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Dortmunder U

„Print Print Print“: Suppennudel trifft Marilyn Monroe

„Print Print Print“ heißt die aktuelle Ausstellung im Schaufenster des Museums Ostwall im Dortmunder U. Gezeigt werden Kunstwerke aus der Sammlung des Museums, die den humorvollen, spielerischen und unerwarteten Umgang mit Drucktechnik, Typografie und Worten thematisieren. Lisa Fischer, Szenografin der Fachhochschule Dortmund, hat den Raum im Dortmunder U gestaltet.

Drei Frauen stehen vor einem Bild.
FH-Dortmund-Szenografin Lisa Fischer (v.l.) gemeinsam mit den Kuratorinnen Elvira Neuendank und Sarah Hübscher. (Foto FH Dortmund / Benedikt Reichel)

Worte umgeben uns, Buchstaben sind überall. Sofort suchen wir einen Sinn. In welcher Reihenfolge ergibt sich ein Kontext? Manchmal ist das gar nicht nötig, mitunter auch gar nicht möglich. Die Ausstellung „Print Print Print. Virtuelle Poesie und typographisches Experiment“ reduziert unsere Gedanken auf einzelne Wörter, zerlegt Wörter in ihre einzelnen Buchstaben – fordert eine neue Betrachtungsweise.

Im Schaufenster des Museums Ostwall haben die Kuratorinnen Sarah Hübscher und Elvira Neuendank (TU Dortmund) gemeinsam mit Szenografin Lisa Fischer von der FH Dortmund ein komplexes Universum aus Zeichen, Buchstaben, Formen und Farben geschaffen. Ein begehbares Labor mit Arbeitsplätzen und Probierflächen.

Das Werk zeigt drei David Statuen, eine im Original, auf der zweiten sind die Umrisse aus Wörtern und auf dem Dritten aus Linien.
Ketty La Rocca, David, 1975, Siebdruck auf Büttenpapier (Quelle: Museum Ostwall im Dortmunder U)

Licht, Poesie, David

Der Blick der Besucher*innen fällt zuerst auf die einzige Arbeit, die nicht aus dem Bestand des Museums kommt. Lisa Fischer und Bianca Reimann (FH Dortmund) haben Drucktechniken, Typografien und Motive zu einer Collage zusammengestellt. „Wir haben Abrisse von Plakaten aus Dortmund eingescannt und hochskaliert, bis die Pixel zu sehen waren“, erzählt Lisa Fischer. Ihr Raum-Design greift diese Pixel, die einzelnen Bildpunkte, an verschiedenen Stellen auf. 

Weiter geht es zu „Marilyn Monroe“ und „David“, die von der italienischen Künstlerin Ketty La Rocca mit Linien und Worten neu interpretiert werden. Zur gemischten Buchstabensuppe mit dem simplen Titel „Die Poesie“ oder zum tiefschwarzen Druck, in dem sich aus einem bestimmten Blickwinkel das Wort „licht“ spiegelt.

Die Ausstellung ist auch ein kollaboratives Projekt: Sie vereint Objekte, Wissenschaft und museumspädagogische Arbeit auf kleinstem Raum. Die mechanische Schreibmaschine ohne Textkorrekturfeld soll von den Besucher*innen benutzt werden. Alte Museumsplakate werden am Basteltisch zu kleinen Heften und am Overheadprojektor werden Besucher*innen selbst zu Künstlern.

 


Im Überblick

  • Was: Ausstellung „Print Print Print. Visuelle Poesie und typographisches Experiment“
  • Wo: Museum Ostwall im Dortmunder U (MO Schaufenster), Ebene 5, Leonie-Reygers-Terrasse, 44137 Dortmund
  • Wann: 24. September bis 15. November 2020
  • Kosten: Eintritt frei