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veröffentlicht am:

  • 18.07.2018
POLIS

Zugriff auf performative Ereignisse

Mit der Online-Datenbank POLIS hat ein Projektteam unter Leitung der Fachhochschule Dortmund ein neues wissenschaftliches Recherche-Tool geschaffen: Dafür wurden mehr als hundert soziokulturelle und künstlerische Ereignisse ab dem Jahr 2000 mit Schwerpunkten auf Partizipation und Inklusion transdisziplinär erfasst und evaluiert.

Der jetzt verfügbare strukturierte Überblick mit redaktionell aufbereiteten Informationen zu performativen Beiträgen aus Kunst, Theater und Gesellschaft soll helfen, den geisteswissenschaftlichen Diskurs in der Fachöffentlichkeit zu intensivieren. Uneingeschränkten Zugriff auf die filterbaren Inhalte der Datenbank samt Medienpool haben nach einer Registrierung Mitglieder deutschsprachiger Hochschulen sowie Interessierte, die im künstlerischen/kulturellen Bereich tätig sind.

Förderung vom Land NRW

Der Aufbau von POLIS (Kurzform für „Partizipations-Orientierte Lehre als Integrierende Strukturanalyse“) wurde gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW. Gemeinsame Antragsteller*innen waren Prof. Ovis Wende vom Fachbereich Design sowie Prof. Dr. Melanie Hinz und Prof. Dr. Christoph Lutz-Scheurle, beide vom Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften. Zum POLIS-Team für Recherche und Redaktion gehörten unter anderem auch Theaterwissenschaftler*innen der Ruhr-Universität-Bochum.

Die Inhalte von POLIS sind nach folgenden Formaten geordnet:

  • Audio & Sound
  • Choreografie & Tanz
  • Installation
  • Intervention
  • Performance

Tendenzen und Details

Zusätzlich werden gesellschaftliche Tendenzen unterschieden: affirmativ, dokumentarisch, provokativ, repräsentativ und transformativ. Abrufbar sind außerdem detaillierte Angaben etwa zu Spielorten, Akteur*innen, Veranstalter*innen sowie Medien und Literaturlisten.

Mehrere Zielgruppen

Entstanden ist ein nützliches Werkzeug speziell für Lehrende, Studierende, Absolvent*innen und Doktorand*innen, die im Bereich „Ästhetik und Gesellschaft“ Seminar- oder Abschlussarbeiten anfertigen, sowie für Forschende, die an der Formulierung einer Systematik und Methodik arbeiten. Ein eingebundenes Forum fördert den interdisziplinären Austausch und wissenschaftlichen Diskurs. 

 


Release-Party

Auf der „POLIS 1.0 Release“-Party am 20. Juli 2018 im Garten des Fachbereichs Design am Max-Ophüls-Platz wurde das Ergebnis des Forschungsprojektes öffentlich freigeschaltet und interaktiv präsentiert. Die Besucher*innen konnten das POLIS-Team kennenlernen und sich die Recherche-Benutzung erläutern lassen. Eine Tombola lockte mit diversen Bildträgern und Artefakten. Während sich die Partygäste mit den Beteiligten bei Italian Food und Getränken zu dem Projekt weiter austauschten, erfolgte eine Projektion des Bildmaterials mit performativen Eingriffen von Master-Studierenden der Szenografie.


gedruckt am: 20.08.2018  17:04