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veröffentlicht am:

  • 19.07.2019
Design-Wettbewerb

„Das eine Kinderzimmer existiert nicht“

Mit bemalten Puzzle-Stücken können Kinder den Freiraum Kinderzimmer selbst gestalten. (Foto: FH Dortmund / Nora Fuchs)

Wie sieht eigentlich das ideale Kinderzimmer aus? Bunt eingerichtet mit allem, was das Kinderherz begehrt? Mit dieser Frage beschäftigten sich Design-Studierende der Fachhochschule Dortmund in einem Wettbewerb unter Leitung von Prof. Nora Fuchs. Die frischen Ideen zum „Freiraum Kinderzimmer“ sind bis zum 23. September im Kindermuseum mondo mio! zu sehen.

Die Idee des Freiraums Kinderzimmer hatten die Professorin für Plastisches Gestalten und Angewandte Formgebung und die Kindermuseumsleiterin Monika Lahme-Schlenger gemeinsam entwickelt.

Ausgehend von der Ausstellung Nijambo, die von Kindern und ihren Lebensräumen erzählt, war für beide vor allem die Frage interessant, wie sich das Umfeld und die Spielräume von Kindern im Laufe der letzten Generationen verändert haben. Die studentischen Entwürfe aus den Studiengängen Objekt- und Raumdesign sowie Szenografie und Kommunikation wurden jetzt im Museum präsentiert und prämiert.

Mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde der Entwurf Memories von Laura Stöcking. Ihre Meinung zum idealen Kinderzimmer: „Das eine ideale Kinderzimmer existiert nicht, da Kinder unterschiedliche Vorstellungen davon haben.“ Ihre Konzeption ist interaktiv und stellt die Frage, was im Kinderzimmer wichtig war (oder ist), sammelt Erinnerungen und untersucht damit generationenübergreifende Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

Für Kinder gibt es weiße, magnetische Puzzleteile, die sie bemalen und im Raum verteilen können. „Ziel ist, den Raum zu gestalten und mit den Erinnerungen von Kindern und Erwachsenen wachsen zu lassen.“

Gruppenbild der Beteiligten bei der Preisverleihung
Bei der Preisverleihung am 16. Juli im mondo mio, unten v. l.: Theresa Grünhage, Monika Lahme-Schlenger, Heike Bähner, Laura Stöcking, Melissa Kaczmarek, Prof. Oliver Langbein, Katharina und Ruby Husmann. Oben v. l.: Sophia-Christin Seidenzahl, Deborah Dixkens, René Schnüring, Stina Nies, David Neblik, Prof. Nora Fuchs. (Foto: Florian Machner)

Sieger-Entwurf wird aufgebaut

Der zweite Platz ging an die Arbeit Draussen ist es doch viel schöner von Deborah Dixkens und Stina Nies, eine Arbeit, die in ihrem Entwurf Kindern mit einer Traumwelt die Natur näherbringen.

René Schnüring erhielt den dritten Platz für seinen Entwurf Die Möglichkeit eines Raumes. Er nutzt in seinem Konzept normale Möbel und Gegenstände um, damit kleinen Menschen Raum gegeben wird, den sie selber bestimmen können.

Die Fördergesellschaft der Fachhochschule Dortmund stiftete die Preise des Wettbewerbs, die von Heike Bähner (Vorsitzende Fördergesellschaft) übergeben wurden. Verbunden mit dem ersten Preis ist die Realisierung des Konzepts im Museum. Der Sieger-Entwurf wird bis zum Frühjahr 2020 aufgebaut, finanziert durch die IKEA-Stiftung.

Alle Modelle des Wettbewerbs sind noch bis zum 23. September im Kindermuseum ausgestellt.


 


Kurzkonzepte der Siegerentwürfe

1. Preis, Laura Stöcking: MEMORIES
Der Siegerentwurf von Laura Stöcking
Der Siegerentwurf von Laura Stöcking im Modell: Der Raum soll monochrom weiß sein und von Kindern und Erwachsenen mit bemalten Puzzleteilen gestaltet werden. (Foto: FH Dortmund / Nora Fuchs)

Das eine ideale Kinderzimmer existiert nicht, da Kinder unterschiedliche Vorstellungen davon haben. In meiner Arbeit möchte ich mich mit der Frage „Was ist mir in meinem Kinderzimmer besonders wichtig?“ beschäftigen, um generationenübergreifende Gemeinsamkeiten und Unterschiede festzustellen.

