Schreibwoche

Studierende fanden Raum zum Texten

Ob Studien-, Projekt- oder Abschlussarbeiten: Was auch immer Studierende für ihr Studium verschriftlichen wollten, die Schreibwerkstatt im Career Service unserer Fachhochschule hatte dafür jetzt wieder eine optimale Umgebung geschaffen. Rund 50 Interessierte nutzten die „Schreibwoche“ an der Emil-Figge-Straße, um in Ruhe zu texten und bei Bedarf Unterstützung zu erhalten.

Zielsicher durch die Schreibwoche: Benjamin Slowig, Projektleiter der Schreibwerkstatt, unterstützte die Studierenden bei allen Fragen rund ums Texten.
Zielsicher durch die Schreibwoche: Benjamin Slowig, Projektleiter der Schreibwerkstatt, unterstützte die Studierenden bei allen Fragen rund ums Texten.

Nach den erfolgreichen drei Schreibtagen im August 2017 stand dieses Mal sogar eine ganze Woche im Zeichen des Schreibens. Was gehört in ein Exposé? Wie entsteht eine sinnvolle Gliederung? Wie lässt sich ein Text auf das Wesentliche kürzen? Fragen wie diese beschäftigten die Studierenden, die vom 6. bis 10. August 2018 auch nützliche Tipps rund um die Motivation zum Schreiben sammelten.

Modularer Aufbau

Kooperationspartnerinnen waren erneut die Bibliothek, die Psychologische Studienberatung und die Peer-Schreibdidaktik, die den Studierenden mit unterschiedlichen Angeboten zur Seite standen. Speziell der modulare Aufbau der Woche bekam viel Lob von den Teilnehmenden, denn so konnten sie sich ein passendes Programm zusammenstellen.

Motivierende Atmosphäre

Simone Weis beispielsweise, die am Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften den Studiengang „Soziale Arbeit“ studiert, würdigte die „gute Mischung“ der frei wählbaren Angebote. „Ich bin total begeistert und es hilft mir enorm, dass ich nicht zuhause isoliert an meinen Texten sitze. Die Gruppenatmosphäre motiviert mich“, sagte sie. Als angenehm empfand sie das Arbeitsklima auch temperaturbedingt: Im Neubau an der Emil-Figge-Straße 38b sei es bei dem hochsommerlichen Wetter deutlich kühler gewesen als in ihrer Wohnung.

Individuelle Beratung

Lisa Jeschak wusste die Schreibwoche ebenfalls sehr zu schätzen – was auch daran lag, dass die Abgabefrist für ihre Bachelor-Arbeit immer näher rückte. „Ich habe schon vor dieser Woche einige Angebote der Schreibwerkstatt genutzt“, berichtete die Studentin des Studiengangs International Business am Fachbereich Wirtschaft. „Auch hier hatte ich wieder das Gefühl, dass man sehr individuell auf Fragen und Probleme eingeht.“

Gelungenes Konzept

Benjamin Slowig, Projektleiter der Schreibwerkstatt, resümierte: „Das Konzept der Schreibwoche ist voll aufgegangen. Die Teilnehmenden sind gut ins Schreiben gekommen, einige haben ihre Texte sogar schon komplett fertiggestellt.“ Beim Feedback hätten die Studierenden häufig den Wunsch geäußert, von einem Format wie der Schreibwoche künftig regelmäßiger als einmal im Jahr profitieren zu können.

 


Übersicht: Angebote während der Schreibwoche

Die Schreibwoche bot im wahrsten Sinne Raum zum Schreiben – mit drei Räumen rund ums Texten:

Raum für Schreibzeit

Nach einer morgendlichen Begrüßung um jeweils 9 Uhr als Tagesauftakt hatten die Studierenden hier Gelegenheit, bis 15.45 Uhr konzentriert an ihren Texten zu arbeiten – je nach Bedürfnis und Arbeitsweise mit beliebig vielen Pausen, etwa um zwischendurch an den weiteren Angeboten teilzunehmen. Den täglichen Tagesabschluss und auch die Reflexionsphase am Ende der Woche übernahm Benjamin Slowig von der Schreibwerkstatt.


Raum für Inputs, Übungen etc.

Die Schreibwerkstatt gab hier Hinweise zu den Darstellungsformen Exposé und Einleitung, zu Schreibstrategien und zum Vermeiden von Schreibblockaden, zum Überarbeiten eigener Texten sowie zum Umgang mit Zitaten. Die Bibliothek informierte über mögliche Recherchewege, während die Psychologische Studienberatung die Themen Zeit- und Arbeitsplanung, Selbstmotivation sowie Entspannungstechniken und „Schreibtisch-Yoga“ vorstellte.


Feedback- & Austauschraum

Gemütlich konnten die Teilnehmenden mit den anderen ins Gespräch kommen und außerdem täglich wechselnde Angebote besuchen – sei es Text-Feedback von Tutor*innen der Peer-Schreibdidaktik einholen oder eine „Offene Schreibberatung“ der Schreibwerkstatt nutzen.


 


Weitere Informationen

Peer-Schreibdidaktik

Die RuhrFutur-Maßnahme „Peer-Schreibdidaktik II“ verfolgt das Ziel, fachspezifische und sprachsensible Schreibkompetenz bei Studierenden durch Peer-Learning zu fördern. Zielgruppe sind Lehrende, die schreibintensive Lehrveranstaltungen anbieten und Schreiben in ihre Lehre bringen möchten. Sie erhalten Unterstützung in Form von:

  • Hochschuldidaktischen Fortbildungen
  • Beratung bei der Erstellung und Anleitung von Schreibaufgaben (auch Co-Teaching)
  • Betreuung und Unterstützung ihrer Studierenden durch eigens hierfür ausgebildete Peer-Tutor*innen

Alle interessierten Lehrenden sind eingeladen, sich mit der Projektmitarbeiterin Sylwia Lindhorst in Verbindung zu setzen.

In der RuhrFutur-Maßnahme „Peer-Schreibdidaktik“ kooperieren drei Hochschulen: Ruhr-Universität Bochum, Fachhochschule Dortmund und Westfälische Hochschule Gelsenkirchen Bocholt Recklinghausen. Das gemeinsame Ziel: Ein niedrigschwelliges Angebot für Studierende, das sie bedarfsgerecht beim Erwerb fachspezifischer Schreibkompetenz unterstützt.

An der FH Dortmund können Studierende die Peer-Tutor*innen zu festen Sprechstundenzeiten an der Emil-Figge-Straße 38b, Raum 109, besuchen. Termine zu anderen Zeiten können per E-Mail vereinbart werden: peer-schreibtutoren@fh-dortmund.de



gedruckt am: 19.09.2018  06:50