Sie befinden sich hier: FachbereicheMaschinenbau3D-Drucker

Informationen für Studieninteressierte

Kontakt

veröffentlicht am:

  • 18.10.2019
3D-Druck

Meilenstein beim Drucken auf Zuruf

Präsentation des neuen Druckers
Nahmen den neuen Drucker in Betrieb (v.l.): Enno Ebel, Matthias Krause, Prof. Dr. Thomas Straßmann und Prof. Dr. Thorsten Sinnemann. (Foto: FH Dortmund / Eva-Maria Reuber)

Er ist superschnell, produziert hohe Stückzahlen und arbeitet noch dazu ressourcensparend: Im Labor für Additive Fertigung am Fachbereich Maschinenbau unserer Fachhochschule wurde jetzt ein innovativer 3D-Drucker in Betrieb genommen.

Seit 2012 setzt der Fachbereich Maschinenbau auf Rapid Prototyping für individualisierte Fertigung. Die Druckprozesse hatten bislang immer einen längeren Vorlauf und zogen sich hin – der neue „HP Jet Fusion 4200“ dagegen „druckt auf Zuruf“, wie Prof. Dr. Thorsten Sinnemann, Leiter des Labors, anlässlich der Einweihung am 14. Oktober 2019 erklärte: „Ein Meilenstein für unsere Forschung und Lehre.“

Nachhaltige Technik

Die Anlage hat das Zeug, zum neuen Industriestandard zu werden. Sie zeichnet sich aus durch hohe Geschwindigkeit, einen großen Bauraum und sehr gute Prozesssicherheit – und wird auch bei großen Automobilherstellern wie BMW und Volkswagen eingesetzt.

Das Jet-Fusion-Verfahren ist zehnmal schneller als vergleichbare 3D-Druckverfahren. Eine weitere Besonderheit: Das beim Druckprozess nicht verwendete Kunststoffpulver kann innerhalb der Anlage vollständig wiederaufbereitet und weiterverwendet werden. Bei der Herstellung von Bauteilen entsteht kein Abfall – ein guter Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen Hochschule.

Im Schulterschluss

„Der Brücken- und Schulterschluss der beiden Fachbereiche Architektur und Maschinenbau hat es möglich gemacht, diese Top-Technik in unsere Hochschule zu bringen“, so Prof. Dr. Thomas Straßmann, Dekan des Fachbereichs Maschinenbau. Die gemeinsame Beschaffung aus Mitteln des Investitions- und Innovationsprogramms wird der „Untersuchung additiver Fertigungsverfahren für Anwendungen in Bauwesen und Maschinenbau“ dienen. Im Rahmen dieses Projektes schlossen sich die beteiligten Labore zur Additive Manufacturing Research Unit (AMRU) zusammen. Eine Gemeinschaft mit Potenzial: „Wir wollen unter dem Dach von AMRU auch zukünftig gemeinsame Forschungsprojekte generieren und durchführen“, so Thomas Straßmann.

Die Komplexität der Anlage machte einen erheblichen Umbau des Labors für Additive Fertigung notwendig: „Be- und Entlüftungsanlage, Klimatisierung, statische und sicherheitstechnische Beurteilung der Räumlichkeiten sind beim Betrieb dieser Anlage vorgeschrieben“, erklärt Enno Ebel, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Labors. Er begleitete mit seinen Kollegen Matthias Krause und Paul-Andreas Maurer den rund einjährigen Prozess. Die Kosten der Anlage inklusive Umbaumaßnahmen belaufen sich auf rund 500.000 Euro.