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veröffentlicht am:

  • 25.09.2018
Vortragsreihe

Gehört der Islam zu Deutschland?

Prominenter Gast zum Auftakt: Bundespräsident a. D. Christian Wulff (Foto: Laurence Chaperon)
Prominenter Gast zum Auftakt: Bundespräsident a. D. Christian Wulff (Foto: Laurence Chaperon)

Die Frage „Gehört der Islam zu Deutschland?“ bietet in regelmäßigen Abständen immer wieder Anlass zu politischen Debatten. Übergreifendes Thema ist sie in einer dreiteiligen Vortragsreihe von Oktober bis Dezember 2018 im Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften.

Initiator und Dekan Prof. Dr. Ahmet Toprak, der bei allen Terminen auch die Moderation übernimmt, konnte prominente Referent*innen gewinnen: Bundespräsident a. D. Christian Wulff (29.10.), die NRW-Staatssekretärin für Integration, Serap Güler (12.11.), sowie die Rechtsanwältin und Imamin Seyran Ates (6.12.).

Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird für jeden Termin gebeten.

 


Termine im Überblick

  • Tage: 29. Oktober, 12. November und 6. Dezember 2018
  • Uhrzeit: 18.00 bis 20.30 Uhr
  • Ort: Fachhochschule Dortmund, Sonnenstraße 96, 44139 Dortmund, Raum A101
29. Oktober: „Gesellschaftlicher Zusammenhalt in Vielfalt und Respekt – Über Offenheit und Haltung“

Laut den Daten der Deutschen Islam-Konferenz sind Muslime nicht viel religiöser als die Mehrheitsgesellschaft. Da stellt sich die Frage, warum diese Debatte alle vier Jahre (neu) geführt wird. Denn wir waren in der Debatte auch weiter: Christian Wulff hat am 3. Oktober 2010 in seiner Rede betont, dass der Islam zu Deutschland gehört. Er wird seine These erweitern und darüber referieren, wie der gesellschaftliche Zusammenhalt in Vielfalt und Respekt funktionieren kann.

  • Referent: Christian Wulff, Bundespräsident a. D.
  • Eröffnung und Grußworte: Prof. Dr. Wilhelm Schwick, Rektor der Fachhochschule Dortmund

12. November: „Das Kopftuch unter 14 Jahren muss verboten werden!“

Serap Güler plädiert für ein Verbot des Kopftuches für Mädchen in Kindertageseinrichtungen und Schulen. Einem jungen Mädchen den Stoff überzuziehen sei keine Religionsausübung, sondern pure Perversion! Denn dies sexualisiere das Kind, so die Argumentation von Güler. „Das Kopftuch hat an Kindern nichts zu suchen“. Das ist die Kernbotschaft von Ulfat. Sie plädiert aber für Stärkung der elterlichen Kompetenzen, die ihre Kinder positiv beeinflussen sollen. Der Staat soll sich aus den Erziehungsfragen nach Möglichkeit raushalten. Ein Kopftuchverbot würde die Probleme nur verschleiern. Ein Fach- und Streitgespräch!

  • Pro: Serap Güler, Staatssekretärin für Integration im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW
  • Contra: Jasamin Ulfat, Journalistin und Doktorandin an der Universität Duisburg-Essen
  • Eröffnung und Grußworte: Jörg Stüdemann, Stadtdirektor

6. Dezember: „Der Islam lässt sich mit der Moderne vereinbaren!“

Im Juni 2017 hat Seyran Ates in Berlin eine Moschee gegründet, in der Männer und Frauen nebeneinander und gleichberechtigt beten können. Die Frauen dürfen auch mit offenem Haar beten und auch das Gebet leiten – für die konservative Auslegung zu viele moderne Einflüsse. Seitdem wird Ates angefeindet, erhält Morddrohungen und steht unter Polizeischutz. Wie hat sich die neue Moschee entwickelt? Seyran Ates zieht Bilanz.

  • Referentin: Seyran Ates, Rechtsanwältin, Imamin, Frauenrechtlerin
  • Eröffnung und Grußworte: Prof. Dr. Katja Nowacki, Studiendekanin des Fachbereichs Angewandte Sozialwissenschaften


gedruckt am: 21.10.2018  07:57