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veröffentlicht am:
  • 18.12.2020
Verbundprojekt

Promotionskolleg für angewandte Forschung errichtet

Logo des Promotionskolleg NRW

Mit der ersten Video-Trägerversammlung ist am Montag, 14. Dezember 2020, das Promotionskolleg für angewandte Forschung in Nordrhein-Westfalen errichtet worden. Es geht aus dem Graduierteninstitut NRW hervor, das 2016 gegründet wurde, um kooperative Promotionen von Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) und Universitäten zu stärken.

Rechtliche Grundlage für das Promotionskolleg NRW ist das Landes-Hochschulgesetz von 2019, das ein „Promotionskolleg für angewandte Forschung in Nordrhein-Westfalen“ vorsieht. Zukünftig sollen dort in enger Verbindung mit den Hochschulen hervorragende Masterabsolvent*innen ihr Promotionsvorhaben realisieren. Den Doktorgrad wird das Promotionskolleg NRW verleihen. Voraussetzung ist, dass das Wissenschaftsministerium des Landes dem Promotionskolleg NRW nach Begutachtung durch den Wissenschaftsrat das Promotionsrecht verleiht.

Meilenstein für die wissenschaftliche Nachwuchsförderung

Mit dem Zustimmungserlass des Wissenschaftsministeriums und der Unterzeichnung der Verwaltungsvereinbarung zur Errichtung des Promotionskolleg NRW durch alle 21 Mitgliedshochschulen ist nun ein bedeutender Meilenstein für die wissenschaftliche Nachwuchsförderung erreicht.

Der Vorsitzende der Landesrektor*innenkonferenz der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, Prof. Dr. Marcus Baumann, äußert sich sehr erfreut über dieses Etappenziel: „Die Forschungsleistung der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften hat in den letzten Jahren immens zugenommen. Wir leisten erstklassige Forschung am Ende der Innovationskette und sind so wesentliche Akteur*innen am Wissenschafts- und Innovationsstandort. Mit dem Promotionskolleg stärken wir diese Rolle weiter. Wir betreiben Nachwuchsförderung und bringen uns in den wissenschaftlichen Diskurs ein.“

Gründungsvorsitzender: Aktive Forschung ist Voraussetzung

Prof. Dr. Martin Sternberg, frisch gewählter Gründungsvorsitzender des Promotionskollegs, erklärt: „Mit seinen derzeit acht Abteilungen hat das Promotionskolleg NRW zum Ziel, im Zusammenwirken mit den Mitgliedshochschulen die Voraussetzungen für Promotionen am Promotionskolleg NRW zu schaffen und das Promotionsrecht auszuüben. Auch kooperative Promotionen mit Universitäten werden weiter ausgebaut.“

„Die Qualität der Promotionsvorhaben abzusichern, ist eine der wesentlichen Aufgaben des neuen Promotionskolleg NRW. Dazu gehört, dass Professor*innen nur dann Mitglied werden können, wenn sie aktive Forschungstätigkeiten durch Publikationen und Drittmittel nachweisen“, so Sternberg weiter.

Porträtfoto
Prof. Dr. Wilhelm Schwick, Rektor der FH Dortmund, sieht in dem Promotionskolleg einen wichtigen Schritt für die Weiterentwicklung der Fachhochschulen in NRW. (Foto: FH Dortmund / Volker Wiciok)

FH-Rektor Schwick: Vollständige Bildungsketten an Fachhochschulen

„Die Gründung des Promotionskollegs ist ein wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung der Fachhochschulen in NRW“, lobt Prof. Dr. Wilhelm Schwick, Rektor der Fachhochschule Dortmund. „Das mittelfristige Ziel besteht im vollständigen Angebot der Bildungskette vom Bachelor über den Master zur Promotion an Fachhochschulen.“

Im Zusammenwirken mit den HAW bietet das Promotionskolleg NRW seinen Doktorand*innen Promotionsprogramme mit verschiedenen Qualifizierungselementen, zu denen neben Publikationen in Zeitschriften und Vorträgen bei Konferenzen, Methodenworkshops und fachlichen Vertiefungen auch Vorbereitungen auf eine Berufstätigkeit innerhalb oder außerhalb des Wissenschaftssystems gehören.

Durch die hochschulübergreifende Zusammenarbeit von Professor*innen der HAW und Universitäten sowie Promovierenden in den Abteilungen des Promotionskolleg NRW wird die Forschungskompetenz der HAW gebündelt und der wissenschaftliche Nachwuchs in eine vielfältige und lebendige Forschungsumgebung eingebunden. Das Promotionskolleg NRW kommt somit als Plattform der Netzwerkbildung sowohl den Doktorand*innen als auch der Professor*innenschaft hochschultypübergreifend zugute.