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veröffentlicht am:
  • 05.06.2020
Dortmunder U

Digital-innovatives Projekt für Kultur nach Corona

Gruppenbild vor Beamer-Leinwand
Stellten das Projekt erstmals vor (v.l.): Beáta Nagy, Wolfram Lakaszus, Jasmin Vogel (Vorständin Kulturforum Witten), Harald Opel (Leiter kiU der FH Dortmund) und Dr. Stefan Mühlhofer (Geschäftsführender Direktor der Kulturbetriebe Dortmund). (Foto: Stadt Dortmund)

Kunstschaffende und ihre Arbeiten vorstellen will das künstlerische Experiment „Der erste Kontakt“ am Dortmunder U. Initiator und Ideengeber ist Harald Opel, Künstlerischer Leiter am StoryLab kiU unserer Fachhochschule. Im ersten Schritt geht es um eine virtuelle Erkundung von Ateliers und Werkstätten.

Kultur in Zeiten von Corona – das bedeutete für viele Kunstschaffende und Kulturinstitutionen den (teilweise überfälligen) Schritt ins Digitale. Performances oder Lesungen wurden in den vergangenen Monaten live gestreamt, Ausstellungen in virtuelle Galerien verlegt, das Engagement in den sozialen Netzwerken intensiviert. Die Chancen der Digitalität sind jedoch weitaus größer, findet eine Gruppe visionärer Kulturmanager und Digital-Expert*innen aus dem Ruhrgebiet. Aus ihrer Sicht birgt die coronabedingte Kontaktsperre die Chance, völlig neue Digitalformate zu entwickeln und dabei Virtualität und Realität zu verknüpfen.


Mehr zum Projekt: Website  und Preview-Video (YouTube)


Wie funktioniert „Der erste Kontakt“?

Die Besucher*innen wandern durch einen dreidimensionalen Kunstraum, neu zusammengebaut aus Werkstatträumen oder Ateliers von Kunstschaffenden, und können darin Kunst entdecken: Eingebettet sind zum Beispiel Videos, Sounds oder 3D-Modelle von Kunstobjekten. Diese bieten einen Vorgeschmack darauf, was es später dann live zu erleben gibt. Vorerst benötigen die Besucher*innen für den „ersten Kontakt“ nicht mehr als ihren Browser.

Kunstschaffende, die sich beteiligen, müssen zuvor ihre Räume und Kunstobjekte nach dem speziellen Verfahren der Photogrammetrie ablichten. Aus diesen Fotos entsteht der virtuelle Raum, der mit Performances und virtueller Kunst gefüllt wird.

Unterstützung für Kunstschaffende

„Der erste Kontakt“ hat neben dem künstlerisch-innovativen Ansatz auch das Ziel, Kunstschaffenden eine finanzielle Unterstützung zu bieten. Das Dortmunder U will ihnen neue Präsentationsflächen und digitale Perspektiven abseits klassischer Online-Vertriebswege wie Livestreams bieten.

 


Projektbeteiligte

Für das Projekt arbeitet das Dortmunder U zusammen mit Harald Opel vom StoryLab kiU, dem Kulturforum Witten und der Projektfabrik Witten. Ein „Proof of Concept“ wurde bereits entwickelt und eine Reihe von teilnehmenden Kunstschaffenden gefunden, darunter diese:

  • Bildhauer Sebastian Wien (Dortmund)
  • Film- und Medienkünstlerinnen Nicola Gördes und Stella Rossié (Dortmund)
  • Fotografin und Medienkünstlerin Silke Schönfeld (Dortmund)
  • Klangkünstler Christof Schläger (Herne)
  • Konzept- und Medienkünstler Wolfram Lakaszus (Bochum)
  • Regisseurin und Schauspielerin Beáta Nagy (Witten)
  • Symphoniker Marko Genero (Bochum)