ARD/ZDF Förderpreis

Preisverdächtig: Lotte Rufs klimaschonende Filme

Lotte Ruf mit Plakat vor Festival-Schrifttapete
Mit der Webserie „Haus Kummerveldt“ war das Team – hier Lotte Ruf – auf dem Filmfestival „Max Ophüls Preis“.

Mit der möglichst klimaneutralen Produktion von Filmen beschäftigt sich die Designstudentin Lotte Ruf in ihrer Bachelorarbeit – theoretisch und praktisch. Dafür wurde sie für den Förderpreis „Frauen + Medientechnologie“ von ARD und ZDF nominiert.

Bei der 2019 gedrehten Webserie „Haus Kummerveldt“ war Lotte Ruf die ausführende Produzentin (Executive Producer). Dabei achtete sie beispielsweise darauf, dass an echten Locations gedreht wurde, anstatt im Studio halbe Wohnhäuser nachzubauen. Dass das Catering aus regionaler Nahrung bestand und ohne Einweggeschirr auskam. Dass beim Dreh stromsparende LED-Lampen eingesetzt wurden, so dass nicht die üblichen zwei Dieselgeneratoren fürs Licht eingesetzt werden mussten – sondern kein einziger. Die Arbeit an der Webserie ist der praktische Teil von Lotte Rufs Bachelorarbeit im Studiengang Film und Sound an der FH Dortmund.

Was wäre möglich?

Für den theoretischen Teil recherchierte sie zu den bestehenden Angeboten zum Klimaschutz bei Filmproduktionen und setzte sich mit den Möglichkeiten auseinander: Was wäre alles möglich? Wo und wie könnte die Filmbranche grundsätzlich und im Detail klimaschonender arbeiten?

Mitte Juli sollen die Preisträgerinnen bekannt gegeben werden. Der erste Platz ist mit 5.000 Euro dotiert. Mit Lotte Ruf ist zum ersten Mal die FH Dortmund unter den Nominierten des Förderpreises vertreten.