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Ruhr Master School

Hochschulverbünde lernen voneinander

Grafisches Schaubild mit Wörtern, Symbolen und Figuren
Zwei Grafikerinnen protokollierten das RMS-Forum in Form eines „Graphic Recordings“. (Quelle: #bikablo®)

Zum ersten „Forum Hochschulverbünde“ hatte die Ruhr Master School (RMS) für den 22. September 2020 an die Fachhochschule Dortmund geladen. Vorträge, Workshops und die Beteiligung von 27 Hochschulverbünden unter anderem aus Frankreich, Österreich und der Schweiz machten dieses erste „Forum Hochschulverbünde“ zu einem facettenreichen Erfahrungsaustausch auf vielen Ebenen mit vielversprechender Zukunft.

Eine kürzlich von der Stiftung Mercator finanzierte Recherche ging der Frage nach, welche Arten von Hochschulverbünden es im deutschsprachigen Raum gibt. Die Präsentation der Ergebnisse war einer der Tagesordnungspunkte beim „Forum Hochschulverbünde“. Ursprünglich als Präsenzevent geplant, switchte die Ruhr Master School aufgrund der Corona-Situation in den Hybridmodus: Acht der zwölf Akteur*innen sprachen vor Ort, vier schalteten sich per Video zu, alle weiteren Teilnehmenden waren über Stream und Chat dabei.

Nach Grußworten von NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen, Dr. Klaus Kordowski von der Mercator-Stiftung (beide per Video) und Prof. Dr. Wilhelm Schwick, Rektor der FH Dortmund, berichteten Prof. Dr. Andreas Becker (FH Dortmund) und Prof. Dr. Michael Radermacher (HS Bochum) von den bisherigen Erfahrungen des Lehrverbunds RMS.

Blick nach und aus Finnland

Aus Finnland zugeschaltet, schilderte Antti Vettenranta von der Helsinki Metropolitan Universities of Applied Sciences die Organisation und die Benefits einer dortigen strategischen Allianz. Weitere Beteiligte der RMS trugen ihre Perspektiven in die Diskussion: Prof. Dr. Tamara Appel, Prorektorin für Lehre und Studium der FH Dortmund; Prof. Dr. Eva Waller, Vizepräsidentin Studium, Lehre, Internationales der Hochschule Bochum und Prof. Dr. Tatjana Oberdörster, Vizepräsidentin Studium und Lehre der Westfälischen Hochschule.

Fünf Personen an Stehtischen, rechts vorne eine Person frei stehend.
V.l.: Prof. Tatjana Oberdörster, Prof. Tamara Appel, Prof. Eva Waller, Prof. Michael Radermacher, Prof. Andreas Becker und Armin Himmelrath. (Foto: FH Dortmund)

Die Ergebnisse der Hochschulverbünde-Recherche stellte Dr. Elke Bosse vom Institut für Hochschulentwicklung (HIS-HE) vor. Die Untersuchung umfasste mehr als 70 Verbünde im deutschsprachigen Raum. Aus den zusammengetragenen Daten und deren Analysen lassen sich sowohl Hindernisse als auch Erfolgsfaktoren für die Kooperation von Hochschulen ableiten.

Herausforderungen sind unter anderem der „Umgang mit den unterschiedlichen Strukturen, Prozessen und Kulturen der Partnerhochschulen“ sowie „das Vereinbaren von Konkurrenz und Kooperation“. Dem stehen, je nach operativer Ausrichtung der Verbünde, eine Vielzahl von Möglichkeiten konstruktiver Zusammenarbeit gegenüber: zum Beispiel eine höhere Qualität in Studium und Lehre, gemeinsame Lösungen in der Digitalisierung, bessere Mobilitätsbedingungen.

Nach der Pause teilten sich die Speaker*innen mit zuvor angemeldeten Teilnehmenden auf vier Workshops auf, um einzelne Aspekte solcher Verbünde intensiver zu durchleuchten. Die Ergebnisse dokumentierten zwei Grafikerinnen als „graphic recordings“, live gezeichnete Schaubilder aus Symbolen, Piktogrammen und Wörtern.

„Format und Inhalte der Konferenz wurden sehr gelobt“, sagte Rebecca Hegemann-Rockel vom RMS-Team der FH Dortmund nach der Veranstaltung. Diese Premiere sei ein Schritt gewesen hin zu einem engeren Austausch zwischen interessierten Verbünden – vielleicht mit weiteren, regelmäßigen Foren dieser Art.


Die Ruhr Master School

  • Die Ruhr Master School hat sich, dank der Förderung der Stiftung Mercator, als Hochschulverbund mit Schwerpunkt auf ein koordiniertes Masterstudienangebot etabliert.
  • Die Fachhochschule Dortmund, die Hochschule Bochum und die Westfälische Hochschule bieten Studierenden der Ingenieurwissenschaft, Informatik und Wirtschaftswissenschaft Möglichkeiten, die Inhalte der Studienangebote aller drei Standorte miteinander zu kombinieren.
  • Dadurch können die Studierenden ihr Studium noch stärker nach persönlichen Interessen, Fähigkeiten und beruflichen Vorstellungen modellieren.