Familiengerechte Hochschule

FH feiert Jubiläum und erhält Zertifikat

Kinderbetreuung, E-Learning sowie neue Arbeitszeit- und Studienmodelle: Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf/Studium ist ein erklärtes Ziel der FH Dortmund. Bereits 2008 nahm die Hochschule erstmals am Audit-Verfahren teil. Am 27. Juni 2018 wurde der Fachhochschule nun in Berlin das Zertifikat zum Audit Familiengerechte Hochschule mit dauerhaftem Charakter verliehen.

Audit Familiengerechte Hochschule: rof. Dr. Katrin Löhr, Prorektorin für Internationalisierung und Diversity, nahm das Zertifikat in Empfang. (Foto: berufundfamilie Service GmbH)
Audit Familiengerechte Hochschule: Prof. Dr. Katrin Löhr, Prorektorin für Internationalisierung und Diversity, nahm das Zertifikat in Empfang. (Foto: berufundfamilie Service GmbH)

„Die heutige Generation von Beschäftigten und Studierenden setzt Familiengerechtigkeit als Selbstverständlichkeit voraus“, betonte Prof. Dr. Katrin Löhr, Prorektorin für Internationalisierung und Diversity. Das 10-jährige Jubiläum, das an der Fachhochschule in diesem Jahr gefeiert wird, und die dauerhafte Zertifikatsverleihung sind Meilensteine auf dem weiteren Weg zu einer familiengerechten Hochschule.

Angebote und Service an der FH

Viele Maßnahmen sind erfolgreich umgesetzt: Weit entwickelt sind personalpolitische Instrumente wie Gleitzeit und Home Office. Kinder dürfen sich in Eltern-Kind-Bereichen und mit KidsBoxen willkommen fühlen und in den Mensen den kostenlosen Kinderteller des Studierendenwerks genießen. Kooperationen mit Dortmunder Trägern schaffen Betreuungsplätze. Und im Familienservice hilft das Beratungsangebot, individuelle Lösungen für eine gute Vereinbarkeit zu schaffen. Und zwar nicht nur für Eltern, sondern auch für Personen mit pflegebedürftigen Angehörigen und viele andere: Denn die Fachhochschule versteht unter Familie mehr als Mutter-Vater-Kind. Überall wo Menschen füreinander sorgen, Zuwendung erfahren und Verantwortung übernehmen, ist „Familie“.

Vereinbarkeit wandelt sich

Angestrebt wird an der FH Dortmund eine Hochschulkultur, die auf gegenseitiger Akzeptanz beruht und im gelebten Alltag familienfreundlich ist. „Familie bereichert die Hochschule und die Art, wie wir gemeinsam lernen, lehren und arbeiten“, sagte Prorektorin Löhr. Wichtig sei dabei, dass man das Prinzip der Vereinbarkeit immer mitdenkt und regelmäßig überprüft. Denn Entwicklungen wie der demografische Wandel oder die Digitalisierung ändern die Bedingungen und Herausforderungen für die Vereinbarkeit.

Familiengerechte Hochschulen

Das wurde auch deutlich in der Podiumsdiskussion und in den Festvorträgen bei der 20. Zertifikatsverleihung in Berlin. „Vereinbarkeit“, so Bundesfamilienministerin und Schirmherrin des Audits Dr. Franziska Giffey in ihrer Rede zur Festveranstaltung, „ist ein zentraler Hebel zur Fachkräftesicherung und Fachkräftegewinnung.“ Familiengerechte Studien- und Arbeitsbedingungen werden – so die Ministerin – zunehmend zum Wettbewerbsfaktor. Und sie sind, das zeigt sich an den Hochschulen schon heute, ebenso eine wichtige Grundlage für eine erfolgreiche Hochschulbildung in der Gegenwart und in der Zukunft.

 


Weitere Informationen

Audit Beruf und Familie / Audit familiengerechte Hochschule

Das Audit Beruf und Familie wurde 1998 auf Initiative der gemeinnützigen Hertie-Stiftung ins Leben gerufen und 2002 um das Audit familiengerechte Hochschule erweitert. Es hat nicht nur konkrete Lösungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie vorangetrieben, sondern auch den öffentlichen Diskurs über die familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik entscheidend mitgeprägt. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey trägt die Schirmherrschaft für das Audit.



gedruckt am: 24.09.2018  05:56