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Inklusion

FH Dortmund wird Modellstandort an Fachkolleg

Die Fachhochschule Dortmund hat sich erfolgreich als Modellstandort am deutschlandweiten Fachkolleg „Inklusion an Hochschulen – gendergerecht“ beworben. Das innovative Programm des Bonner Hildegardis-Vereins, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, will die Situation von Studentinnen und Akademikerinnen durch mehrere Maßnahmen verbessern. Zielgruppe sind speziell Frauen mit Behinderungen, chronischen oder psychischen Erkrankungen bzw. besonderen familiären Herausforderungen.

Geplant sind unter anderem die inklusive Ausgestaltung eines bestehenden Förderprogramms für den weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchs sowie Seminare zu inklusiver und gendergerechter Lehre, Erfahrungswerkstätten und Sensibilisierungstrainings. „Über den Verein werden wir entsprechende Inhouse-Schulungen erhalten und gemeinsam mit dem Team unseres Gleichstellungsbüros sogenannte biografische Zirkel anbieten“, berichtet Jochen Drescher, Kanzler der FH Dortmund. In den Zirkeln unterstützen sich die Studentinnen individuell und gegenseitig bei der Berufs- und Karriereplanung. „Sie bekommen einen geschützten Raum, um sich ihrer Stärken zu vergewissern und strategische Erfolgskonzepte zu entwickeln. Nebenbei dienen die Zirkel zum Aufbau von persönlichen Netzwerken“, erläutert Professorin Dr. Renate Meyer, Gleichstellungsbeauftragte der FH Dortmund.

Praxisorientierte Handlungsempfehlungen

„Die Erfahrungen der Zirkel-Teilnehmerinnen im Hochschulsystem fließen in praxisorientierte, strukturelle Handlungsempfehlungen ein, die eine tatsächlich gleichberechtigte Teilhabe an Hochschulen ermöglichen sollen“, erklärt Professorin Dr. Stefanie Kuhlenkamp, Inklusionsbeauftragte der FH Dortmund. Der Austausch bereits erprobter Beispiele guter inklusiver Praxis der teilnehmenden Hochschulen soll Veränderungsimpulse schaffen und es anderen Hochschulen erleichtern, geeignete Maßnahmen zu übernehmen.

Weitere beteiligte Hochschulen

Neben der FH Dortmund sind auch die Universität Bamberg, die Universität zu Köln, die Technische Hochschule Köln und die Universität Leipzig als Modellstandorte beteiligt. Die Aufnahme der FH Dortmund in das Projekt wurde durch die Inklusionsbeauftragte initiiert. Für den „Aktionsplan Inklusion“ arbeitet sie eng zusammen mit Kanzler Jochen Drescher und dessen Mitarbeiterin Marie-Lotta Leinen, die beide bereits an einem ersten Treffen der beteiligten Hochschulen teilgenommen haben. Dabei wirkten sie in zwei Pilotgruppen mit: „Individuelle Karriereverläufe von (angehenden) Akademikerinnen mit Beeinträchtigungen (Biografiezirkel und Fallstudien)“ sowie „Hochschule als institutioneller Arbeitsraum einer gleichberechtigten inklusiven Teilhabe (Best Practice und Trainings)“.

 


Hintergrund

Hildegardis-Verein

Der Hildegardis-Verein wurde 1907 zur Förderung von Frauenstudien gegründet und setzt sich seitdem für die Verbesserung der Rahmenbedingungen von Frauenstudien an deutschen Hochschulen ein. Mit zinslosen Studiendarlehen fördert er christliche Frauen aller Alters- und Berufsgruppen im Studium und in der Ausbildung. Durch innovative Mentoring- und Tandemprogramme fördert der Hildegardis-Verein die Qualifizierung und Vernetzung von Frauen und begleitet sie lebenswegorientiert in Wissenschaft, Politik und Kirche.



gedruckt am: 21.10.2018  08:02