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veröffentlicht am:

  • 29.01.2020
imm cologne

Fashion-Show für Möbel

Die Studentin sitzt mit zwei Herren an einem Tisch auf dem Messestand.
Am „imm“-Messestand traf sich Szenografie-Studentin Katharina Wind (links) mit Prof. Oliver Langbein (Mitte) und einem Kommilitonen. (Foto: FH Dortmund)

Für die Möbel-Fachmesse „imm cologne“ vom 13. bis 19. Januar 2020 hat Szenografie-Studentin Katharina Wind als Masterprojekt einen Messestand für zwei Unternehmen entwickelt und umgesetzt. Die Möbel inszenierte sie wie edle Kleidung.

Die Idee sei schon im September während der ersten Besprechungen mit dem Geschäftsführer der beiden Marken KFF und ASCO entstanden, erzählt Katharina Wind: das Thema Möbel in einen anderen Kontext zu setzen. In den Kontext Mode. Das passt, denn die Stoffe der Bezüge seien in ihren Farben und ihrer Beschaffenheit mit Kleidungsstoffen verwandt. Viele Aussteller*innen bauen einfach Wohnsituationen auf, um ihre Möbel zu zeigen, sagt Wind. Ihr Entwurf sollte sich davon abheben.

Lampenschirme beleuchten Exponate

Insgesamt etwa drei Monate hat Wind Zeit für die Ausarbeitung. Sie konzipiert flache Podeste mit ovaler Grundfläche für die Sessel und Tische. Darüber entwirft sie große, dunkel verkleidete Lichtschächte, die wie überdimensionierte Lampenschirme auf die Exponate herableuchten. Die hellen Oberflächen der Podeste und die Leuchtkörper darüber rahmen die Exponate ein und lenken unwillkürlich den Blick auf sie. Fast wirken sie wie schick gerundete, übergroße Schachteln, deren Deckel wie gerade erst angehoben über dem Inhalt zu schweben scheinen.

Die Mode-Idee überträgt die Studentin auch auf Details. Stoffmuster für die Möbelbezüge hängt sie mit Kleiderbügeln an Kleiderständer. Die Messetüten sind denen von Modelabeln nachempfunden. An den Exponaten sitzen und stehen mit farbigem Samt bezogene Schaufensterfiguren, die anstelle von Kleidung die Sessel, Stühle und Tische vorführen.

Messestand mit Tischen, Stühlen und zwei Schaufensterfiguren
Mit farbigem Samt bezogene Schaufensterfiguren führen Sessel, Stühle und Tische vor. (Foto: FH Dortmund)

Professioneller Anspruch

Die besondere Herausforderung dieser Arbeit, sagt Winds Erstprüferin Prof. Dr. Pamela Scorzin vom Fachbereich Design, bestehe darin, den professionellen Anspruch umfassend zu erfüllen: ein Konzept zu entwickeln, es fristgerecht zu realisieren und das gesamte Projekt zu managen. Winds Umsetzung nennt Prof. Scorzin „äußert gelungen“: Die Studierende setze „ein originelles Narrativ, das eine besondere Atmosphäre für den Messestand generiert“. Winds szenografischer Auftritt unterscheide sich vom gewöhnlichen Messedesign und von reiner Dekoration.

Lehrreiches Projekt

Was nimmt Katharina Wind mit aus diesem Projekt, was hat sie dabei gelernt? „Die praktische Erfahrung. Verantwortung für die eigenen Entscheidungen zu übernehmen, sie zu kommunizieren und selbstbewusst umzusetzen.“ Und: Aufmerksam zu sein und zu bleiben, bei Problemen flexibel und entschlossen zu reagieren. „Einmal haben wir plötzlich bemerkt, dass ein Stoff in der falschen Farbe geliefert worden war. Und die Zeit war knapp. Aber wir haben es hingekriegt.“