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veröffentlicht am:

  • 24.01.2020
InTraHealth

FH Dortmund mindert Diskriminierung in der Gesundheitsversorgung

Prof. Dr. Gabriele Dennert steht vor Gebäuden auf dem Campus
Prof. Dr. Gabriele Dennert leitet das Projekt InTraHealth. (Foto: FH Dortmund)

An der Fachhochschule Dortmund ist unter Leitung von Prof. Dr. Gabriele Dennert das Projekt InTraHealth gestartet, das die Gesundheitsversorgung von inter- und transgeschlechtlichen Menschen verbessern soll. In dem Projekt wird eine interaktive Online-Selbstlernumgebung für Gesundheitsfachkräfte entwickelt.

Gesamtgesellschaftlich geht man noch immer davon aus, dass es nur zwei Geschlechter gibt: männlich und weiblich. Auch das deutsche Gesundheitswesen basiert auf dieser Vorstellung.

Einige Menschen können allerdings nicht eindeutig einer Kategorie zugeordnet werden (Intergeschlechtlichkeit). Andere identifizieren sich mit einem anderen Geschlecht als jenem, das ihnen bei Geburt zugeschrieben wurde (Transgeschlechtlichkeit).

Inter- und transgeschlechtliche Menschen erhalten deshalb nicht immer eine bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung. Mitunter erleben sie Diskriminierung in Arztpraxen, Krankenhäusern oder anderen medizinischen Einrichtungen.

Vor diesem Hintergrund will das vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte Projekt InTraHealth die Gesundheitsversorgung von inter- und transgeschlechtlichen Menschen verbessern. Eine gezielte Sensibilisierung von Gesundheitsfachkräften soll Zugangsbarrieren abbauen und die medizinische Versorgungsqualität und -zufriedenheit verbessern.

Mit einer bundesweiten Onlinebefragung, die im Mai startet, analysiert das Projekt die Versorgungssituation und -erfahrungen von inter- und transgeschlechtlichen Personen. Erhoben wird auch, welches Wissen Fachkräfte im Gesundheitswesen benötigen, um geschlechtssensibel zu versorgen.

In Kooperation mit der Technischen Hochschule Köln und den Kliniken Köln wird eine interaktive, webbasierte Selbstlernumgebung für Gesundheitsfachkräfte entwickelt. Nach Abschluss des Projekts im Sommer 2022 soll die Plattform online frei zugänglich sein.