus der Sicht einer Stipendiatin.

Praxisnah und authentisch ging es auch im zweiten Teil der Veranstaltung weiter, bei dem die mehr als 150 registrierten Teilnehmer*innen sich an den vier interaktiven Workshops beteiligten und später noch einmal ihre Erfahrungen und Anregungen zum Thema Stipendium in hochschulinternen Runden diskutierten.

Bewusstsein für das Thema Stipendien schärfen

„Wir wollen eine Kultur der Stipendien sowohl bei den Studierenden als auch bei den Hochschulmitarbeitenden verankern. Den Begriff „Kultur“ haben wir bewusst gewählt, denn es ist davon auszugehen, dass ein langfristiger Bewusstseinswandel in den relevanten Institutionen erforderlich ist, um dieses Ziel zu erreichen“, sagt Dr. Markus Hesse, Projektverantwortlicher bei RuhrFutur. „Wir möchten das Bewusstsein der Hochschulmitarbeitenden und insbesondere der Lehrenden für das Thema Stipendien schärfen, denn die Erhöhung der Stipendienquote hängt auch von ihrer Mitarbeit, ihrer potenziellen Ansprache und Begutachtung geeigneter Studierender ab“ ergänzt Katja Hensel, Projektleiterin Stipendienkultur Ruhr an der Fachhochschule Dortmund.

Webseite bündelt Informationen für Interessierte

Die Projektpartner*innen sind von den positiven Effekten einer gelebten Stipendienkultur fest überzeugt. Von einer Stärkung der Stipendienkultur durch ein umfassendes Maßnahmenpaket profitieren sowohl der Hochschulstandort als auch die gesamte Region: Dazu gehören Beispiele guter Praxis in der Stipendienberatung und bei Veranstaltungsformaten, die gemeinsam entwickelt und präsentiert wurden, ebenso wie ein hochschulübergreifenden Austausch unter den Projektakteur*innen. Als zentralen Anlaufpunkt und Informationsplattform wurde zudem die Homepage www.stipendienkultur.de entwickelt, die stetig aktualisiert und erweitert wird, viele Informationen für Stipendieninteressierte bereithält, aber auch für Lehrende und all jene, die Stipendiat*innen unterstützen. Dort gibt es viele praktische Tipps, aber auch Erfahrungsberichte und natürlich Adressen und Links, etwa von Begabtenförderungswerken.

Eine weitere gemeinsame Aufgabe besteht darin, die Ansprache der Begabtenförderungswerke zu koordinieren. Die Zusammenarbeit ermöglicht es außerdem, die Stipendiendaten in der Region besser und strukturierter zu erfassen und auszuwerten. Gute Service- und Beratungsangebote zum Thema Stipendien machen die beteiligten Hochschulen und die Metropole Ruhr attraktiv für Studien- und potenzielle Stipendienbewerber*innen. Somit kann die Förderung einer Stipendienkultur das Image der Hochschulen und Hochschulstandorte positiv beeinflussen und insgesamt zu mehr Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit in der Ruhrregion beitragen. Die Ergebnisse aus den vier interaktiven Workshops können gibt es hier als PDF-Datei im Dokumente-Bereich.

Das gestreamte Rahmenprogramm als Video gibt es in Kürze hier online: www.stipendienkultur.de