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veröffentlicht am:

  • 15.04.2019
Smart Rhino

Ideen für Zukunftscampus auf ehemaligem HSP-Gelände nehmen Gestalt an

Für das ehemalige Hoesch-Spundwand-Gelände (HSP) gibt es Ideen, einen Zukunftscampus zu entwickeln. Die Stadt Dortmund sowie die Thelen-Gruppe planen unter Beteiligung der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund (IHK), auf rund 14 Hektar des Geländes einen neuen wissensorientierten Stadtraum zu entwickeln: Smart Rhino. Wunschpartnerin für den wissenschaftlichen Teil ist die Fachhochschule Dortmund – mit der Idee, die bislang vier Standorte auf einen Standort zu fokussieren.

Blick auf den möglichen Zukunftscampus (Grafik: Thelen-Gruppe)

Die Gesamtidee des Zukunftscampus wurde am 11. April 2019 dem Sonderältestenrat der Stadt Dortmund vorgestellt; eine entsprechende Vorlage geht jetzt in die politischen Gremien. Auch dem Land NRW und der Fachhochschule Dortmund wurden die Pläne für diesen neuen Arbeits-, Lern- und Lebensraum in ersten Gesprächen bereits unterbreitet. Die Entwicklung der HSP-Fläche als urbanes Quartier ist zudem Gegenstand eines Ratsbeschlusses von Februar 2019. Dieser Ratsbeschluss hat jene Projekte zum Inhalt, die von Seiten der Stadt für die Ruhrkonferenz der Landesregierung gemeldet worden sind.

Teil einer integrierten und nachhaltigen Stadtentwicklung

„Mit Smart Rhino auf der HSP-Fläche könnten sich mehrere grandiose Chancen eröffnen. Für die Fachhochschule wäre die Konzentration auf einen Standort ein großer Wurf. Zudem ermöglichte eine Verlagerung neue städtebauliche Perspektiven an den bisherigen FH-Standorten wie im Kreuzviertel“, so Oberbürgermeister Ullrich Sierau. „Dieses Konzept wird befördert durch die Nähe zum Union-Viertel, zur Innenstadt und zu Dorstfeld.“ Ullrich Sierau weiter: „Innovative Bildung, die kommunale Digitalisierungsstrategie sowie die IGA 2027 – in diesem Rahmen wird Smart Rhino gedacht. Die Fachhochschule könnte dort einen Standort schaffen, der auch für weitere Bildungsangebote attraktiv ist.“

Lösungen in der digitalen Gesellschaft

Smart Rhino könnte als Zukunftsprojekt in einem neuen Lebens-, Bildungs-, Wissens- und Technologiepark entwickelt werden. Getragen durch ein breites Netzwerk könnte auf der HSP-Fläche ein Campus als Inkubator und Beschleuniger für Lösungen in der digitalen Gesellschaft entstehen. Es würde ein ganz neuer Lebensraum mit Angeboten für Leben und Lernen, für Wohnen und Arbeiten, für Freizeit und Gesundheit und mit optimaler Infrastruktur sein. Mit öffentlichen Plätzen, die neben Wohnung und Arbeitsplatz Räume für die Begegnung, den Austausch und das Miteinander bieten. Die Grünflächen und Parklandschaften würden von allen gemeinschaftlich genutzt: als Entspannungs- und Rückzugsorte: Ein internationaler Park mit kurzen Wegen, ohne Grenzen und mit einem großzügigen und vielfältigen Raumangebot für die Zusammenarbeit von Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft.

Stärkere Zusammenarbeit und Vernetzung

Mit ihrer Digitalisierungsstrategie und mit ihrem Fokus auf Partizipation hat die Stadt Dortmund wesentliche Grundlagen für eine nachhaltige und integrierte Stadtentwicklung geschaffen. Wo kann die digitale Transformation weiter vorangebracht werden? Wo treffen sich konkret erfahrbar die Bildungs-, Arbeits-, Forschungs- und Lebenswelten? Und wie können die Menschen in die Transformation der Städte einbezogen werden? Der neue Campus als lokaler Standort könnte die inhaltliche Zusammenarbeit und Vernetzung stärken und durch eine ganz neue Art und Weise die Bereiche Digitalisierung, Stadtentwicklung, Wirtschaft und Wissenschaft verknüpfen und könnte dadurch neue Innovationen ermöglichen.

