Dortmund International Summer School

Funny Money, Big Data und Usability Tests

Jeder sollte wissen, wie man im Internet Sichtbarkeit gewinnt. „Digital Marketing is for everyone“, hieß es pointiert bei der Abschlusspräsentation der Dortmund International Summer School 2018 an der FH Dortmund. Mehr als hundert Studierende aus ganz Europa und ein internationales Lehrenden-Team stellten sich spannenden Themen rund um Digitalisierung und Projektmanagement.

Freude über eine gelungene Woche: das Orgateam der Dortmund International Summer School 2018.
Freude über eine gelungene Woche: das Orgateam der Dortmund International Summer School 2018.

Voller Inspiration durch die Einblicke in Forschungsprojekte auf der Dortmund International Research Conference 2018 arbeiteten Studierende aus Belgien, Litauen, Norwegen, Spanien und anderen Ländern eine Woche lang in interdisziplinären Teams zusammen. Die Summer School wird organisiert vom Projekt EuroPIM in Zusammenarbeit mit der FH Dortmund, der Ruhr Master School und internationalen Partnern. „We need more knowledge sharing between the European countries“, resümierte Saad Ahmad von der Norwegian University of Science and Technology. 2017 selbst noch teilnehmender Doktorand, lieferte er dieses Jahr als Dozent der angegliederten PhD Summer School Tipps, wie man eine Promotion erfolgreich zu Ende führt.

Plattform für akademischen Austausch

„Bei rund 120 Besuchern hat sich die Teilnehmerzahl gegenüber dem letzten Jahr verdoppelt“, betonte Prof. Dr. Carsten Wolff, der mit Prof. Dr. Christian Reimann und Clara Decelis Grewe für die Veranstaltung verantwortlich war. „The innovation comes when people from different disciplines work together“, lobte ein Teilnehmer das Format. Und genau darum geht es: Die Summer School ermöglicht Begegnungen nicht nur zwischen Menschen, sondern auch zwischen wissenschaftlichen Ansätzen und Arbeitsweisen. In sechs sogenannten „Streams“ stellten sich Gruppen von Studierenden herausfordernden Themen und gemeinsamen Projekten. Den kürzesten Stream, aber die längste Nacht hatten dabei die Teilnehmer*innen am zweitätigen Data Analytics Hackathon mit IBM Watson. Aus riesigen Datenmengen galt es, Schlüsse zu ziehen zum Thema „verspätete Flüge“, um verlässliche Vorhersagemodelle für Versicherer entwickeln zu können.

Nah an der Praxis

Relevante Themen, innovative Arbeitsweisen, Wettbewerbe sowie ein enger Austausch mit der Praxis und unter den Teilnehmenden: Lernen ist bei der Summer School ein Erlebnis. „The social life during the summer school is most important“, sagte Josu Garai, ein Student aus Bilbao, Spanien. Kontakt mit vielen Menschen hatten auch jene, die am Stream „Usability Engineering“ im StoryLab kiU mitwirkten. Konzipiert wurden hier mobile Apps, beispielsweise ein Touristen-Führer. Der Standortvorteil im Dortmunder U erlaubte es dann, diesen direkt mit Passant*innen auszuprobieren. Überraschend für viele: Digital und analog – das lässt sich verbinden. Einfache Handy-Pappmodelle sind eine gute Methode, um Apps zu „testen“.

Publikation folgt

„The sharing of knowledge is most important“, betonte Prof. Dr. Beverly Pasian (Utrecht University of Applied Sciences). Sie kündigte an, dass die Beiträge zur PhD Summer School und weitere Texte von Teilnehmenden in einer Sonderausgabe des Journals „Project Management – Research and Practice“ veröffentlicht werden. Wissen konnten die Studierenden bei der Summer School ganz viel mitnehmen, etwa über Projektmanagement, Nachhaltigkeit, die Logik von Suchmaschinen und die Zukunft der Fahrzeugtechnik. Gemeinsam entwickelten sie Ideen: Entstanden ist unter anderem eine „Finanzdschungel“-Kampagne zur Vermarktung des aus der FH entsprungenen Startups „Funny Money“, das Jugendlichen auf unterhaltsame Weise Finanzwissen vermittelt. Und weil nach dem Spiel vor dem Spiel ist, geht es nächstes Jahr weiter – bei der Dortmund International Summer School 2019.


gedruckt am: 20.08.2018  17:04