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veröffentlicht am:
  • 10.12.2020
„Sec-Human“

Forschungskolleg erhält 2,2 Millionen Euro Förderung

Das Forschungskolleg „Sec-Human“ wird für weitere 3,5 Jahre vom NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft gefördert. An dem in Bochum angesiedelten Forschungskolleg können Doktorand*innen der Fachhochschule Dortmund in Kooperation mit der TU Dortmund und der Ruhr Universität Bochum promovieren.  

KeyVisual des Sec-HUman-Forschungskollegs

Seit 2016 forschen Doktorand*innen der drei beteiligten Hochschulen im Forschungskolleg „Sec-Human“ zur Sicherheit im Cyberspace. In der zweiten Förderphase stellt das Land nun weitere 2,2 Millionen Euro bereit. Im Kolleg arbeiten Doktorand*innen nicht nur mit Forschenden aus anderen Disziplinen zusammen, sondern auch mit Akteuren aus der Praxis.

Alle Promovierenden aus den technischen Disziplinen arbeiten im Tandem zusammen mit Promovierenden aus den geistes- und gesellschaftswissenschaftlichen Fachbereichen. „Die Tandempromotion hat sich als hervorragende Struktur für gelebtes interdisziplinäres Arbeiten erwiesen und als Blaupause für die Datensicherheitsforschung etabliert“, sagt Prof. Dr. Christof Paar, Sprecher des Kollegs in der ersten Förderphase, nun stellvertretender Sprecher. Das Konzept wurde auch in das NRW-Graduiertenkolleg übernommen.

Porträtfoto
Olga Skrebec promoviert am Forschungskolleg zum Thema „Kognitive Wissensintegration als Weiche der inter-und transdisziplinären Arbeit“. (Foto: Sec-Human)

Metapromotion zu interdisziplinärem Arbeiten

Olga Skrebec, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften der FH Dortmund, forscht am Promotionskolleg über den Kern ebendieses Kollegs: die inter- und transdisziplinären Arbeit. Die Doktorandin untersucht, welche psychologischen Kompetenzen erfolgreiche Wissensintegration unterstützen.

Probleme der heutigen Welt lassen sich nicht alleine lösen. Ob Innovationen auf dem Technikmarkt, die Durchführung einer komplexen Operation oder die Stärkung von Empowerment in einem Stadtquartier - sobald ein bestehender Wissensfundus erweitert oder gar neues Wissen entdeckt werden soll, sind Denkprozesse mehrerer unterschiedlicher Experten gefragt. Interdisziplinäres Arbeiten entsteht, wenn zwei oder mehr verschiedene Disziplinen zusammenarbeiten, um ein gemeinsames Problem zu lösen oder eine Aufgabenstellung zu bearbeiten.

Welche gedanklichen Prozesse finden statt, wenn verschiedenes Wissen miteinander verknüpft wird? Welche individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten bringen Experten der inter- und transdisziplinären Arbeit mit um Wissen effektiver integrieren zu können? Und vor allem: Wie können wir kognitive Wissensintegration unterstützen um zum erfolgreichen inter- und transdisziplinären Arbeiten beizutragen? Diesen Fragen widmet sich die Forschung von Olga Skrebec, die von Prof. Dr. Marcel Hunecke betreut wird. 

 


Hintergrund:

SecHuman ist eines von 12  inter- und transdisziplinären Forschungskollegs, die  vom  Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert werden.

Alle 12 Kollegs beschäftigen sich mit gesellschaftlich und politisch hoch relevanten Themen. Die Doktorand*innen der Kollegs arbeiten von Beginn an mit Forscher*innen aus unterschiedlichen Disziplinen sowie außerwissenschaftlichen Akteur*innen aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik zusammen. Durch diese inter- und transdisziplinäre Ausrichtung werden aktuelle, realweltliche Themen aus einer Breite von Perspektiven heraus bearbeitet. Das erlaubt eine genauere Abbildung des Forschungsgegenstandes und die Entdeckung von neuem Wissen, das eine hohe Relevanz für unsere heutige Umwelt und Gesellschaft hat.

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