 


Angedacht

Fachhochschule als wissenschaftliche Partnerin

Die FH Dortmund hat sich in den vergangenen zehn Jahren zu einer der größten Fachhochschulen Deutschlands und zur führenden Fachhochschule der Metropole Ruhr entwickelt. Sie hat den größten Informatikbereich an Fachhochschulen bundesweit und ist erfolgreich im zentralen Forschungsthema Digitale Transformation. „Mit Hilfe partizipativer Prozesse und in enger Kooperation mit den Unternehmen arbeiten wir als FH an neuen Berufs- und Lebensbildern zur Adressierung der Herausforderungen der rasch voranschreitenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Transformation“, erklärt Prof. Wilhelm Schwick, Rektor der FH Dortmund. „Insofern stößt diese Projektidee bei uns auf großes Interesse, da sie durch die Nähe zur Stadtgesellschaft und Wirtschaft ebenso wie durch die verbesserten Möglichkeiten der interdisziplinären Arbeit eine hervorragende Basis bieten würde. Allerdings muss diese Idee nun erst einmal mit dem Land sondiert werden.“

Citynah und vernetzt mit den Leitprojekten der Stadt Dortmund „nordwärts“ für den gesellschaftlichen Wandel und „Smart City“ für den technologischen Wandel könnte der Zukunftscampus „Smart Rhino“ entstehen. Smart Rhino böte die Chance, modellhaft das deutsche Hochschulsystem zu bereichern – in Richtung auf eine wechselseitige Verschränkung von Lehre, Forschung und Transfer sowie Entgrenzung der Hochschule.

Stefan Schreiber, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund, betont: „Digitaler Wandel braucht digitale Kompetenzen.“ Die gebündelte Wachstumsstrategie der Fachhochschule würde optimale Rahmenbedingungen für Forschung und Lehre sowie einen zeitgemäßen Lifestyle für studentisches Leben bieten. Sie wirke wie ein Magnet auf junge Menschen. Potenzielle Fachkräfte würden davon angezogen und gebunden. Davon könnten die Unternehmen im gesamten Umfeld und die Zivilgesellschaft in der Stadt profitieren. Die Integration der Hochschule könne die Entwicklung zu einer Wissensgesellschaft und zu einer modernen, smarten internationalen Metropolregion beschleunigen. Schreiber weiter: „In den vergangenen Monaten hat das Projektteam Ideen gesammelt, Konzepte erstellt, den Standort identifiziert, einen Investor begeistert, erste planerische Möglichkeiten in Erwägung gezogen und die Landespolitik eingebettet. Wir sind bereit für den „Take off‘“.


 


Hintergrund

Zentral gelegen – vitaler Lebensraum

Die ehemalige HSP-Fläche - zentral gelegen und sehr gut erreichbar - wäre mit der historischen Prägung eines bedeutenden Industriestandortes ein optimaler Stadtraum für Smart Rhino und Teil großer Struk­turwandelprojekte der Stadt. Zusammen mit der Stadt und der Fachhochschule Dortmund könnte die Thelen Gruppe als Eigentümerin hier das Zukunftsprojekt für die neue Gesellschaft entwickeln.  

Wolfgang Thelen: „Mit der Transformation der ehemaligen HSP-Fläche möchte die Thelen Gruppe als Partner im Strukturwandel den Lebensraum der Zukunft entwickeln und realisieren, angepasst an die neuen Wohn- und Arbeitswelten, mit inszenierter Interaktion zwischen Leben, Arbeiten, Bildung und Wissenstransfer, mit Integration der innovativsten Mobilitäts- und Energiekonzepte und mit engem Bezug zu Architektur, Natur und zum Stadtraum Dortmund.“

„Grün, gesund und produktiv“ – inmitten der Grün- und Wasserlandschaft und eingebettet in den „Zukunftsgarten“ der IGA 2027 mit dem Thema „Wie wollen wir morgen leben, wohnen und arbeiten?“ könnte der Zukunftscampus Smart Rhino entstehen.


Warum Smart Rhino?

„Smart“ wie in „Smart City“: Einer Stadt, die effizient, technologisch fortschrittlich, grün und sozial inklusiv für die Menschen gestaltet ist. Und „Rhino“ wie im geflügelten Nashorn („Rhinoceros alatus“): Zuallererst das Logo des Dortmunder Konzerthauses, ist es mittlerweile zum zweiten, zum inoffiziellen Wappentier der Stadt geworden. Es steht für Bodenständigkeit und einem sehr feinen Gehör und beflügelt darüber hinaus Pegasus-gleich zu gedanklichen Höhenflügen. Smart Rhino ist eine innovative Verknüpfung von Hochschulcampus, Technologiepark, Wohnen und Erleben in einem urbanen Zusammenhang.