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zuletzt geändert am:

  • 14.09.2019
Wissenschaftstag

„Schatz, warum ist deine Nase so blau?“

Rund 300 Interessierte nutzten beim Wissenschaftstag am 10. Oktober 2019 die Chance, hinter die Kulissen von Hochschulen, Forschungsinstituten und kulturellen Einrichtungen zu schauen und Wissenschaft live zu erleben. Zwei der insgesamt 13 Bustouren führten zur Fachhochschule Dortmund.

Freuten sich über einen gelungenen Wissenschaftstag (v.l.): Laura Berndt (Hochschule und Wissenschaft (Stadt Dortmund)), Prof. Dr. Guido Quelle (Vorsitzender der Dortmund Stiftung), Thomas Westphal (Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Dortmund), Prof. Dr. Wilhelm Schwick (Rektor der FH Dortmund und Vorsitzender windo e. V.), Prof. Dr. Dr. h.c. Ursula Gather (Rektorin der TU Dortmund), Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Angela Märtin (Hochschul- und Wissenschaftsreferentin der Stadt Dortmund) (Foto: Stadt Dortmund / Roland Gorecki)

 


Rückblick: Impressionen von beiden FH-Touren finden Sie in unserer Bildergalerie.


„Schatz, warum ist deine Nase so blau?“ Die Klärung dieser und anderer (thermischer) Fragen stand im Mittelpunkt der Bustour zum Fachbereich Architektur. Was für unser Auge nicht sichtbar ist, schafft die Thermografie. Und mit diesem Wärme-Abbild ergaben sich beim „Thermo-Fotoshooting“ plötzlich ganz neue Eindrücke von Mensch und Umwelt (blau = kalt, rot = warm). So konnten die 30 Gäste (unter ihnen auch Bürgermeister Manfred Sauer) feststellen, dass trotz unterschiedlicher Empfindungen beim „Handauflegen“, alle Oberflächen annähernd die gleiche Temperatur hatten – vom Stein über das Metall bis zum Dämmstoff.

Vorbereitet durch kurze Fachvorträge aus dem Lehr- und Forschungsgebiet „Architektur + Metallbau“ von Prof. Dr. Helmut Hachul, gaben die wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen Daniel Horn, Daniela Ridder und Dr. Thiemo Ebbert Einblicke in physikalische, konstruktive und architektonische Grundlagen aus den vielfältigen Forschungsprojekten.

Technik für den Menschen

Am Fachbereich Informationstechnik erlebten bei der Tour „Biomedizintechnik und Robotik“ rund 50 Gäste – darunter auch eine Klasse der Schule für Gesundheitsberufe am Klinikum Dortmund – wie FH-Forscher*innen die Technik des digitalen Zeitalters für eine bessere medizinische Versorgung der Menschen nutzen wollen. In den Laboren für Informationstechnik (LIT) lernten sie an sechs Stationen die große Forschungsvielfalt im Bereich Biomedizintechnik kennen. Hier gab es Einblicke in Projekte von Prof. Dr. Thomas Felderhoff, Prof. Dr. Jörg Thiem, Prof. Dr. Andreas Becker und Prof. Dr. Sebastian Zaunseder, vorgestellt von Projektmitarbeiter*innen.

So erfuhren die interessierten Gäste, wie bei Operationen tiefenscharfe Live-Bilder mit dem 3D-Endoskop entstehen, wie man mit künstlicher Intelligenz Sprachtherapien für Kinder durch eine App unterstützen kann (AVATAR) oder wie sich mit einem aus zahlreichen Sensoren bestehenden System Halswirbelbewegungs- und -haltungsdaten mobil erfassen und analysieren lassen (Medithena). Vorgestellt wurden auch eine innovative Herz-Kreislauf-Diagnostik sowie die Mobile Roboterplattform (MoRoP), die beispielsweise zum autonomen Erkunden und Kartografieren eines gefährlichen Terrains eingesetzt werden kann.

 


Hintergrund

Event mit Tradition

Zum Wissenschaftstag eingeladen hatten das Netzwerk windo e. V., die Stadt Dortmund und die Dortmund-Stiftung. Die Bustouren starteten nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Prof. Dr. Wilhelm Schwick, FH-Rektor und Vorsitzender von windo e.V., vom Dortmunder Rathaus aus. Am Abend stand ein Mix aus Livemusik, Wissenschaft und Networking auf dem Programm. Das Ensemble „Jazz in Opera“ begeisterte die rund 200 Besucher*innen mit originellen Brückenschlägen zwischen Klassik und Jazz. Prof. Dr. Gerhard Schembecker von der TU Dortmund gab in seinem Festvortrag Antworten auf die spannende Frage, was ein Wasserschlauch mit sicheren Medikamenten zu tun hat.

Seit 2002 ist der Dortmunder Wissenschaftstag ein fester Bestandteil im Eventkalender der Stadt. Er findet seit 2016 alle zwei Jahre im Wechsel mit der Dortmunder Wissenschaftskonferenz statt. Der Wissenschaftstag wird von der Dortmund-Stiftung finanziell unterstützt und von windo e.V. sowie der Stadt Dortmund organisiert.