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zuletzt geändert am:

  • 05.12.2018
Editorial Lab

Symposium „Auf lange Sicht“

Der Fachbereich Design der Fachhochschule Dortmund hat für die 3. Ausgabe des Symposiums „Editorial Lab“ am 7. Dezember 2018 vier Fotograf*innen eingeladen, die dafür bekannt sind, als visuelle Geschichtenerzähler „Auf lange Sicht“ hin zu arbeiten. Alle Vorträge sind in englischer Sprache. Der Eintritt ist frei.

Es ist nicht neu, dass Fotografen Monate oder Jahre damit verbringen, umfassende dokumentarische Arbeiten zu fotografieren. 1955 verbrachte zum Beispiel W. Eugene Smith ein Jahr lang mit einem Projekt, das nur drei Wochen dauern sollte. Er wurde beauftragt, 100 Bilder für ein Buch, Pittsburgh: Die Geschichte einer amerikanischen Stadt, zu fotografieren. Als Smith aufhörte, hatte er fast 17.000 Fotos gemacht und glaubte damals, dass er sowohl die Essenz der Stadt als auch Amerikas eingefangen hatte. Das Buch wurde zu seinen Lebzeiten nie veröffentlicht.

Trend zu Langzeit-Reportagen

In den vergangenen Jahren ist ein Anstieg bei unabhängig produzierten visuellen Langzeit-Reportagen zu beobachten. Ein Beispiel ist Rob Honstra und sein Sochi-Projekt. Fünf Jahre lang reiste er mit dem Schriftsteller Arnold van Brueggen durch den Kaukasus, um das politische und soziale System in Putins Russland zu analysieren. Mehrere Bücher, Preise und eine komplexe Website wurden veröffentlicht.

Eine der Hauptfragen, die immer gestellt wird, ist: Wie kann diese Art des Storytelling-Ansatzes finanziert werden? Aber vielleicht ist es für junge Fotografen*innen interessanter zu erfahren, wie Autor*innen über Jahre hinweg eine Erzählung entwickeln. Was ist der psychologische Einfluss auf Fotografen*innen, wenn sie jahrelang emotional mit ihren Protagonisten verbunden sind? Wie können Fotograf*innen die nachhaltige Entwicklung in Gemeinden durch ausführliche Berichterstellung unterstützen?

Überschreitung von Grenzen

Für die 3. Ausgabe des Symposiums „Editorial Lab“ hat der Fachbereich Design der Fachhochschule Dortmund vier Fotografen*innen eingeladen, die für ihr langfristiges Engagement für ihre Themen und Protagonist*innen bekannt sind. Visuelle Geschichtenerzähler*innen, die häufig die Grenze vom Journalismus zur dokumentarischen Fotografie und zu einer bestimmten Form von Aktivismus überschreiten.

Bieke Depoorter, Bénédicte Kurzen, Mustafah Abdulaziz und Pep Bonet haben in den vergangenen Jahren jeweils tief gehende Geschichten fotografiert. Alle wurden mit zahlreichen Preisen und Veröffentlichungen in wichtigen internationalen Zeitschriften ausgezeichnet. Die vier herausragenden Fotografen*innen stellen ihre Arbeitsansätze vor, tauschen Erfahrungen aus und berichten, mit welchen Unwegsamkeiten bei langjährigen fotografischen Arbeiten zu rechnen ist.

 


Termin im Überblick

  • Wann: Freitag, 7.12.2018, 10 bis 16 Uhr
  • Wo: Fachhochschule Dortmund, Fachbereich Design (Aula), Max-Ophüls-Platz 2, 44137 Dortmund
Zeitplan
  • 10:00 Introduction/ Einführung
  • 10:30 Pep Bonet
  • 11:30 Bieke Depoorter
  • 12:30-13:30 Lunch break / Mittagspause
  • 13:30 Mustafah Abdulaziz
  • 14:30 Bénédicte Kurzen
  • 15:30 Get together


gedruckt am: 11.12.2018  15:15