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Videoinstallation

Erinnerungen an Dortmunder Kinogeschichte(n)

Freuen sich über die neue Videoinstallation (v.l.): Christian Weyers (Leiter Stabsstelle Kreativquartiere), FH-Studentin Jennifer Thal (Kuratorin), Astrid Wegner (MKK-Mitarbeiterin) und Dr. Jens Stöcker (MKK-Direktor). (Foto: Roland Gorecki / Dortmund Agentur)
Freuen sich über die neue Videoinstallation (v.l.): Christian Weyers (Leiter Stabsstelle Kreativquartiere), FH-Studentin Jennifer Thal (Kuratorin), Astrid Wegner (MKK-Mitarbeiterin) und Dr. Jens Stöcker (MKK-Direktor). (Foto: Roland Gorecki / Dortmund Agentur)

Mit ihrer Videoinstallation „OLYMPIA UNIVERSUM PALAST“ erinnert FH-Design-Studentin Jennifer Thal an Dortmunder Kinogeschichte(n). Zu sehen sind persönliche Erlebnisse und Erfahrungen von Protagonist*innen der lokalen Kinoszene – vom 27. Juli 2018 bis 31. Januar 2019 im Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK).

Anfang des 20. Jahrhunderts boten die ersten Kinematographen dem begeisterten Dortmunder Publikum auf Jahrmärkten und im Brückviertel bewegte Bilder und entführten sie mit dem neuen Format in neue Welten. Für ihre Masterarbeit im Bereich Szenografie und Kommunikation hat sich Jennifer Thal mit der hiesigen Kinogeschichte beschäftigt.

Archivsuchen und Interviews

Historisches Material recherchierte die Studentin im Stadtarchiv und ging auch im Dortmunder WDR-Archiv auf Spurensuche. Außerdem holte sie einige Zeitzeug*innen aus der Hochphase des Dortmunder Kinos für Interviews vor die Videokamera, die persönliche Kinogeschichten erzählen:

Dieter Burgmann
© Jennifer Thal
© Jennifer Thal

Seine Leidenschaft gilt der Technik des Lichtspiels. Als ehemaliger Filmvorführer berichtet der Dortmunder von seiner beruflichen Vergangenheit und den Entwicklungen der Dortmunder Kinos.


Peter Fotheringham
© Jennifer Thal
© Jennifer Thal

Er und Suse Solbach leben ihre Liebe zum Kino als Vereinsvorsitzende des „sweetSixteen“-Kinos im Depot aus und berichten von den Herausforderungen, die eine solche Liebe bedeutet.


Alexander Terzakis
© Jennifer Thal
© Jennifer Thal

Der Veranstaltungsleiter der „Schauburg“, des ältesten bestehenden Kinos in der Stadt, gibt Einblicke in die Veränderungen, die das Kino und die Dortmunder Kinokultur erlebt haben.


Video-Collage auf drei Leinwänden

Das Ergebnis ist gut 16-minütige Video-Collage, die sich auf drei hochformatigen Projektionsleinwänden verfolgen lässt. „Mal nutze ich alle drei Wände für ein Gesamtbild, mal laufen inhaltlich passende Szenen gleichzeitig nebeneinander. Die Interviews sind dabei der rote Faden“, erläutert Jennifer Thal, die das Projekt in Kooperation mit dem MKK und der Stabsstelle Kreativquartiere der Stadt Dortmund realisiert hat. Seitens der Fachhochschule betreuten Prof. Martin Middelhauve und Prof. Dr. Pamela C. Scorzin die Arbeit. An der Produktion beteiligt waren auch ehemalige Kommilitonen von Jennifer Thal aus dem Fachbereich Design, etwa für Kamera, Ton und Schnitt.

Rundgang im Brückviertel

Die Installation im Museum ist übrigens zugleich der Startpunkt für einen Rundgang durch das Brückviertel: Elf weitere Stationen markieren für die Dauer der Ausstellung Lichtspielhäuser, die sich in dem Viertel befanden – heute existiert nur noch die Schauburg an der Brückstraße.

 


Überblick zur Videoinstallation

  • Ausstellungsdauer: 27. Juli 2018 bis 31. Januar 2019
  • Ort: Ausstellungshalle im MKK, Hansastraße 3, 44137 Dortmund
  • Zugang: kostenlos und barrierefrei
  • Öffnungszeiten: dienstags, mittwochs, freitags, sonntags: 10 bis 17 Uhr; donnerstags: 10 bis 20 Uhr; samstags: 12 bis 17 Uhr

gedruckt am: 21.10.2018  20:22