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veröffentlicht am:

  • 02/21/19
Maschinenbau

Wilo spendet Pumpen für die Forschung

Der Dortmunder Pumpenspezialist WILO SE hat der Fachhochschule Dortmund zwölf Pumpen zur Verfügung gestellt, die für Forschung und studentische Projekte dienen.

Vor der von Studierenden gebauten Kühlwasser-Konditionierung (v.r.): Dipl.-Ing. Gero Böhmer (Group Director WILO SE), Prof. Dr. Ruth Kaesemann, Prof. Dr. Yves Rosefort und Student Jens Depenbrock (Foto: Fachhochschule Dortmund / Michael Milewski)
Vor der von Studierenden gebauten Kühlwasser-Konditionierung (v.r.): Dipl.-Ing. Gero Böhmer (Group Director WILO SE), Prof. Dr. Ruth Kaesemann, Prof. Dr. Yves Rosefort und Student Jens Depenbrock (Foto: Fachhochschule Dortmund / Michael Milewski)

In den Laboren für Fahrzeugantriebe, -elektronik und -dynamik am Fachbereich Maschinenbau werden die Pumpen zukünftig in Lehr- und Forschungsprojekten eingesetzt, bei denen die FH Dortmund mit WILO SE kooperiert: So entwickelten und bauten Studierende der Fahrzeugentwicklung unter Leitung von Prof. Dr. Yves Rosefort eine sogenannte Kühlwasser-Konditionierung für Nutzfahrzeug-Motoren auf, in die eine der gespendeten Pumpen integriert wird. Das System ermöglicht es, das Kühlwasser von Motoren mit einer Leistung von bis zu 600 kW (816 PS) im Testbetrieb durch Kühlung oder Beheizung auf eine Temperatur zwischen 20°C und 120°C zu regeln – oder sie optional auf eine Temperatur bis -25°C zu kühlen.

Neu an dem System ist die Möglichkeit, zwischen sehr hoher Regelungsgeschwindigkeit bei starken Temperatursprüngen und der Energieeffizienz wählen zu können. Außerdem ist die Anlage dafür vorbereitet, dass allein mit diesem System eine Wärmebilanzierung des Motors durchgeführt werden kann.

Praxisnahes Studium

„Das studentische Entwicklungs-Projekt ist ein hervorragendes Beispiel, wie das praxisnahe, forschungsbezogene Studieren an der FH Dortmund funktioniert und wie die Vernetzung der Hochschule mit Kooperationspartnern aus Dortmund der Lehre zugutekommt“, so Prof. Rosefort. Die Studierenden profitieren davon, sich schon während des Studiums mit industriellen Aspekten und Anforderungen zu beschäftigen, und haben Gelegenheit, erste Kontakte zur Industrie zu knüpfen.

Die Vorteile für den Kooperationspartner WILO SE bestehen zum einen in der Förderung von potenziellen Nachwuchskräften für das Unternehmen, zum anderen könnten Erkenntnisse aus dem Entwicklungsprojekt vielleicht auch in zukünftige Produkte der Firma WILO einfließen.

Besichtigten das Labor für Fahrzeugantriebe: Prof. Dr. Yves Rosefort (rechts) und Dipl.-Ing. Gero Böhmer, Group Director WILO SE (Foto: Fachhochschule Dortmund / Michael Milewski)

Ausbildung der Fachkräfte von morgen

„Es ist uns als Dortmunder Unternehmen ein Anliegen, Forschung und Lehre in der Region auf höchstem Niveau zu unterstützen“, so Gero Böhmer, Group Director bei WILO SE. „Als Technologiespezialist, der hochkomplexe, digitalisierte und zunehmend smarte Produkte entwickelt und produziert, sind wir stolz, die FH Dortmund bei der Ausbildung der Fachkräfte von morgen unterstützen zu können. Wir würden uns freuen, möglichst viele von ihnen in unserer neuen Smart Factory, die wir derzeit in Dortmund errichten, nach der Fertiggestellung als Kolleginnen und Kollegen begrüßen zu dürfen.“

Im Kontext der Kühlwasser-Konditionierung können die Studierenden an vielfältigen praktischen Fragestellungen aus den Ingenieurwissenschaften arbeiten und lernen: bei der Entwicklung von Platinen und Schaltkreisen, Softwareentwicklung, Messtechnikentwicklung, Auslegung der Hardware, der Fertigung sowie bei den finalen Tests im realen Prüfstand. Herausforderung bei allen Punkten ist, ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis und eine fertigungsgerechte Konstruktion sicherzustellen, Bauraum- und Gewichtsaspekte zu beachten sowie thermodynamische und strömungstechnische Eigenschaften zu optimieren.