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veröffentlicht am:

  • 27.05.2019
Beratungsnetzwerk

Hilfe hat einen Namen und 152 Gesichter

Seit 15 Jahren unterstützt das Beratungsnetzwerk der Fachhochschule Studierende auf ihrem Weg zum Abschluss. Am 23. Mai feierte die Hochschule dieses Erfolgsmodell – mit konkreten Beispielen.

Prof. Dr. Helmut Hachul und Dipl.-Päd. Judith Freitag
Prof. Dr. Helmut Hachul und Dipl.-Päd. Judith Freitag bei der Feierstunde des Beratungsnetzwerks (Foto: FH Dortmund / Matthias Kleinen)

Die Fragen und Probleme, die die Studierenden bewegen, sind oft existenziell und immer belastend: Studienfinanzierung ist ein „Klassiker“ genauso wie die Angst vor Prüfungen oder nach Fehlversuchen, Zweifel am Studienfach oder die Hürde, sich selbst und den Stundenplan zu organisieren. Viel Gesprächsbedarf gibt es auch, wenn Studierende mit Kind, einer Behinderung oder chronischen Krankheit ein Studium meistern wollen.


Rückblick: Bildergalerie von der Feier


„Sich Hilfe zu suchen und anzunehmen, ist kein Defizit, sondern eine Kompetenz“, betont Judith Freitag, die das Angebot der Zentralen Studienberatung im Dezernat Studium und Internationales koordiniert.

↘ Konkrete Erfahrung von Student Sebastian Kreimer
Student Sebastian Kreimer
Student Sebastian Kreimer. (Foto: FH Dortmund / Tilman Abegg)

„Studieren ist wie Fahrradfahren. Schon anstrengend, vor allem, wenn man schon etwas älter ist und noch Kinder hinten drin hat und nicht weiß, wie man das finanziell stemmen soll.

Da braucht man Rückenwind. Die Beratung empfahl mir den Stipendientag. Also bin ich hingegangen, allerdings ohne allzu große Hoffnungen.

Doch, Überraschung, da habe ich ein Stipendium gefunden, dass genau auf mich zugeschnitten ist. 815 Euro für sechs Semester, die ganze Regelstudienzeit. Großartige Sache.“

Sebastian Kreimer studiert Angewandte Sozialwissenschaften.


30 Einrichtungen bilden das Netz

Ein engmaschiges Netz aus mittlerweile 30 Einrichtungen fängt die Ratsuchenden auf, dazu gehören die Servicebereiche, die Fachbereiche, aber auch eine Reihe von externen Partnern.

„Wir sind ein multiprofessionelles Team und daher in der Lage, Hilfestellung zu allen Problemlagen zu geben“, sagt Judith Freitag. „Dass wir in einem gut strukturierten Netzwerk effizient und persönlich die Hilfe für Studierende organisieren, macht die Qualität des Angebotes aus und ist weitgehend einzigartig an Hochschulen.“

↘ Konkrete Erfahrung von Studentin Diana Wies
Studentin Diana Wies
Studentin Diana Wies. (Foto: FH Dortmund / Tilman Abegg)

„Ich bin im Fachschaftsrat und damit selbst Teil des Beratungsnetzwerks. Die Studierenden, die zu uns kommen, können mit uns auf Augenhöhe reden, denn wir kennen das ja selbst: Wenn man ein Studium beginnt, gibt es so viele Fragen, so viele Probleme.

Aber wir können ihnen eigentlich immer helfen. Auch wenn wir ein Problem nicht gleich lösen können, kennen wir viele Möglichkeiten und wissen, wen wir fragen oder an wen wir die Studierenden verweisen können

Diana Wies studiert Wirtschaft.


Immer mit Namen und Gesicht

Erste Anlaufstelle ist oft die Zentrale Studienberatung, wo in einem persönlichen Gespräch die Problemlage sondiert wird.

Doch eigentlich ist egal, bei welcher Einrichtung des Netzwerks die Studierenden zuerst aufschlagen: Sie bekommen sofort einen klaren Überblick, an wen sie sich wenden können – und diese Hilfe hat immer einen Namen und ein Gesicht.

↘ Konkrete Erfahrung von Student Frederik Hußmann
Student Frederik Hußmann
Student Frederik Hußmann. (Foto: FH Dortmund / Tilman Abegg)

„Die Beratung des Netzwerks hilft schon vor Studiumbeginn. Ich habe lange in Norwegen gelebt, und als ich hier mit dem Studium beginnen wollte, war das eine große Umstellung. Raus aus dem vertrauten Leben zuhause, rein in eine Hochschule, die groß und abstrakt wirkt.

Das macht erst mal Angst, das geht vielen so. Und dann diese deutsche Bürokratie, diese vielen, komplizierten Formulare. Dabei hat mir Frau Lopin vom International Office sehr, sehr gut geholfen. Sie konnte ich anrufen, sie wusste, was zu tun ist.

Da gab es in der großen, abstrakten Hochschule für mich plötzlich eine Stimme und einen Namen. Und konkrete Hilfe.“

Frederik Hußmann studiert Betriebswirtschaft.


Individuelle Prüfungshilfe

Das Netzwerk setzt seit Jahren schon auch auf Prävention: Um Prüfungsprobleme schon früh zu entschärfen, werden Studierende nach zwei Fehlversuchen oder einem Jahr ohne Prüfungsleistung zu einem individuellen Gespräch eingeladen.

Das Workshop-Programm der Zentralen Studienberatung bietet viele Angebote, um die Chance auf Prüfungserfolg zu erhöhen oder zeigt Möglichkeiten für Studienzweifler auf. Die Netzwerk-Partner kommen regelmäßig zusammen, um an aktuellen Themen zu arbeiten und damit die Qualität in der Beratung nachhaltig zu sichern.

↘ Konkrete Erfahrung von Diplom-Pädagogin Judith Freitag
Diplom-Pädagogin Judith Freitag
Diplom-Pädagogin Judith Freitag. (Foto: FH Dortmund / Theresa Albers)

„Wir profitieren vom Beratungsnetzwerk in jeder einzelnen Sprechstunde. Und wir müssen die Studierenden nicht an Institutionen weiterleiten, sondern an Menschen, deren Namen wir kennen und die wir direkt anrufen können.

Inzwischen gehören 152 Menschen zu diesem Netzwerk.“


"Wie eine große Familie"

Viele Menschen stehen auf dem Campus am HY-Lieferwagen der FH.
Diese Menschen feierten das Jubiläum. (Foto: FH Dortmund / Matthias Kleinen)

„Das Beratungsnetzwerk ist wie eine große Familie", so Prof. Dr. Helmut Hachul, Prorektor für Lehre und Studium. "Was ein Mitglied nicht weiß, kann das andere beantworten. Es gleicht einem großen Getriebe, bei dem jedes Zahnrad ein Kompetenzfeld abdeckt – und dies ist in den vergangenen 15 Jahren gewaltig gewachsen. Wir sind stolz darauf, fühlen uns gleichermaßen verpflichtet, ständig an der Weiterentwicklung zu arbeiten.“