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veröffentlicht am:

  • 13.09.2019
FH-Fachkonferenz

Fachhochschulen sind "wegweisend, innovativ und schlau"

Ministerialrat Magnus Milde
Ministerialrat Magnus Milde sprach das Grußwort für Staatssekretär Thomas Rachel, der kurzfristig verhindert war. (Foto: FH Dortmund / Tilman Abegg)

Bei der Zukunftskonferenz auf Zeche Zollverein am 4. und 5. September 2019 diskutierten die deutschen Fachhochschulen, wie sie ihre Rolle als ein Motor des deutschen Innovationssystems weiter ausbauen und entwickeln wollen. Bei der Eröffnung bat der Ausrichter BMBF das Projekt Software4Robots der FH Dortmund auf die Bühne – als Beispiel für hervorragende Forschung.

Die Fachhochschulen sind weiter im Aufwind, also wohin mit dem Schwung? Wie und in welche Richtung wollen die FH und HAW (Hochschulen für Angewandte Wissenschaft) sich weiterentwickeln? Wie lassen sich Internationalisierung und Digitalisierung bestmöglich organisieren? Unter dem Motto „Forschung an Fachhochschulen aktiv gestalten!“ kam die deutsche Fachhochschul-Community zur FH-Fachkonferenz auf Zeche Zollverein zusammen, ausgerichtet vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

"Wir fördern wegweisende Themen, gute Ideen, innovative Forschungsansätze, schlaue Köpfe und gute Lehre“, ließ der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel, der kurzfristig die Bundesministerin Anja Karliczek vertreten musste, ausrichten – per Videogruß und über Ministerialrat Magnus Milde, Referatsleiter „Forschung an Fachhochschulen“. „All dies“, betonte Milde im Namen Rachels, „zeichnet die deutschen Fachhochschulen als regional verankerte Innovationsmotoren aus. Davon profitieren Wirtschaft und Gesellschaft und die Bürgerinnen und Bürger in ihren Regionen." Denn FH und HAW schlössen die Lücke zwischen Wissenschaft und Industrie.

Dieser Forschungsauftrag müsse sich aber auch in der Grundfinanzierung widerspiegeln, forderte Prof. Dr. Christina Fritze, Präsidentin der Hochschule Coburg, in ihrem Grußwort. Das Promotionsrecht für FH und HAW sei überfällig. Die Deutsche Forschungsgesellschaft verteile 99,6 Prozent ihrer Fördergelder an Universitäten, die übrigen 0,4 Prozent teilten sich die FH und HAW mit sonstigen Einrichtungen. Deswegen sei für FH und HAW eine eigene DFG vonnöten.

Das Projekt Software4Robots wird vorgestellt
Die Promovenden Merlin Stampa (l.) und Uwe Jahn (2.v.r.) stellten die Drohnenforschung des Projekts Software4Robots der FH Dortmund vor, Moderator Tom Hegermann (2.v.l.) und Magnus Milde hörten zu. (Foto: FH Dortmund / Tilman Abegg)

Autonome Drohne der FH Dortmund

Was Skills in der Steuerung von Wandel und Veränderung angehe, könne das Ruhrgebiet als Blaupause für ganz Europa dienen, sagte im dritten Grußwort Dietmar Spohn, Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke Bochum und Vorstandsmitglied der FH-Impulspartnerschaft ruhrvalley. Verbünde wie das ruhrvalley, dessen hoher Kooperationsgrad ihm den Beinamen „Innovationsökosystem“ eingebracht hat, seien Belege für die Möglichkeiten.

Anschließend bat Moderator Tom Hegermann Merlin Stampa und Uwe Jahn auf die Bühne. Die Promovenden forschen an der FH Dortmund im Projekt Software4Robots an einer Drohne, die autonom navigieren und Aufgaben erfüllen kann, zum Beispiel bei Feuerwehreinsätzen. Moderator Hegermann und Ministerialrat Magnus Milde ließen sich die modulare Bauweise der Drohne erläutern, ihre Einsatzmöglichkeiten und die vielfachen technischen, organisatorischen und rechtlichen Herausforderungen, die bei unbemannten Flugobjekte besonders ins Gewicht fallen.