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veröffentlicht am:

  • 21.03.2019
TalentScouting

Dortmunder Schulen und Hochschulen arbeiten eng zusammen

TalentScouts unterstützen Schüler*innen beim Übergang von der Schule in Studium oder Ausbildung. Sie entdecken Potenziale, zeigen Wege auf und fördern die jungen Talente. Damit dies erfolgreich gelingen kann, arbeiten zahlreiche Institutionen eng zusammen. Deren Akteur*innen kamen am 19. März 2019 auf Einladung der Fachhochschule Dortmund und der TU Dortmund zu einem Erfahrungsaustausch im Rathaus der Stadt Dortmund zusammen.

Tauschten sich über das TalentScouting-Programm aus (v.l.): Marcus Kottmann, Leiter NRW-Zentrum für Talentförderung, Prof. Wilhelm Schwick, Rektor der FH Dortmund, Dr. Sabine Graap, Leiterin des Referates Studierendenrecht, Ausbildungsförderung, Stipendienwesen, Hochschulabgabenrecht, Diversity Management des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW, Michael Makiolla, Landrat des Kreises Unna, Ullrich Sierau, Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, Prof. Barbara Welzel, Prorektorin Diversitätsmanagement der TU Dortmund, Maria Büse-Dallmann, Generalistin für Berufliche Orientierung von der Bezirksregierung Arnsberg und Dr. Sandra Schmitt von der Studienstiftung des deutschen Volkes. (Foto: Fachhochschule Dortmund / Lisa Hajok)
Tauschten sich über das TalentScouting-Programm aus (v.l.): Marcus Kottmann, Leiter NRW-Zentrum für Talentförderung, Prof. Wilhelm Schwick, Rektor der FH Dortmund, Dr. Sabine Graap, Leiterin des Referates Studierendenrecht, Ausbildungsförderung, Stipendienwesen, Hochschulabgabenrecht, Diversity Management des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW, Michael Makiolla, Landrat des Kreises Unna, Ullrich Sierau, Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, Prof. Barbara Welzel, Prorektorin Diversitätsmanagement der TU Dortmund, Maria Büse-Dallmann, Generalistin für Berufliche Orientierung von der Bezirksregierung Arnsberg und Dr. Sandra Schmitt von der Studienstiftung des deutschen Volkes. (Foto: Fachhochschule Dortmund / Lisa Hajok)

Erfolge und Chancen

Wie viele Institutionen bei der Umsetzung des TalentScouting-Programms beteiligt sind, wurde gleich bei der Eröffnungsrunde deutlich: Bisherige Erfolge und zukünftige Chancen der gemeinsamen Talentförderung diskutierten Ullrich Sierau, Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, Michael Makiolla, Landrat des Kreises Unna, Prof. Barbara Welzel, Prorektorin Diversitätsmanagement der TU Dortmund, Prof. Wilhelm Schwick, Rektor der FH Dortmund, Dr. Sabine Graap vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW sowie Maria Büse-Dallmann von der Bezirksregierung Arnsberg. Im Publikum saßen rund 50 Lehrer*innen von Dortmunder Schulen, die sich um die Studien- und Berufsorientierung kümmern.

Brücke von der Hochschule zur Schule

Ein zentrales Anliegen aller Beteiligten ist es, Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit herzustellen. Denn viele talentierte Schülerinnen und Schüler können Bildungschancen nicht wahrnehmen, wenn sie vom Elternhaus oder der Schule nicht darauf aufmerksam gemacht werden. Daher sind NRW-weit inzwischen rund 70 Scouts von 17 Universitäten und Fachhochschulen an über 350 Schulen im Einsatz. „Wir wollen eine Brücke von der Hochschule zur Schule schlagen. Dabei ist entscheidend, dass von beiden Seiten an der Brücke gebaut wird und die entstandenen Wege in der Gesellschaft sichtbar werden“, erklärte Prof. Welzel von der TU Dortmund. „Dank der Arbeit der Talentscouts werden die Potenziale der jungen Leute und somit der Region erschlossen“, so FH-Rektor Prof. Schwick. Des Weiteren betonte er: „Für uns als Hochschule ist wichtig, dass wir den Talenten das Gefühl vermitteln, angenommen zu werden.“

Motivation und Bestätigung für Schüler*innen

In einem Impulsvortrag berichtete der Leiter des NRW-Zentrums für Talentförderung, Marcus Kottmann, von einigen Erfolgen geförderter Schülerinnen und Schüler, die für die Scouts und das gesamte Programm Motivation und Bestätigung zugleich sind. Auch betonte er, dass Talente vielfältig seien und nicht allein durch Noten abgebildet werden können. Anschließend stellte Dr. Sandra Schmitt von der Studienstiftung des deutschen Volkes die Arbeit der Stiftung vor, mit der das NRW-Zentrum für Talentförderung kooperiert. Sie informierte über Stipendien als eine Möglichkeit der Förderung und präsentierte verschiedene Maßnahmen der Studienstiftung, den Zugang zu Förderungen ähnlich wie beim TalentScouting für eine breite Zielgruppe zu öffnen.

Workshops zur Talentförderung

Um Stipendien als wichtiges Instrument der Talentförderung ging es auch im anschließenden Workshop-Teil. Weitere Themenschwerpunkte, die von den insgesamt rund 90 Teilnehmer*innen diskutiert wurden, waren soziokulturelle Aspekte der TalentScouting-Zielgruppe sowie die jeweilige Umsetzung des TalentScoutings in den Kooperationsschulen. In den Gesprächsrunden wurden hilfreiche Informationen darüber ausgetauscht, wie die Zielgruppe bestmöglich erreicht werden kann. Zudem wurden Möglichkeiten diskutiert, die Talentförderung auf die breite Lehrerschaft zu übertragen und eine grundlegende Förderungskultur an den Schulen zu etablieren. In den Gesprächen wurde deutlich, dass die enge Zusammenarbeit sowohl von den Lehrerinnen und Lehrern als auch vonseiten der TalentScouts sehr geschätzt wird. Zum Abschluss luden Infostände beteiligter Organisationen zum Austausch und Netzwerken ein.

 


Hintergrund

Das TalentScouting-Programm wird seit 2015 vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW gefördert. Die hochschulübergreifende Zusammenarbeit begleitet das NRW-Zentrum für Talentförderung in Gelsenkirchen.