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zuletzt geändert am:

  • 20.04.2020
World Press Photo Award

Erfolgreiche Fotografen vom Fachbereich Design

Einen ersten und einen zweiten Preis haben Fotografen des Fachbereichs Design unserer Fachhochschule in zwei Kategorien beim „World Press Photo Award“ 2020 gewonnen. Die renommierte Auszeichnung, über die sich ein Absolvent und ein Student freuen dürfen, gilt in Fachkreisen als eine Art Oscar der Fotografie.

1. Preis in der Kategorie „Contemporary Issues, Singles“

Ein Mann im Anzug trägt zwei Granatwerfer.
(Foto: Nikita Teryoshin)
  • Preisträger: Nikita Teryoshin, Absolvent des Studiengangs Fotografie (Bachelor)

  • Beitragstitel: „Nothing Personal – the Back Office of War“

  • Motiv: Auf der internationalen Verteidigungsmesse IDEX in Abu Dhabi schließt ein Geschäftsmann am Ende des Ausstellungstages Granatwerfer weg.

Die IDEX ist die größte Verteidigungsausstellung und Konferenz im Nahen Osten und eine der größten Waffenmessen der Welt. Es werden keine offiziellen Besuchendenzahlen veröffentlicht, aber laut den staatlichen Medien der Vereinigten Arabischen Emirate verzeichnet die Veranstaltung 1.200 globale Verteidigungsspezialist*innen, 1.235 Ausstellende und mehr als 105.000 Besucher*innen.

Zu den Teilnehmenden zählen Verteidigungsminister*innen, militärisch Verantwortliche und wichtige Entscheidungsträger*innen von Regierungen, die in Konferenzräumen, bei gesellschaftlichen Veranstaltungen und in Backoffice-Meetings zusammenkommen. Krieg wird in einer künstlichen Umgebung inszeniert, in der Mannequins und Bildschirmbilder statt realer Menschen anzutreffen sind. Zum Programm gehören auch täglich choreografierte Kampfvorführungen.


2. Preis in der Kategorie „Environment, Stories“

Menschen stehen am Seeufer und fahren in Booten.
(Foto: Maximilian Mann)
  • Preisträger: Maximilian Mann, Student des Studiengangs Fotografie (Master)

  • Beitragstitel: „Fading Flamingos“

  • Motiv: Besucher*innen treffen sich am austrocknenden Urmia-See im Iran.

Der Urmia-See im Nordwesten des Iran, einst einer der größten Salzseen der Welt, trocknet aus. In den 1990er-Jahren war er doppelt so groß wie Luxemburg, aber verstärkte Dürreperioden und erhöhte Sommertemperaturen haben die Verdunstung beschleunigt. Darüber hinaus haben illegale Brunnen zusammen mit einer Vielzahl von Dämmen und Bewässerungsprojekten entlang der Nebenflüsse des Sees Wasser auf landwirtschaftliche Felder umgeleitet.

Untersuchungen einer internationalen Gruppe von Wissenschaftler*innen aus dem Jahr 2014 zeigten, dass der See in den 1970er-Jahren auf etwa zwölf Prozent seiner Größe geschrumpft war. Außerdem weisen Umweltschützer*innen darauf hin, dass ein 15 Kilometer langer Damm, der den See in zwei Teile teilt und 2008 gebaut wurde, zur Austrocknung beiträgt, da er den Wasserfluss zwischen den beiden Seiten hemmt.

Das exponierte Seeufer bildet eine riesige Salzwüste, die die Landwirtschaft nicht unterstützen kann und anfällig ist für Salzstürme, die die umliegende Landwirtschaft beeinträchtigen und Augen-, Haut- und Lungenerkrankungen verursachen. Die Bewohner*innen der Gegend, für die der See einst ein Freizeitort war, ziehen weg. Die Austrocknung wirkt sich auch auf die Nahrungsquellen für Zugvögel aus, darunter Flamingos, Enten und Reiher. Der iranische Präsident Hassan Rouhani hat über einen Zeitraum von zehn Jahren fünf Milliarden US-Dollar für die Wiederbelebung von Urmia zugesagt, und das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen arbeitet mit Landwirt*innen zusammen, um nachhaltigere Arbeitspraktiken einzuführen.