Den Besuchern stehen, zur Beantwortung der Frage, weiße Puzzleteile zur Verfügung, auf welche sie ihre Antwort malen. Danach platzieren sie die Puzzlestücke in einem abstrahierten Kinderzimmer. Da die Puzzleteile magnetisch sind, lässt sich der Raum verändern und ist damit ebenso ein Spielelement. Der Raum ist monochrom weiß und soll die Kinder auffordern, ihre Fantasie spielen zu lassen, das Kinderzimmer zu erforschen und zu verändern.

Ziel ist es, den Raum zu gestalten und mit den Erinnerungen von Kindern und Erwachsenen wachsen zu lassen. Die Entwicklung des Projektes und die Veränderungen im Raum werden fotografisch beobachtet und dokumentiert.

Stina Nies und Deborah Dixkens 2.Preis: DRAUSSEN IST ES DOCH VIEL SCHÖNER

Im Baumstumpf verstecken, über Steine klettern oder an einem Lagerfeuer sitzen - davon träumen viele Kinder heute nur noch. Der Grund dafür sind die digitale Entwicklung und die bauliche Verdichtung der Wohngebiete.

Mit unserem Konzept möchten wir diese Situation verbildlichen. Der Freiraum eines Kinderzimmers soll dazu genutzt werden, den Kindern die Natur durch eine Traumwelt wieder näherzubringen.

René Schnüring, 3. Preis: DIE MÖGLICHKEIT EINES RAUMS

Als Kind schaut man gern darauf, was man hat, was man nicht hat, was andere haben und was man gerne haben möchte. Den eigentlichen Freiraum hat man vielleicht noch nicht bewusst entdeckt.

Mir wurde bei der Reflexion meiner eigenen Kindheit in meinem Kinderzimmer bewusst, dass schon damals abgesehen von sozialen Beziehungen das Materielle eines konkreten Spielzeugs im Rückblick deutlich unwichtiger war als der Raum an sich. Es ist interessanter, sich Räume zu suchen, zu schaffen, zu nehmen.

Normale Räume sind für Kinder in der Regel zu groß, zu hoch, zu erwachsen. Ich habe mir schon immer meine Nische gesucht, als Kind ganz wörtlich. Mein Konzept ist es daher, eine Stimmung zu erzeugen, welche die kleinen Besucher des Kindermuseums ermutigen soll, sich Räume selbst nach ihren Anforderungen zu gestalten und die großen Besucher im besten Falle darauf hinzuweisen, dass man Kinder manchmal einfach mal machen lassen sollte.

Im Rahmen meines Konzeptes sollen recht normale Möbel und Gegenstände umgenutzt werden, um kleinen Menschen den Raum zu geben, den sie sich suchen können.


2. Preis: Stina Nies und Deborah Dixkens, DRAUSSEN IST ES DOCH VIEL SCHÖNER

Im Baumstumpf verstecken, über Steine klettern oder an einem Lagerfeuer sitzen - davon träumen viele Kinder heute nur noch. Der Grund dafür sind die digitale Entwicklung und die bauliche Verdichtung der Wohngebiete.

Mit unserem Konzept möchten wir diese Situation verbildlichen. Der Freiraum eines Kinderzimmers soll dazu genutzt werden, den Kindern die Natur durch eine Traumwelt wieder näherzubringen.


3. Preis: René Schnüring, DIE MÖGLICHKEIT EINES RAUMS

Als Kind schaut man gern darauf, was man hat, was man nicht hat, was andere haben und was man gerne haben möchte. Den eigentlichen Freiraum hat man vielleicht noch nicht bewusst entdeckt.

Mir wurde bei der Reflexion meiner eigenen Kindheit in meinem Kinderzimmer bewusst, dass schon damals abgesehen von sozialen Beziehungen das Materielle eines konkreten Spielzeugs im Rückblick deutlich unwichtiger war als der Raum an sich. Es ist interessanter, sich Räume zu suchen, zu schaffen, zu nehmen.

Normale Räume sind für Kinder in der Regel zu groß, zu hoch, zu erwachsen. Ich habe mir schon immer meine Nische gesucht, als Kind ganz wörtlich. Mein Konzept ist es daher, eine Stimmung zu erzeugen, welche die kleinen Besucher des Kindermuseums ermutigen soll, sich Räume selbst nach ihren Anforderungen zu gestalten und die großen Besucher im besten Falle darauf hinzuweisen, dass man Kinder manchmal einfach mal machen lassen sollte.

Im Rahmen meines Konzeptes sollen recht normale Möbel und Gegenstände umgenutzt werden, um kleinen Menschen den Raum zu geben, den sie sich suchen können.


 


Ausstellung im Überblick:

  • Was? „Freiraum Kinderzimmer“ von Design-Studierenden der FH
  • Wo? Kindermuseum mondo mio im Westfalenpark, Florianstraße 2
  • Wann? 17. Juli bis 23. September 2019