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veröffentlicht am:

  • 29.05.2019
Design und Gender

Künstlerin Lisa Lucassen spricht über She She Pop

Ein Mensch mit Make-Up, der nicht eindeutig als Mann oder Frau zu erkennen ist
Mit diesem Foto bebildert She She Pop die Ankündigung des Vortrags. (Foto: Benjamin Krieg)

Lisa Lucassen vom Performance-Kollektiv She She Pop spricht am Dienstag, 4. Juni 2019, um 17 Uhr in der FH Dortmund am Max-Ophüls-Platz 2 über ihre Arbeit. Zum Beispiel über die Frage: Warum ist es manchmal nötig, eine Krone mit der Aufschrift „Respekt“ zu tragen?

Und über diese: Warum haben She She Pop sich früher erst vor den Augen des Publikums kostümiert? Welche Raumsituationen baut sich ein Frauenkollektiv? Wie beeinflusst der Raum die Beziehung zwischen Publikum und Performerinnen? Welche Erfahrungen hat Lucassen in ihrer Arbeit gemacht?

In ihrem Vortrag zeigt Lucassen Beispiele für die Ausstattung von She She Pop-Performances, zum Beispiel ein Ballsaal, ein Selbsterfahrungs-Gruppen-Stuhlkreis, ein Game-Show-Studio. Die Gestaltung der Räume und Kostüme war von Anfang an ein entscheidender Bestandteil der mittlerweile 25-jährigen Geschichte des Kollektivs. Die Performerinnen des Kollektivs verstehen sich als Autorinnen, Dramaturginnen und Ausführende ihrer Bühnenhandlung.

Die Bühne ist immer ein Ort der „akuten Öffentlichkeit“: Hier werden Entscheidungen getroffen, Gesprächsweisen und Gesellschaftssysteme ausprobiert, Sprech-Gesten und soziale Rituale einstudiert oder verworfen. She She Pop sehen ihre Aufgabe in der Suche nach den gesellschaftlichen Grenzen der Kommunikation – und in deren gezielter und kunstvoller Überschreitung im Schutzraum des Theaters.

Das Theater wird zu einem Raum für utopische Kommunikation. Auch das Publikum erhält häufig eine besondere Funktion: Sämtliche Arbeiten von She She Pop sind auf ihre Weise Experimente oder Beweisführungen, die ohne Zeugenschaft ungültig würden.


Termin im Überblick:

  • Was? Lisa Lucassen spricht in der Reihe „Design und Gender“
  • Wann? Dienstag. 4. Juni 2019, 17 Uhr
  • Wo? Max-Ophüls-Platz 2, Aula
  • Wie teuer? Eintritt frei