Engineering Lab Project

Austoben in den Laboren

„Learning by Doing“ ist das Prinzip beim „Engineering Lab Project“ des Fachbereichs Maschinenbau. Eine Aufgabe, viele Lösungswege und jede Menge Technik: Zwölf Studierende arbeiteten eine Woche an einer Befüllanlage für Brausedrops-Blechdosen. Gefragt war nicht nur ingenieurmäßiges Denken, sondern auch eine gute Portion Teamgeist.

Gemeinsam stark: In sechs Laboren der Fachhochschule tüftelten die Teilnehmenden am „Engineering Lab Project“.
Gemeinsam stark: In sechs Laboren der Fachhochschule tüftelten die Teilnehmenden am „Engineering Lab Project“.

„Der Ehrgeiz ist mit jedem Tag gestiegen“, erklärte der Maschinenbau-Student Enes Küçüksarioglan. In drei Teams konstruierten die Studierenden in der Projektwoche vom 30. Juli bis 3. August 2018 einzelne Komponenten einer flexiblen Produktionslinie: Sie konstruierten unter anderem Aufsätze für einen Roboterarm, bauten Magazine für Dosen und Brausedrops, programmierten eine graphische Benutzeroberfläche und entwickelten ein Sensorsystem, um die Arbeitssicherheit zu gewährleisten.

Viele Aha-Momente

„Solche Projekte sind absolut wichtig“, betonte die Maschinenbau-Studentin Michelle Konczak. „In Praktika bekommt man viel in den Laboren gezeigt, aber es fehlt die Zeit, etwas komplett umzusetzen.“ Genau das konnten die Studierenden – abseits von ECTS-Punkten und mit Spaß am Basteln in einem engagierten Team – im „Engineering Lab Project“. Getüftelt wurde dabei teils noch bis in die Abendstunden. Und die hohe Motivation spiegelte sich im großen Lernerfolg: „Es gab ganz viele Aha-Momente“, berichtete Mirka Fuhrmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich.

Wie im Berufsleben

Frei nutzen konnten die Teilnehmenden sechs Labore: das Labor für Robotik, das CAD/CAE Labor, die Labore für Additive Fertigung (Kunststoffe, Metalle), das Fertigungstechnische Labor und das Labor für Elektrotechnik. Richtig spannend wurde es dann kurz vor Schluss: Am letzten Tag fügten die angehenden Ingenieur*innen die Teile des Systems zusammen. Wie ähnlich die Aufgaben und die Abläufe der Projektwoche dem Alltag im Berufsleben seien, bestätigten Mitarbeiter von dem Technologiehersteller Omron, die zur Abschlusspräsentation eingeladen waren.

Fortsetzung 2019

Das „Engineering Lab Project“ war ein erster Modellversuch. Das Format soll im kommenden Jahr – mit einer neuen Teamaufgabe – wiederholt und ausgebaut werden. Der hohe Spaßfaktor und Lernerfolg zeigen, dass sich das Konzept bewährt: „Die Studierenden entwickeln im Laufe einer Projektwoche etwas Handfestes, sie bekommen praktische Einblicke in viele Labore, sie üben sich in Teamarbeit und ein Zertifikat gibt es obendrauf“, erklärte Oliver Seifert, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Maschinenbau und Initiator des Engineering Lab Project.

 


Slideshow zum Engineering Lab Project


gedruckt am: 10.12.2018  07:12